Supply Chain Management Seminar (MA)

SeminartitelSupply Chain Management Seminar (SCM-Seminar)

Dauer

Ein Semester (SS 15)

LeitungProf. Dr. Mischa Seiter
ITOP-Mitarbeiter
Inhalte

Unter Supply Chain Management versteht man die Planung, Steuerung und Kontrolle von unternehmens-übergreifenden Wertschöpfungs- bzw. Lieferketten, ausgehend von der Rohstoffgewinnung über verschiedene Weiterverarbeitungsstufen bis hin zum Endkunden. Die einzelnen Partner und Prozesse innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerks sind über Informations-, Finanz- und Güterflüsse miteinander verbunden.

Ausgehend von einem zunehmenden Wettbewerbsdruck, einer verkürzten Time-to-Market sowie verringerten Produktlebenszyklen, wird Wertschöpfungsketten eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Es stehen nicht einzelne Unternehmen, sondern komplexe Wertschöpfungsnetzwerke im Wettbewerb. Ziel muss es also sein, durch Supply Chain Management die Wertschöpfung innerhalb dieser Lieferketten zu optimieren.

Im Rahmen der Arbeit sollen Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen zum Supply Chain Management entwickelt werden.

Themen

Seminarthemen werden zu sechs Handlungsfeldern vergeben:

  • Informationsmanagement in der Supply Chain
  • Supply Chain Operations Reference-Modell (SCOR)
  • Management branchenspezifischer Supply Chains
  • Performance Measurement & Reporting in Supply Chains
  • Innovative Technologien und Geschäftsmodelle in der Supply Chain
  • Supply Chain Risikomanagement

Instrumente zur Identifikation von kritischen Lieferanten in Supply Chains

Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Innerhalb einer Supply Chain sind relevante Risiken bzw. kritische Bereiche vorhanden, z.B. wichtige Lieferanten. Ziel der Seminararbeit ist es im Zuge einer Literaturstudie Instrumente zur Identifikation von kritischen Lieferanten in Supply Chains zu erläutern.

Partnerselektion in Service Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die Partnerselektion als Teil der operativen Planung von Supply Chains ist ein wichtiges Instrument zur Auswahl bestehender und Bewertung zukünftiger Supply Chain Partner. Ziel der Seminararbeit ist die Entwicklung einer Case Study anhand einer Service Supply Chain.

Innovative Rollen von Logistikdienstleistern in Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Logistikdienstleister erbringen in Supply Chains oft eher einfache Transport- und Lagerdienstleistungen. Praxisbeispiele zeigen, dass diese auch mehr beitragen könnten. Die Seminararbeit soll in Form einer empirischen Studie die neuartigen Rollen von Logistikdienstleistern in Supply Chains darstellen.

Organisation eines Supply Chain Risikomanagements
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Innerhalb einer Supply Chain betreffen Risiken nicht nur einzelne, sondern auch mehrere Partner. Dazu ist ein interorganisationales Risikomanagement notwendig. Ziel der Arbeit ist es, die Einordnung eines Supply Chain Risikomanagements in eine oder mehrere Organisationen darzustellen.

Quantifizierung des Schadensausmaßes von Risiken im Rahmen eines Supply Chain Risikomanagements
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Der Kommunikationsaufwand in Supply Chains wird häufig unterschätzt. Allerdings können Supply Chains ohne Kommunikation nicht existieren. Im Zuge des interorganisationalen Informationsaustauschs lassen sich demnach Risiken identifizieren und quantifizieren. Ein Beispiel bilden die Time to Recovery (TTR) und der Risk Exposure Index (REI). Ziel der Arbeit ist es, Instrumente zur Schadenquantifizierung von Risiken zu untersuchen.

Kennzahlensystem zur Leistungsmessung in Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Ziel der Arbeit ist es, eine Gegenüberstellung von Kennzahlensystemen zur Messung der Supply Chain-Leistung zu erarbeiten.

Standards zum Informationsaustausch im Rahmen von Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die moderne Informationstechnologie bietet neuartige und innovative Möglichkeiten Informationen innerhalb von Supply Chains zu versenden. Die Seminararbeit soll Standards zum Informationsaustausch von verschiedenen Verbänden (z. B. Bundesvereinigung Logistik) erfassen und diese detailliert beschreiben.


Open Book Accounting in
Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter


Der unternehmensübergreifende Austausch von Kosteninformationen in der gesamten Supply Chain wird Open Book Accounting genannt. Ziel der Arbeit ist es, hierfür Praxisbeispiele zu identifizieren und auszuwerten.

Das Wertschöpfungsnetzwerk  der Vapiano SE

Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die Vapiano SE ist ein Unternehmen aus dem Bereich Systemgastronomie. Es bietet italienische Speisen nach dem Fast-Casual-Prinzip an. Das Unternehmen betreibt die Restaurants sowohl in Eigenregie als auch in Kooperation mit Franchise-Partnern oder als Joint Ventures. Im Rahmen der Arbeit soll das Wertschöpfungsnetzwerk von Vapiano detailliert untersucht werden. Es stellen sich Fragen nach dem Management, der Finanzierung, dem Aufbau der Organisation oder nach der Steuerung der Netzwerkmitglieder. Als Instrument sollen u. a. Fragebögen und Interviews mit Partnern und Vertretern von Vapiano genutzt werden.

Bearbeitung

Zur Erlangung des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer Seminararbeit (ca. 20 Seiten) sowie einer Präsentation (15 Minuten) mit anschließender Diskussion (5 Minuten) notwendig.

Meilensteine


Vergabe der Themen:
Mittwoch, 4.2.2015, 18 Uhr Raum O29/3003

Zwischenpräsentation:  Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Endpräsentation: Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Abgabe der Seminararbeit: Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Ablauf und Anforderungen

• Interesse am Themenfeld und Bereitschaft sich in dieses einzuarbeiten
• analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
• selbständige, zielorientierte und systematische Arbeitsweise

Weitere Informationen siehe Webpage www.uni-ulm.de/mawi/itop.html