Technologie- und Prozessmanagement-Seminar

Seminartitel Technologie- und Prozessmanagement-Seminar

Dauer Ein Semester (SS 2014)
Themenvergabe 5. Februar 2014, 18:00 Uhr
Leitung Professor Dr. Leo Brecht
ITOP-Mitarbeiter
Inhalte

Das TPM-Seminar baut auf der Vorlesung TIM I und/oder PM I auf und ist inhaltlich in die vom ITOP entwickelte PROHAS-Architektur* eingeordnet. Das Process House of Analytics besteht aus den Bereichen (Floors)

  • Customer and Market Management (CMM),
  • Technology and Innovation Management (TIM),
  • Supply Chain Management (SCM) und
  • Management- and Support Processes (MSP),
  • Business Model Innovation (BMI),
  • Information and Communication Technolgy (ICT),
  • Active and Healthy Aging (AHA),
  • Produktmanagement (ProMM).

Die jeweiligen Themen sind den einzelnen Floors zugeordnet.

Im Rahmen der Arbeit sollen Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen aus dem Bereich Technologie- und Prozessmanagement entwickelt werden.

Einzelheiten hierzu finden Sie als Aushang auf unserem schwarzen Brett am Institut.

Methoden und Tools
Leiter Kirill Welz Socialytics im Innovationsmonitoring für Unternehmen
Wie werden Innovationen aus Big Data-Analysen erkannt? Theorie und Anwendung durch Zugrundelegung von Bloombergdaten, z. B. Downloads der Reports, Auswertung und Darstellung.
Leiter Kirill Welz Diffusion von Technologien und Produkten: Model, Anwendung in verschiedenen Branchen
Ziel der Arbeit ist die Anwendung verschiedener Diffusionsmodelle auf ausgewählte Branchen zur Evaluierung der verschiedenen Diffusionsmodelle. Dabei gilt es Fehlermaße zu berechnen und so eine Einordnung der verschiedenen Modelle bereitzustellen.
Leiter Kirill Welz Innovationshelix: Modell, Krierien zur Einordnung auf der Basis von öffentlichen Daten
Das Modell der Doppelhelix (Double Helix, nach Charles Fine vom MIT) soll untersucht werden. Das Ziel dieser Arbeit ist die Festlegung von Kriterien, welche die Einordnung einzelner Unternehmen in die Doppelhelix ermöglichen. Außerdem soll diese Einordnung unter Verwendung eines Tools automatisiert werden.
Leiter Kirill Welz Innovations-S-Kurve: Modell, Kriterien zur Einordnung auf der Basis von öffentlichen Daten
Ziel der Arbeit ist die Operationalisierung vorhandener Kriterien zur Einordnung von Unternehmen auf der Innovations-S-Kurve unter Verwendung jeglicher externer Datenquellen. Außerdem soll nach Bewertung der Kriterien eine automatische Festlegung der Unternehmen auf der Innovations-S-Kurve mit Hilfe eines Tools durchgeführt werden.
Leiter Marc Oßwald Produkt Lebenszyklus Kurve: Modell, Kriterien zur Einordnung auf der Basis von öffentlichen Daten
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines auf öffentlichen Daten basierenden Modells zur Einordnung von Produkten, Produktfamilien und Produktportfolien auf der Produkt- Lebenszykluskurve. Die Erkenntnisse sollen in einem Excel-Tool abgebildet werden.
Leiter Marc Oßwald Innovationsrisikomasse: Modelle zur Messung des Innovationsrisikos und Anwendung, sowie Umsetzung in einem Programm
Das Risiko von Produktinnovationen hängt vom Innovationsgrad des Produktes, der Marktsituation, der Verfügbarkeit von Ressourcen etc. ab und beeinflusst nachhaltig die Unternehmensperformance. Die korrekte Einschätzung des Risikos von Innovationen ist daher ein wichtiges Entscheidungskriterium für das Management. Das Ziel dieser Arbeit ist es deshalb zu untersuchen, wie das Risiko bei Produktinnovationen gemessen werden kann. Die Ergebnisse sollen in einem Exceltool abgebildet werden.
Hypothesen & Empirie
Leiter Thomas Mahnke Innovative Unternehmen sind von Black Swans weniger betroffen -
Black Swans am Beispiel von Naturkatastrophen (wie Tsunamis), 9/11 und der Finanzkrise
Ziel der Arbeit ist es, Auswirkungen von Black Swans anhand der Innovationskraft von Unternehmen zu messen. Dabei soll mit Hilfe von quantitativen Messgrößen die Auswirkung auf einer Zeitreihe festgestellt und analysiert werden. Die Analyse kann dabei regional, branchenspezifisch oder nach Ereignis eingegrenzt werden.
Leiter Julian Kauffeldt EBIT-Entwicklung korreliert positiv mit der Innovationskraft
Ziel der Arbeit besteht in der empirischen Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Innovationskraft eines Unternehmens (berechnet per iTOP ICA Methode) und dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Innovationskraft europäischer börsennotierter Unternehmen wird durch das iTOP berechnet, der Student/die Studentin hat zur Aufgabe diesen Datensatz systematisch zu untersuchen in Hinblick auf mögliche Korrelationen zwischen der Innovationskraft von Unternehmen und der jeweiligen Entwicklung des EBIT (Bsp.: Führt eine im Zeitverlauf steigende Innovationskraft zu steigenden EBITs?)
Leiter Julian Kauffeldt TOP Innovatoren werden stetig innovationseffizienter
Dieser Arbeit wird die Hypothese zu Grunde gelegt, dass Top Innovatoren (definiert aus dem Innovation Capability Ansatz von Julian Kauffeldt) stetig effizienter in der Entwicklung von Innovationen werden. Das Ziel dieser Arbeit ist die empirische Überprüfung und Verifizierung/Falsifizierung dieser Hypothese.
Leiter Marc Oßwald TOP Innovatoren sind nachhaltiger als "poor innovators"
Der hier unterstellte Zusammenhang besagt, dass Top Innovatoren(Definiert aus dem Innovation Capability Ansatz von Julian Kauffeldt) langfristig erfolgreicher sind als poor innovators. Das Ziel dieser Arbeit ist die empirische Überprüfung der Aussage und deren Verifizierung oder Falsifizierung.
Leiter Marc Oßwald Die R&D Quote korreliert positiv mit der Patentanzahl
Der hier unterstellte Zusammenhang besagt, dass mehr Patente angemeldet werden, wenn die R&D Quote steigt. Die R&D Quote wird hier als Aufwendungen für R&D im Verhältnis zum Umsatz gesehen. Das Ziel der Arbeit ist durch empirische Überprüfung von realen Daten die Richtigkeit der Hypothese zu überprüfen.
Empirie
 
Leiter Julian Kauffeldt EBIT Steigerung um x% nach Branchen bei TOP Innovatoren
- Branchencluster 1
- Branchencluster 2
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, Branchenunterschiede in Hinblick auf die EBIT-Entwicklung innovativer Unternehmen zu identifizieren und zu überprüfen. Die Innovationskraft europäischer börsennotierter Unternehmen wird durch das iTOP berechnet; der Student/die Studentin hat zur Aufgabe, diesen Datensatz systematisch zu untersuchen in Hinblick auf mögliche Branchenunterschiede bezüglich des Zusammenhangs zwischen der Innovationskraft von Unternehmen und der jeweiligen Entwicklung des EBIT (Bsp.: Wie ist die durchschnittliche EBIT-Entwicklung der letzten 5 Jahre in der Automobilbranche (mit Top Innovator Anteil x) im Vergleich zur Maschinenbaubranche (mit Top Innovator Anteil y)?)
 
Leiter Dr. Daniel Schallmo Messung des Innovationsgrades von Branchen in Deutschland (Kernfrage: Wie lässt sich die Innovativität von Branchen messen und voraussagen?)
Ziel der Arbeit ist die Erhebung bestehender Innovationsindizes für Branchen innerhalb von Deutschland über einen Zeitverlauf. Darauf aufbauend soll abgeleitet werden, welche Branchen wie innovativ sind und welche Branchen in Zukunft innovativer werden (für Bachelor-Seminaristen).
Leiter Thomas  Mahnke Was sind die größten Technologie- und Innovationstrends?
Das Ziel der Arbeit ist, mit Hilfe der bibliometrischen Analyse und Reports die größten Technologie- und Innovationstrends zu ermitteln und Empfehlungen für Unternehmen abzugeben. Dazu wird ein Tool zur Bibliometrie verwendet mit dessen Hilfe Trends identifiziert und nachfolgend analysiert werden können.
Leiter Dr. Daniel Schallmo Analyse innovativer Unternehmen und deren Sitz (Land) (Kernfrage: Welche innovativen Unternehmen gibt es und in welchen Ländern befindet sich deren Sitz?)
Ziel der Arbeit ist die Erhebung bestehender Innovationsrankings für Unternehmen aus einer Branche (z. B. Maschinen- und Anlagenbau) und die Analyse, in welchem Land sich deren Sitz befindet. Darauf aufbauend soll abgeleitet werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Ländern und innovativen Unternehmen besteht.
Leiter Thomas Mahnke Was sind die größten Innovationstrends im eHealth/mHealth
Das Ziel der Arbeit ist mit Hilfe der bibliometrischen Analyse und Reports die größten Technologie- und Innovationstrends im eHealth/mHealth zu ermitteln und Empfehlungen für Unternehmen abzugeben. Dazu wird ein Tool zur Bibliometrie verwendet mit dessen Hilfe die Trends identifiziert und nachfolgend analysiert werden können. 
Bearbeitung Die Themen können nach Absprache mit dem jeweiligen Betreuer in Gruppen oder alleine bearbeitet werden. Zur Erlangung des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer Seminararbeit sowie einer Präsentation (15 Minuten) mit anschließender Diskussion (5 Minuten) notwendig.
Meilensteine

Vergabe der Themen:  5. Februar 2014, 18:00 Uhr im Raum E60 in der Helmholtzstraße 18 (im Gang zur Bibliothek)

Kick-off:
5. Februar 2014

Abgabe der Seminararbeiten:
27.06.2014, 12:00 Uhr

Zwischenpräsentation:
06.05.2014, 14 bis 18 Uhr
Raum O29 / LGM - 1004 (Seminarraum)

Endpräsentation:
01.07.2014, 14 bis 18 Uhr
Raum O29 / LGM - 1004 (Seminarraum) 

 

Ablauf und Anforderungen
  • analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
  • selbständige, zielorientierte und systematische Arbeitsweise
  • gewünscht: Erfolgreicher Abschluss/ gegenwärtiger Besuch der VL PM I und TIM I
  • Weitere Informationen siehe Webpage www.uni-ulm.de/mawi/itop.html

* Das “Process House of Analytics” ist eine Referenz-Prozess-Architektur bestehend aus vier Floors (Bsp: Technologie- und Innovationsmanagement, welche wiederum in Subprozesse, wir nennen sie „Rooms“ (Bsp. PLCM) aufgeteilt sind. Die Subprozesse werden wieder in einzelne Sub-Sub-Prozesse unterteilt (Prozessphasen des PLCM).