Supply Chain Management Seminar

Seminartitel Supply Chain Management Seminar (SCM-Seminar)

Dauer

Ein Semester (WS 14 15)

Leitung Prof. Dr. Mischa Seiter
ITOP-Mitarbeiter
Inhalte

Unter Supply Chain Management versteht man die Planung, Steuerung und Kontrolle von unternehmens-übergreifenden Wertschöpfungs- bzw. Lieferketten, ausgehend von der Rohstoffgewinnung über verschiedene Weiterverarbeitungsstufen bis hin zum Endkunden. Die einzelnen Partner und Prozesse innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerks sind über Informations-, Finanz- und Güterflüsse miteinander verbunden.

Ausgehend von einem zunehmenden Wettbewerbsdruck, einer verkürzten Time-to-Market sowie verringerten Produktlebenszyklen, wird Wertschöpfungsketten eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Es stehen nicht einzelne Unternehmen, sondern komplexe Wertschöpfungsnetzwerke im Wettbewerb. Ziel muss es also sein, durch Supply Chain Management die Wertschöpfung innerhalb dieser Lieferketten zu optimieren.

Im Rahmen der Arbeit sollen Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen zum Supply Chain Management entwickelt werden.

Themen

Seminarthemen werden zu sechs Handlungsfeldern vergeben:

  • Informationsmanagement in der Supply Chain
  • Supply Chain Operations Reference-Modell (SCOR)
  • Management branchenspezifischer Supply Chains
  • Performance Measurement & Reporting in Supply Chains
  • Innovative Technologien und Geschäftsmodelle in der Supply Chain
  • Supply Chain Risikomanagement


„Pick Up Drop Off Points“ als Lösung des „Letzten-Meile-Problems“ in Supply Chains

Leiter: Prof. Dr. M. Seiter


Im Rahmen der Standortkonfiguration stellt das neue Verfahren der „Pick Up Drop Off Points“ (PUDO) eine Möglichkeit der Logistikdienstleistung und des „Letzten-Meile-Problems“ dar. Ziele sind unter anderem den Ersatzteilebestand des Lieferanten zu zentralisieren, Gebiete besser abzudecken und Lieferzeiten zu verkürzen. Ziel der Seminararbeit ist auf Basis der Literaturrecherche zu PUDO das Instrument hinsichtlich des prozessualen Vorgehens und Einsatzgebiets zu erläutern, Bewertungskriterien im Kontext zum „Letzten-Meile-Problem“ zu definieren, sowie das Instrument zu bewerten. Das Ergebnis der Arbeit stellt eine Handlungsempfehlung dar, ob dieses Instrument zur Problemlösung beiträgt.

Instrumente zur Identifikation von kritischen Lieferanten in Supply Chains

Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Innerhalb einer Supply Chain sind relevante Risiken bzw. kritische Bereiche vorhanden, z.B. wichtige Lieferanten. Ziel der Seminararbeit ist es im Zuge einer Literaturstudie Instrumente zur Identifikation von kritischen Lieferanten in Supply Chains zu erläutern.

Spezifika von Service Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die Wettbewerbssituation vieler Unternehmen lässt eine Konzentration allein auf ein physisches Produkt nicht länger zu. Aus diesem Grund ergänzen Hersteller von Investitionsgütern ihre Produkte durch Services. Allerdings sind die Ressourcen für Entwicklung und Vertrieb solcher industriellen Dienstleistungen insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen oftmals knapp bemessen. Eine Möglichkeit diese Engpässe zu überwinden, ist die Kooperation mit Partnern. Das Ergebnis ist analog zu Supply Chains der physischen Güter ein Service Supply Chain für die Services. Ziel der Arbeit ist es, die Spezifika von Service Supply Chains darzustellen, unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zu Produkt Supply Chains.

Anwendung des SCOR-Modells in der chemischen Industrie
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter


Das SCOR-Modell ist ein probates Instrument zur Visualisierung der Prozesskonfiguration in einer Supply Chain. Im Rahmen der Seminararbeit wird ein bestehender SCOR-Anwendungsfall erweitert und ausgearbeitet. Dabei ist besonders auf die einzelnen Aspekte der chemischen Industrie und des Instruments einzugehen.


Partnerselektion in Service Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die Partnerselektion als Teil der operativen Planung von Supply Chains ist ein wichtiges Instrument zur Auswahl bestehender und Bewertung zukünftiger Supply Chain Partner. Ziel der Seminararbeit ist die Entwicklung einer Case Study anhand einer Service Supply Chain.

Innovative Rollen von Logistikdienstleistern in Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Logistikdienstleister erbringen in Supply Chains oft eher einfache Transport- und Lagerdienstleistungen. Praxisbeispiele zeigen, dass diese auch mehr beitragen könnten. Die Seminararbeit soll in Form einer empirischen Studie die neuartigen Rollen von Logistikdienstleistern in Supply Chains darstellen.

Organisation eines Supply Chain Risikomanagements
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Innerhalb einer Supply Chain betreffen Risiken nicht nur einzelne, sondern auch mehrere Partner. Dazu ist ein interorganisationales Risikomanagement notwendig. Ziel der Arbeit ist es, die Einordnung eines Supply Chain Risikomanagements in eine oder mehrere Organisationen darzustellen.

Quantifizierung des Schadensausmaßes von Risiken im Rahmen eines Supply Chain Risikomanagements
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Der Kommunikationsaufwand in Supply Chains wird häufig unterschätzt. Allerdings können Supply Chains ohne Kommunikation nicht existieren. Im Zuge des interorganisationalen Informationsaustauschs lassen sich demnach Risiken identifizieren und quantifizieren. Ein Beispiel bilden die Time to Recovery (TTR) und der Risk Exposure Index (REI). Ziel der Arbeit ist es, Instrumente zur Schadenquantifizierung von Risiken zu untersuchen.

Kennzahlensystem zur Leistungsmessung in Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Ziel der Arbeit ist es, eine Gegenüberstellung von Kennzahlensystemen zur Messung der Supply Chain-Leistung zu erarbeiten.

Standards zum Informationsaustausch im Rahmen von Supply Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die moderne Informationstechnologie bietet neuartige und innovative Möglichkeiten Informationen innerhalb von Supply Chains zu versenden. Die Seminararbeit soll Standards zum Informationsaustausch von verschiedenen Verbänden (z. B. Bundesvereinigung Logistik) erfassen und diese detailliert beschreiben.


Open Book Accounting in Supply
Chains
Leiter: Prof. Dr. M. Seiter


Der unternehmensübergreifende Austausch von Kosteninformationen in der gesamten Supply Chain wird Open Book Accounting genannt. Ziel der Arbeit ist es, hierfür Praxisbeispiele zu identifizieren und auszuwerten.

Das Wertschöpfungsnetzwerk  der Fleurop AG

Leiter: Prof. Dr. M. Seiter

Die Fleurop AG ist ein Dienstleistungsunternehmen zur Vermittlung von Blumen. Das System ist der weltweit führende Blumenvermittlungsservice, wobei die Aktionäre ausschließlich Partnerfloristen sind, die ein Blumenfachgeschäft führen und den Fleurop-Service anbieten.
Im Rahmen der Arbeit soll das Wertschöpfungsnetzwerk von Fleurop detailliert untersucht werden. Es stellen sich Fragen nach dem Management, der Finanzierung, dem Aufbau der Organisation oder nach der Steuerung der Netzwerkmitglieder. Als Instrument sollen u. a. Fragebögen und Interviews mit Blumenhändlern genutzt werden.

Bearbeitung

Das Seminar wird sowohl als Bachelor- als auch Masterseminar angeboten. Dadurch ist es u. a. möglich, ein Thema doppelt zu vergeben, vorausgesetzt es wird sowohl von einem Bachelor- als auch Masterstudenten bearbeitet. Von Masterstudierenden wird ein höherer wissenschaftlicher Anspruch erwartet.
Zur Erlangung des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer Seminararbeit (ca. 20 Seiten) sowie einer Präsentation (15 Minuten) mit anschließender Diskussion (5 Minuten) notwendig.

Meilensteine


Vergabe der Themen:
16. Juli 2014, 18.00 Uhr in der Heho 18, Raum E.60

Zwischenpräsentation:  Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Endpräsentation: Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Abgabe der Seminararbeit: Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Ablauf und Anforderungen

• Interesse am Themenfeld und Bereitschaft sich in dieses einzuarbeiten
• analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
• selbständige, zielorientierte und systematische Arbeitsweise

Weitere Informationen siehe Webpage www.uni-ulm.de/mawi/itop.html