Huntington-Krankheit und choreatische Bewegungsstörungen

Die Huntington-Krankheit (Chorea Huntington) ist eine vererbbare, degenerative Funktionsstörung des Gehirns mit neurologischen und psychiatrischen Symptomen. Sie kann von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, wenn ein ganz bestimmtes Gen (Erbanlage) vererbt wird. Unter dem namengebenden Begriff "Chorea" versteht man unregelmäßige und abrupt auftretende Bewegungen, die nicht der willkürlichen Kontrolle unterliegen.

Andere choreatische Bewegungsstörungen

Nicht jede Chorea bedeutet automatisch, dass die Huntington-Krankheit vorliegt. Es gibt auch andere, zum Teil ebenfalls vererbbare Krankheiten, die mit einer choreatischen Bewegungsstörung einhergehen können.

Dazu gehören:

  • Neuroakanthozytosen
  • Bestimmte Ataxien (SCA17, SCA1-3, Friedreich-Ataxie)
  • Die Dentato-Rubro-Pallido-Lysianische Atrophie (DRPLA)
  • Huntington’s disease-like disorders (HDL-1, HDL-2)
  • Neurodegeneration mit Eisenablagerung im Gehirn (NBIA, PKAN)

Ansprechpartner

Prof. Dr. G.B. Landwehrmeyer

Prof. Dr. G.B. Landwehrmeyer
Prof. Dr. G.B. Landwehrmeyer

Abteilung Neurologie
Universitätsklinik Ulm
Oberer Eselsberg 45/1
89081 Ulm