Forschung in der Medizinischen Soziologie

 

Die Medizinische Soziologie beschäftigt sich mit dem Einfluss und Erklärung von individuellem (mikrosoziologisch) und gesellschaftlichem (makrosoziologischem) Handeln auf Gesundheit. Die Analyse von sozialen Beziehungsmustern, Berufsgruppen und organisatorischen Strukturen ist für das Verständnis für die Entwicklung von Krankheiten (Pathogenese) sowie deren Verhütung (Salutogenese) unverzichtbarer Bestandteil.

Zu den wichtigsten Beiträgen der Medizinischen Soziologie in letzter Zeit gehört die Untersuchung des Zusammenhangs von sozialer Schicht und sozialer Benachteiligung auf Gesundheit sowie die Bedeutung der Stressbelastung bei der Arbeit für die Entstehung von chronischen Erkrankungen. Mit der Entwicklung theoretischer Modelle konnte ein wichtiger Beitrag zum Verständnis des Einflusses von psychosozialen Belastungen bei der Arbeit bei der Krankheitsentstehung geleistet werden (Anforderungs-Kontroll-Modell, Modell der beruflichen Gratifikationskrisen).