Gestaltung und Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken

Überblick

Unternehmen können ohne Kooperationen nicht mehr erfolgreich am Markt agieren. Viele betriebswirtschaftliche Vorlesungen konzentrieren sich jedoch auf das einzelne Unternehmen als Betrachtungsobjekt. Beinahe jedes Unternehmen ist allerdings Teil eines Wertschöpfungsnetzwerks. Beispiele für solche Netzwerke sind komplexe Supply Chains, Vertriebskooperation oder F & E-Netzwerke.

In Zukunft wird der Wettbewerb nicht mehr zwischen Unternehmen, sondern vielmehr zwischen Wertschöpfungsnetzwerken stattfinden. Für Studierende wirtschaftswissenschaftlicher Fächer ist es daher notwendig, zu verstehen, wie Wertschöpfungsnetzwerke erfolgreich aufgebaut und gesteuert werden.

Diesen Themenkomplex deckt die Vorlesung „Gestaltung und Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken“ ab. Die wesentliche Funktionen eines Netzwerkmanagements (Selektion, Regulation, Allokation, Evaluation) sowie die zugehörigen Instrumente werden erörtert und eingeübt. Fallstudien und Beispiele stellen dabei den engen Bezug zur Praxis sicher.

Lernziele

Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben,

  • kennen die unterschiedlichen Formen von Wertschöpfungsnetzwerken (Supply Chains, Vertriebsnetzwerke etc.),
  • können wesentliche Instrumente und Konzepte zum Aufbau und zur Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken beurteilen und anwenden,
  • können Instrumente zur Auswahl von Partnern in Wertschöpfungsnetzwerken beurteilen und anwenden,
  • sind in der Lage Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartnern (Planungs- und Kontrollsysteme, Anreize etc.) zu erarbeiten und zu implementieren,
  • beherrschen Instrumente zur effizienten Verteilung der Aufgaben in Netzwerken und die Steuerung der zugehörigen Prozesse (SCOR-Prozessmodell etc.),
  • sind vertraut mit Instrumenten zur Bewertung der Leistung der Partner, der Prozesse und des Netzwerks als Ganzes. 

Inhalt

In diesem Modul werden folgende fachliche Inhalte vermittelt: 

  • Typologie von Wertschöpfungsnetzwerken
  • Theoretische Grundlagen zur Analyse von Wertschöpfungsnetzwerken
  •  Managementfunktionen zur Gestaltung und Steuerung von Netzwerken (Selektion, Regulation, Allokation, Evaluation)
  •  Instrumente und Konzepte der Selektion (Selektionskriterien, Selektionsprozess)
  • Instrumente und Konzepte der Regulation (Planungs- und Kontrollsysteme, Anreize etc.)
  • Instrumente und Konzepte der Allokation (Modelle interorganisationaler Prozesse, Nutzung gemeinsamer Ressourcen)
  • Instrumente und Konzepte der Evaluation (Evaluationskriterien und Evaluationsprozesse)
  • Die erlernten Instrumente und Konzepte werden im Rahmen der Übungen anhand von Fallstudien eingeübt.

Literatur

  • Eßig, M/Hofmann, E./Stölzle, W. (2013), Supply Chain Management, 1.Auflage, München.
  • Harvard Business Review (2006), Harvard Business Review on Supply Chain Management.
  • Hess, T. (2002), Netzwerkcontrolling: Instrumente und ihre Werkzeugunterstützung, 1. Auflage, Wiesbaden.
  • Otto, A. (2002), Management und Controlling von supply chains, 1.Auflage, Wiesbaden.
  • Stölzle, W. (Hrsg.) (2003), Supply Chain Controlling in Theorie und Praxis: aktuelle Konzepte und Unternehmensbeispiele, 1.Auflage, Wiesbaden.
  • Sydow, J. (1992), Strategische Netzwerke: Evolution und Organisation, 1. Auflage Wiesbaden.
  • Sydow, J./Möllering, G. (2009), Produktion in Netzwerken: make, buy & cooperate, 2.Auflage, München.
  • Sydow, J. (Hrsg.) (2010), Management von Netzwerkorganisationen – Beiträge aus der „Managementforschung“, 5. Auflage, Wiesbaden.
  • Weber, J./Wallenburg, C. M. (2000), Logistik und Supply Chain Controlling, 6. Auflage, Stuttgart.
  • Wohlgemuth, O. (2002), Management netzwerkartiger Kooperationen. Instrumente für die unternehmensübergreifende Steuerung, 1. Auflage, Wiesbaden.
  • Zentes, J. (Hrsg.) (2005), Kooperationen, Allianzen und Netzwerke: Grundlagen, Ansätze, Perspektiven, 2. Auflage, Wiesbaden.

 Literatur ist verfügbar im Semesterapparat von Prof. Dr. Mischa Seiter. 

Materialien

Sie finden Materialien, wie Skript oder Übungsblätter, auf der Lernplattform Moodle.

Modulverantwortlicher

Prof. Dr. Mischa Seiter

Übungsleiter

Thomas Mahnke, M.Sc.

Zeit und Ort

Di., 10-12 Uhr in Raum H12

Di., 12-14 Uhr in Raum H12

 

Nachklausur: Di., 4.4.2017, 10-12 Uhr in H12

Modulbeschreibung

Detaillierte Modulbeschreibung siehe Modulhandbuch!

Alle Angaben ohne Gewähr, es gelten ausschließlich die Angaben des Modulhandbuchs!

Einordnung des Moduls

M.Sc. Wirtschaftswissenschaften, M.Sc Wirtschaftsmathematik, M.Sc. Wirtschaftschemie, M.Sc. Wirtschaftsphysik und Studiengänge mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften

Leistungsnachweis und Note

Die Vergabe von Leistungspunkten setzt das Bestehen einer schriftlichen Prüfung voraus. Die Modulnote ergibt sich aus dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung.