Institut für Physiologische Chemie
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Prof. Dr. C. Brunner und ihre Arbeitsgruppe
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Cornelia Brunner besteht zur Zeit aus 6 Mitarbeitern. Wenn Sie Interesse an unserem Forschungsgebiet haben, können Sie uns jederzeit formlos
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Forschungsgebiet
Wir beschäftigen uns vor allem mit der Signaltransduktion in Zellen des Immunsystems.
B und T Lymphozyten sind unerlässlich für eine effiziente Abwehr gegen pathogene Organismen. Der transkriptionelle Co-Aktivator BOB.1/OBF.1 wurde zunächst in B Zellen identifiziert und später auch in aktivierten T Zellen. Die erheblichen Defekte in B- und T-Zellen BOB.1/OBF.1-defizienter Mäuse, die letztendlich zu einer Immundefizienz führen, weisen darauf hin, dass BOB.1/OBF.1 für die Regulation bestimmter Zielgene verantwortlich ist, die für die Reifung und Funktion von B- und T-Zellen wichtig sind. Deshalb untersuchen wir zum einen, wie die Expression von BOB.1/OBF.1 selbst in B- versus T-Zellen reguliert wird, und zum anderen, die Rolle von BOB.1/OBF.1 für die Entwicklung und Funktion von B- und T-Lymphozyten. Wir wollen BOB.1/OBF.1-Zielgene identifizieren um besser zu verstehen, wie deren Aktivität sich während der Lymphozyten-Entwicklung – und Aktivierung ändert und wie eine Fehlregulation dieser Gene zu Manifestationen einer Immundefizienz führt.
Ein zweites Projekt beschäftigt sich mit der Funktion der Bruton’schen Tyrosin-Kinase (BTK) in B-Zellen und in Zellen der myeloiden Linie. Mutationen im genomischen Lokus der BTK verursachen beim Menschen die X-chromosomal gekoppelte Agammaglobulinämie (XLA), die durch einen schweren B-Zell-Defekt verbunden mit einer Agammaglubulinämie und damit durch eine hohe Anfälligkeit gegenüber rezidivierenden bakteriellen Infektionen gekennzeichnet ist. Eine großangelegte Studie zeigte, dass nur 43% der XLA-Patienten 18 Jahre alt oder älter sind (Winkelstein et al., 2006). In der Maus führt das Fehlen einer intakten Btk zur X-chromosomal gekoppelten Immundefizienz (Xid), einem der XLA ähnlichen Phänotyp. Periphere B-Zellen sind in ihrer Anzahl stark reduziert, unreif und funktionell eingeschränkt, was zur ineffizienten Immunglobulin-Produktion führt. BTK ist jedoch nicht nur in B-Zellen, sondern auch in Zellen der myeloiden Linie exprimiert. Die Bedeutung von BTK für die Funktion von myeloiden Zellen von XLA-Patienten wird jedoch kontrovers diskutiert. Wir konnten kürzlich einen schweren Entwicklungs- und Funktionsdefekt in neutrophilen Granulozyten Btk-defizenter Mäuse zeigen (Fiedler et al., 2011). Unsere derzeitigen Untersuchungen sind deshalb darauf gerichtet, die Rolle von BTK für die Funktion myeloider Zellen besser verstehen zu lernen. Die Ergebnisse dieser Studien sollen unser Wissen über die Bedeutung von Btk in myeloiden Zellen von Maus und Mensch erweitern, was möglicherweise unser Verständnis zur Pathogenese von XLA bzw. Therapieansätze zur Behandlung von XLA-Patienten verändert. Über die Funktion von BTK für die angeborene und erworbene Immunität können Sie mehr
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Mitarbeiter
| Telefon +49-731-500- | ||
| Prof. Dr. Cornelia Brunner | 33 846 | |
| Dr. Katja Fiedler | 33 837 | |
| Michael Gerisch | 33837 | |
| Lena Siebert | 23 262 | |
| Melanie Kielzheimer | 23 262 | |
| Petra Weihrich | 23 262 |
offene Stellen
Es besteht für Studierende der Fächer Medizin, Molekulare Medizin, Biologie und Biochemie jederzeit die Möglichkeit, ein Praktikum in unserer Arbeitsgruppe zu absolvieren. Es erwarten Sie interessante Forschungsschwerpunkte und eine gewissenhafte Betreuung. Durch ein breites bei uns etabliertes Methodenspektrum können Sie eine Vielzahl von Techniken erlernen, um verschiedene Zelltypen des Immunsystems zu untersuchen. Studierende der Medizin können sich jederzeit bei uns um einen Platz zur Anfertigung einer Doktorarbeit bewerben. Wir erwarten großes Engagement und Interesse für immunologische / molekularbiologische Fragestellungen. Bewerbungen per e-mail können Sie an folgende Adresse richten:
cornelia.brunner
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