Aktuarprüfungen in Ulm

 

Diese Zusatzausbildung wird von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) geregelt. Die Mitgliedschaft in dieser Organisation, die zur Führung des Titels „Aktuar (DAV)“ berechtigt, setzt Prüfungen in den folgenden Gebieten voraus (Grundwissen), und zwar in:

  • Versicherungsmathematik (umfasst Lebens-, Pensions-, Kranken- und Schadenversicherungsmathematik)
  • Wirtschaftliches und rechtliches Umfeld
  • Angewandte Stochastik
  • Finanzmathematik und Risikobewertung
  • Modellierung und Enterprise Risk Management
  • Unternehmenssteuerung

Außerdem werden Grundkenntnisse in Maßtheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik sowie Pflicht-Seminare in Professionalität und Kommunikation verlangt und zusätzlich müssen (nach mindestens dreijähriger Berufspraxis) vier Vertiefungsprüfungen (Spezialisierung) abgelegt werden.

(siehe auch hier)

Für die Prüfungen (mit Ausnahme der Vertiefungsprüfung) können Prüfungsleistungen der Universität Ulm anerkannt werden. Dies setzt voraus, dass die entsprechenden Vorlesungen (erfolgreich) absolviert und die angebotenen Klausuren bestanden werden.

Um die erforderlichen Grundkenntnisse in Maßtheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik gegenüber der DAV nachzuweisen, stellt die Universität eine entsprechende Bescheinigung aus (Zuständig hierfür ist Frau Muranyi). Hierfür müssen Nachweise über das Bestehen der Vorlesungen "Maßtheorie", "Elementare Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik" und "Stochastik I" vorgelegt werden.

Den Studierenden, die diesen Berufsweg später einschlagen wollen (z. B. bei Versicherungen, Bausparkassen, Unternehmensberatungen oder Wirtschaftsprüfern), bietet dies den Vorteil, dass sie im Rahmen ihres normalen Studiums (und nicht erst berufsbegleitend) die entsprechenden DAV-Prüfungen ablegen können - ein wichtiger Pluspunkt beim späteren Berufseinstieg.

Die Klausuren werden in Zusammenhang mit den jeweiligen Vorlesungen angeboten. Ihr Inhalt richtet sich nach den Prüfungsanforderungen der DAV.