Ausstellung „Dietenheim zieht an“ wird größer

Universität Ulm
  • Zweite Verkaufs- und Informationsschau findet am 21. Mai in der Sporthalle statt
  • Textilmesse mit erweitertem Angebot und breitem Rahmenprogramm
  • Über 2.000 Besucher bei der Premiere im Oktober 2016

Ulm/Dietenheim. Über 2.000 Besucher kamen im Oktober des vergangenen Jahres zur ersten Messe "Dietenheim zieht an". Nun heißt es: Fortsetzung folgt. Aufgrund des großen Interesses wird die auf nachhaltig produzierte Kleidung spezialisierte Messe am 21. Mai 2017 wieder ihre Pforten öffnen - auf einer größeren Ausstellungsfläche, mit einem deutlich erweiterten Angebot und einem attraktiven Rahmenprogramm. Standen 2016 den Ausstellern in der Stadthalle 400 Quadratmeter zur Verfügung, so präsentieren namhafte regionale und überregionale Textilhersteller 2017 in der größeren Sporthalle auf rund 1.000 Quadratmetern ihre nachhaltig produzierten Textilien. Zudem werden in der Halle am Promenadenweg neue Vertriebskonzepte von Kleidung vorgestellt, die man unter anderem auch mieten kann. Großen Anklang fand im vergangenen Jahr der Kleidertausch, den es auch in der diesjährigen Neuauflage wieder geben wird.

 

Besucher wünschen sich noch mehr Aussteller

Das Interesse der Dietenheimer Bürger und Bürgerinnen sowie von Gästen aus dem Umkreis ist schon jetzt groß. Eine im Anschluss an die Erstauflage durchgeführte Besucherumfrage der beteiligten Universität Ulm und der Hochschule Reutlingen ergab, dass 90 Prozent der befragten Besucher die Messe als eine Bereicherung für die Stadt sehen. 62 Prozent wünschten sich für die zweite Messe noch mehr Aussteller, vor allem im Bereich der Freizeitkleidung. "Der Erfolg des ersten Events zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch in diesem Jahr können die Besucher auf attraktive Bekleidungen und interessante Produktionskonzepte gespannt sein, so dass der Besuch der Ausstellung ganz bestimmt zu einem Erlebnis wird", verspricht Prof. Dr. Martin Müller von der Universität Ulm, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen, der Stadt Dietenheim, dem ortsansässigen Gewerbeverein sowie der Otto Garnspinnerei auf die Beine stellt.

 

Dietenheimer wollen traditionellen Textilstandort neu beleben

Eines ist schon jetzt klar. Die Veranstalter haben das Interesse der Bevölkerung an nachhaltig produzierter Kleidung bereits bei der Erstauflage geweckt. Ein Drittel der Interviewpartner wünschte sich noch mehr Informationen über die textile Wertschöpfungskette sowie Umweltauswirkungen und Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie - zum Beispiel mit gläsernen Produktionen. Immerhin 28 Prozent der Besucher konnten sich sogar ein Museum zur textilen Vergangenheit der Illerstadt vorstellen und begrüßten eine Anknüpfung an alte Zeiten. 56 Prozent der Besucher waren der Meinung, dass der Standort Dietenheim zur Ansiedlung von Anbietern nachhaltiger Mode geeignet ist.

 

Wissenschaftler erforschen Lösungen und Wege für die Zukunft

Die Messe "Dietenheim zieht an" ist Teil des Forschungsprojekts "Nachhaltige Transformation der Textilwirtschaft am Standort Dietenheim", das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird. Mit diesem sogenannten Reallabor wollen die Forscher der Universität Ulm und der Hochschule Reutlingen unter aktiver Einbeziehung der Bevölkerung Lösungen und Wege für die Zukunft erarbeiten, um die gesamte textile Wertschöpfungskette für alle transparent und erfahrbar zu machen. Reallabore sind eine neue Form der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft,Kommunen und Bürgern. Dass die Dietenheimer mit Begeisterung an ihrer Zukunft stricken möchten, beweist auch ein Blick in das im Juli 2016 eröffnete Nähcafé, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. In dem ehemaligen Ladengeschäft in der Illertisser Straße 1 stehen mittlerweile 8 Nähmaschinen und zwei Schneidetische für wöchentliche Workshops zur Verfügung.

 

Kontakt:

Britta Stegen

Projektkoordination Reallabor

Institut für Nachhaltige Unternehmensführung

Universität Ulm

Tel.: +49 731 5032357

E-Mail: britta.stegen@uni-ulm.de