
lidA-Studie
Projektteam am Institut:
Prof. Dr. Richard Peter,
Dr. Jean-Baptist du Prel, MPH,
Dr. Ralf Neuner,
Stefanie Braig, M.A.,
Gaurav Berry, Dipl.-Dok, FH
Die lidA-Studie
Auf Grund des demographischen Wandels wird das Arbeitsleben in Industriegesellschaften, wie Deutschland, in Zukunft durch eine zunehmend ältere Arbeitnehmerschaft gekennzeichnet sein. Die älteren Arbeitnehmer von morgen werden sich zudem einer höheren Arbeitsbelastung, zunehmenden technischen Innovationen und einem sich schnell verändernden Arbeitsumfeld (interpersonell, organisatorisch und international) gegenübergestellt sehen. Daher wird die Frage wie man gesund und hoch motiviert am Arbeitsplatz älter werden kann zunehmend bedeutsamer, um eine ausreichende Arbeitskraft und einen hohen Lebensstandard sicherzustellen.
Ziel der lidA (leben in der Arbeit)-Studie ist die Untersuchung der Langzeiteffekte von Arbeit auf die Gesundheit einer alternden Arbeitsbevölkerung. Es ist geplant bundesweit im Rahmen einer Kohortenstudie 6600 Arbeitnehmer in zwei Altersgruppen über voraussichtlich 12 Jahre zu untersuchen. Die Studie wird in einem interdisziplinären Projektkonsortium aus fünf deutschen Institutionen in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin als assoziiertem Projektpartner durchgeführt. Die Wissenschaftler der lidA-Studie werden durch wissenschaftliche Berater aus Schweden und Dänemark sowie ein internationales Reviewboard unterstützt. In einer computergestützten Befragung, welche die Themen Arbeit, Arbeitsanamnese und individuelle Faktoren umfasst sowie Gesundheitsdaten instrumentell und mittels Erhebungsinstrument misst, werden Veränderungen der Arbeitssituation und des Gesundheitsstatus der Arbeitnehmer über die Zeit untersucht. Die individuell erhobenen Merkmalsausprägungen werden mit Sozialversicherungs- und Krankenkassendaten zu Zwecke der Vervollständigung, Validierung und Analyse verbunden.
Beitrag des Instituts
Das Institut für Epidemiologie an der Universität Ulm zeichnet für die methodisch-statistische Aspekte des Projektes einschließlich der Fallzahlplanung, der Entwicklung des Analyseprotokolls und der Datenanalyse (z.B. Mehrebenenanalyse) verantwortlich. Inhaltliche Forschungsschwerpunkte des Institutes sind die Themenkomplexe "Berufliche Stressbelastung", "Motivation/Coping", "Soziale Netzwerke/soziale Unterstützung" und "Operationalisierung sozialer Ungleichheit". Zusätzlich sind wir an anderen Projektaktivitäten, wie an der Entwicklung des Studienprotokolls, des Operationshandbuches und des Fragebogens entsprechend unseren Forschungsschwerpunkten, beteiligt
Förderzeitraum
04/2009-03/2015
Kooperationspartner
Prof. Dr. Bernd Hans Müller, Dipl.-Psych. Melanie Ebener, Dipl.-Psych. Martin Willner, Dipl.-Psych. Mario Iskenius
Bergische Universität Wuppertal:
Verantwortlich für
• Projektkoordination
• Studienmanagement
Dipl.-Sozw. Angela Rauch, Silke Tophoven, Anita Tisch, Dipl.-Soz. Stefan Bender, Dr. Mark Trappmann,
Dr. Markus Promberger
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg:
Verantwortlich für
• Befragungsmethodik
• Zufällige Ziehung der Teilnehmer
• Datenmanagement (CAPI, Registrierung)
• Qualitätssicherung
Dr. Enno Swart, Dipl.-Gesundheitswirtin Stefanie March, M.A.
Institut für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie (ISMHE), Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke
Universität Magdeburg
Verantwortlich für
• Datenmanagement der Krankenversicherungsdaten
• Datenanalyse der Krankenversicherungsdaten
• Qualitätssicherung Krankenversicherungsdaten
Dr. Helmut Schröder, Dr. Jacob Steinwede, Anne Kersting
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH, Bonn:
Verantwortlich für
• CAPI-Datenerfassung
• CAPI-Qualitätssicherung
Assoziierte Projektpartner
Prof. Dr. Hans Martin Hasselhorn, Dr. Uwe Rose, Dr. Hermann Burr
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA), Berlin
Wissenschaftliche Berater
Prof. Dr. Tage Kristensen
Nationales Forschungszentrum für das Arbeitsumfeld, Kopenhagen:
- Beratung in Fragen zu psychosozialen Faktoren und zur Messung der Stressbelastung am Arbeitsplatz
Prof. Dr. Töres Theorell
Institut für Stressforschung, Universität Stockholm:
- Beratung zu Arbeitsbelastung und Gesundheit in einer sich verändernden Arbeitswelt
Förderer
BMBF
