Seminar Supply Chain Management (Master)

SeminartitelSeminar Supply Chain Management (Master)

Dauer

Ein Semester (WS 2016/2017)

LeitungProf. Dr. Mischa Seiter
Oliver Treusch, Lukas Stoffel
Inhalte

Im Rahmen der Arbeit sollen Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen aus dem Bereich Supply Chain Management entwickelt werden.

AnmerkungenSofern nicht anders vermerkt, wird jedes Thema nur einmal vergeben.
Themen

Thema 1: Informationsaustausch in Supply Chains auf Basis von IT-Systemen

Im Rahmen der (unternehmensübergreifenden) Kommunikation kommt den in den Unternehmen eingesetzten IT-Systemen eine Schlüsselrolle zu. Durch den steigenden Komplexitätsgrad heutiger Supply Chains ist eine leistungsstarke Informationstechnologie zur effizienten Koordination der Kommunikation essenziell. Ziel der Arbeit ist es, Technologien und IT-Systeme darzustellen, mit denen der Informationsaustausch in Supply Chains vereinfacht werden kann.

Thema 2: Operative Kontrolle von Netzwerken mithilfe von Kennzahlen

Die Performance-Messung eines Netzwerkes kann auf Basis verschiedener Zieldimensionen durchgeführt werden. Diese umfassen neben den „Kosten“ (kostenbezogene Kennzahlen) die Dimensionen „Zeit“ und „Qualität“ (leistungsbezogene Kennzahlen). Ziel der Arbeit ist es, Kennzahlen zur Performance-Messung eines Netzwerkes zu beschreiben und zu einem Kennzahlensystem zu verbinden. Es wird dabei in leistungsbezogene sowie kostenbezogene Kennzahlen unterschieden.

Dieses Thema kann doppelt vergeben werden.

Thema 3: Prognosemodelle im Supply Chain Planning

Supply Chain Planning umfasst alle strategischen und operativen Planungsaufgaben zur Optimierung der Prozesse eines oder mehrerer Unternehmen in einer Supply Chain. Hierbei wird mit Prognosemodellen gearbeitet. Prognosemodelle bestimmen die Konsequenzen, falls bestimmte, in den Modellen vorgegebene Annahmen zutreffen. Hierzu zählen beispielsweise Order Promising, Demand Planning oder Network Planning. Ziel der Arbeit ist es, eines der Prognosemodelle im Detail zu beschreiben und anhand eines Beispiels zu veranschaulichen.

Dieses Thema kann dreimal vergeben werden.

Thema 4: “Shuttle oder RBG?“: Analyse von intralogistischen Lagersystemen

In einem ersten Schritt sollte ein kurzer Überblick über relevante Begriffe wie „Intralogistik“, „Lagerautomation“, „Shuttle-System“ und „Regalbediengerät“ gegeben werden. Darauf aufbauend werden betriebswirtschaftliche Kriterien herausgearbeitet, anhand derer sich Shuttle-Systeme und Regalbediengeräte vergleichen lassen.

Die erarbeiteten Kriterien werden dann im Rahmen eines Expertengesprächs einem geeigneten Unternehmensvertreter präsentiert und gegebenenfalls angepasst.

Abschließend soll dann ein Selbstbewertungsfragebogen erstellt werden, mit dem ein Unternehmen eine erste Aussage darüber treffen kann, ob sich der Einsatz eines Shuttle- oder der eines RBG-Systems für seine individuelle Situation besser eignet.

Literaturempfehlungen:

Siegel, A., Schulz, R., Turek, K., Schmidt, T., Zadek, H. (2013): Modellierung des Energiebedarfs von Regalbediengeräten und verschiedener Lagerbetriebsstrategien zur Reduzierung des Energiebedarfs, Logistics Journal: Proceedings.

Marchet, G., Melacini, M., Perotti, S., Tappia, E. (2012): Analytical model to estimate performances of autonomous vehicle storage and retrieval systems for product totes, International Journal of Production Research, Vol. 50, No. 24, 7134–7148.

Thema 5: "Problemfeld Maverick Buying": Lösungsansätze vor dem Hintergrund der Beschaffungsstrategie

In einem ersten Schritt sollte ein strukturierter Überblick über das Thema „Maverick Buying“ sowie damit verbunden über Hintergründe, Einflussfaktoren und Kennzahlen aus der Literatur gegeben werden.

Darauf aufbauend sollen dann die bestehenden Problemfelder aufgezeigt werden, die sich in Bezug auf die Beschaffung bzw. das Unternehmen insgesamt ergeben.

Aufbauend darauf werden dann Anforderungen hergeleitet, die ein Unternehmen erfüllen muss, um die aufgezeigten Problemfelder abdecken zu können. Diese werden dann anschließend in einen Anforderungskatalog überführt.

Die Herleitung der Anforderungen erfolgt dabei einerseits aus der Literatur sowie auf Basis eines Interviews mit einem neutralen Experten (z. B. der BVL).

Literaturempfehlung:

Karjalainen, K., Kemppainen, K., van Raaij, E.-M. (2009): Non-Compliant Work Behaviour in Purchasing: An Exploration of Reasons Behind Maverick Buying, Journal of Business Ethics 85:245 -261.

Thema 6: “Wie smart wird die Supply Chain?”: Untersuchung der Supply Chain auf mögliche Ansatzpunkte im Rahmen von Industrie 4.0

In einem ersten Schritt sollte eine kurze Definition relevanter Begriffe sowie eine Einordnung des Supply Chain Managements in den „Industrie 4.0“-Kontext erfolgen. Darauf aufbauend sollen dann relevante Artikel aus Fachzeitschriften auf die Frage hin untersucht werden, wo sich in der Supply Chain die Möglichkeit für den Einsatz „smarter“ Instrumente/Systeme bietet.

Anschließend sollten geeignete Kriterien ermittelt werden, anhand derer sich die identifizierten Instrumente vergleichen lassen. Abschließend erfolgt dann die Überführung dieses Vergleichs in eine detaillierte Literaturtabelle (Umfang: maximal eine Seite).

Literaturempfehlung:

Alan Smart, (2008),"eBusiness and supply chain integration", Journal of Enterprise Information Management, Vol. 21 Iss 3 pp. 227 - 246.

Thema 7: “Supply Chain Management in der urbanen Produktion”: Untersuchung von Herausforderungen und Konzeption eines Anforderungskatalogs

In einem ersten Schritt sollte eine kurze Definition relevanter Begriffe (Urban Production, Smart City, etc.) und Trends erfolgen.

Darauf aufbauend sollen dann relevante Artikel aus Fachzeitschriften auf die Frage hin untersucht werden, welche Anforderungen sich an die Gestaltung des Supply Chain Managements vor dem Hintergrund der urbanen Produktion bieten. Diese Anforderungen werden dann abschließend in einen Anforderungskatalog überführt, der sich an produzierende Unternehmen richtet.

Literaturempfehlung:

Müller-Seitz, G, Seiter, M., Wenz, P. (2016): Was ist eine Smart-City?,

Springer.

 

BearbeitungZur Erlangung des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer Seminararbeit (ca. 20 Seiten) sowie einer Präsentation (15 Minuten) mit anschließender Diskussion (5 Minuten) notwendig.

Meilensteine

Vergabe der Themen: 06. Juli 2016, 18 Uhr im H8

Zwischenpräsentation: Zeitpunkt und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Abgabeder Seminararbeiten: Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Endpräsentation: Zeitpunkt und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.