10 Jahre Wirtschaftswissenschaften - Jubiläum

10 Jahre Wirtschaftswissenschaften – für einen Studiengang ein vergleichsweise junges Alter, aber dennoch nach wenigen Jahren ein überaus erfolgreich etablierter Fachbereich der Universität Ulm. Das zehnjährige Bestehen ist Anlass zu feiern und zu zeigen, was den Studiengang in Ulm ausmacht, was erreicht wurde und wohin die Reise gehen kann. Die feierliche Festveranstaltung fand am 6. November 2009 im Stadthaus in Ulm mit den Studierenden und viel Prominenz statt.

Der im Wintersemester 1999/2000 eingeführte Studiengang hat das Studienangebot der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften sinnvoll erweitert - seinerzeit ein qualitativer Sprung: Mit den Wirtschaftswissenschaften wurde ein zusätzliches Standbein geschaffen, das neue Forschungsfelder und Lehrangebote sowie die steigende Nachfrage nach wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften adressiert. Es war eine in Deutschland einmalige Konstellation, die beide namengebende Fachgebiete unter einem Dach vereint, quasi ein "Ulmer Modell": die Verzahnung von Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Das interdisziplinär ausgerichtete sechs-Säulen-Studienkonzept hat sich zweifelsfrei bewährt. Neben den Kernfächern Betriebs- und Volkswirtschaftslehre zählten bereits im Gründungsjahr Mathematik, Informatik, Wirtschaftsrecht sowie eine intensive Sprachausbildung zum Curriculum.

Die Resonanz war groß: 105 Studierende waren es zum Wintersemester 1999/2000, die mit dem WiWi-Studium in Ulm angefangen haben, Tendenz steigend. Aktuell wurden 203 Studierende bei mehr als 1.500 Bewerbungen zum Wintersemester 2009/2010 immatrikluiert. Auf einhundert zur Verfügung stehende Studienplätze bewarben sich zum Wintersemester 1999/2000 etwa 350 Studierende. Die große Nachfrage zeigt deutlich, dass der Studiengang in der Region und über die Landesgrenzen hinweg ein hohes Ansehen genießt. Zweifellos großes Interesse weckt bei den Studierenden vor allem die optimale Betreuungssituation. Bei dem seit 2007 bzw. 2008 eingeführten Bachelor- und Master-Studiengang schafften es die Ulmer Wirtschaftswissenschaften mit dem Gesamteindruck der Studiensituation und auch bei der "Betreuung durch die Lehrenden" in die Spitzen-Gruppe des jüngsten CHE-Hochschulranking. Die Zahl der WiWi-Studierenden, die ins Ausland gehen, ist durch die intensive Betreuung und die Stipendien sehr hoch. "Ein Netzwerk mit zahlreichen ausländischen Partnerhochschulen und engen Kontakten zu international tätigen Unternehmen unterstützt das nachhaltig schlüssige Studienkonzept", erklärt Professor Dr. Kai-Uwe Marten, Studiendekan der Wirtschaftswissenschaften. Hervorzuheben ist zudem die praxisnahe Ausbildung durch das nunmehr mindestens achtwöchiges Pflichtpraktikum, das den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördert.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der anerkannten Ausbildungsqualität ist die Konzentration auf dedizierte Forschungsschwerpunkte: Finanzdienstleistungen, mathematische Grundlagen von Naturwissenschaften und Technik sowie quantitative Wirtschaftswissenschaften. Der Studiengang wäre nicht so erfolgreich, wenn er nicht in diese Richtung weiterentwickelt worden wäre. Dies gelang nicht zuletzt durch externe Unterstützung: 2004 Strategische Unternehmensführung und Finanzierung (Werner-Kress-Stiftungsprofessur), 2008 Stiftungsprofessur "Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften" (Stadt Ulm und Unternehmen der Region) sowie 2009 Signal-Iduna-Stiftungsprofessur für Versicherungsmathematik. Auch die zahlreichen Förderpreise und Auszeichnungen, dazu gehören zum Beispiel der Merckle-Forschungspreis, DZ-Bank Karriere Preis sowie Beratungs- und Forschungskooperationen, z.B. mit der LBBW oder Goldman Sachs zeugen von Anerkennung auch über die Hochschulgrenzen hinweg.

Die Möglichkeiten der Anrechnung von Prüfungsleistungen auf die Berufsexamen (im Bereich der Wirtschaftsprüfung oder Aktuarwesen) ist inzwischen ein wichtiger Grund mehr Wirtschaftswissenschaften in Ulm zu studieren und unterstreicht den Anspruch der Fakultät, der engen Verzahnung von Studium und späterem Berufsbild gerecht zu werden. Personell hat sich dadurch einiges getan. Eine Ausweitung der Kapazitäten um drei neue Professuren allein im Jahr 2008. Damit konnten innovative Fachgebiete aufgenommen werden, wie z.B. Technologie- und Prozessmanagement.

Das Grundkonzept hat sich bewährt und wird fortgeführt; (keinesfalls) selbstverständlich auf der Basis bereits vorhandener Akkreditierungen.

Summa Summarum eine positive Bilanz für das zehnjährige Jubiläum der Wirtschaftswissenschaften in Ulm. Zur offiziellen Feier mit prominent besetztem Festakt und vorgesehener Diskussionsrunde wirtschaftspolitischer Themen (neben anderen Dr. Manfred Bischoff, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Daimler AG), kommt ein Erfahrungsbericht des ehemaligen Absolventen des Diplomstudiengangs Wirtschaftswissenschaften, Dr. Roland Wiese. 2008 absolvierte er als erster "Ulmer WiWi" sein Promotionsvorhaben. So kann es in den nächsten zehn Jahren weitergehen; eines steht jedoch fest:

Die Vorteile einer kleinen Fakultät mit hervorragenden Betreuungs-, Lehr- und Forschungsmöglichkeiten sowie die Verzahnung von Mathematik und Wirtschaftswissenschaften wird es auch zukünftig geben.


Kontakt

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    10 Jahre Wirtschaftswissenschaften
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  • Universität Ulm
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Professor Marten im Gespräch mit Sandra Wiandt zum Studiengang Wirtschaftswissenschaften (Podcast).