URMEL-ICE ist eine clusterrandomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit dem Ziel die Prävalenz von Übergewicht bei Kindern im Grundschulalter zu reduzieren. Hierzu wurden 32 Grundschulen mit 64 Klassen und insgesamt 1120 Erstklässler in Ulm, Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis rekrutiert. Die Basiserhebung fand 2006 statt. Erfasst wurden unter anderem anthropometrische Maße, Herz-Kreislauf-Parameter, sportmotorische Fähigkeiten, Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Kinder und Eltern, sowie eine Reihe von psychologischen Faktoren. Im zweiten Schuljahr wurden 32 Klassen schulweise zufällig der Interventionsgruppe zugeteilt. Die anderen 32 Klassen dienten als Kontrollgruppe. Die Intervention basierte auf der Mitarbeit der Klassenlehrer in den Grundschulklassen. In Fortbildungsveranstaltungen wurden die Lehrer entsprechend geschult. Ziel der Intervention war zum einen die Bewegung der Kinder während des Unterrichts zu verbessern. Dazu wurden verschiedene Bewegungsübungen mit einer Dauer von 5-7 Minuten zusammengestellt, von denen jeweils 2 pro Tag vom Lehrer durchgeführt wurden. Zum anderen sollte durch 29 definierte Unterrichtseinheiten, die sich in den aktuellen Lehrplan integrierten, eine aktive Freizeitgestaltung und eine Reduktion zuckerhaltiger Getränke erreicht werden. Zusätzlich gab es so genannte Familien-Hausaufgaben, die das Kind gemeinsam mit den Eltern bearbeiten sollte, um auch das familiäre Umfeld in die Intervention mit einzubeziehen. In der 3. Klassen im Jahr 2007 fanden schließlich die Folgeuntersuchungen statt, um den Effekt der Intervention zu messen. Nach Abschluss der Folgeuntersuchung erhielten auch die Klassen der Kontrollgruppe die Interventionsmaterialien.
|