Stammzellen und regenerative Medizin

Modulgruppe: Biotechnologie, Biopharmazeutische Wissenschaften und Arzneimittelentwicklung

Das Modul „Stammzellen und regenerative Medizin“ soll den Studierenden allgemeine Grundlagen zu Stammzellen, Stammzellnischen und Stammzellkulturen, Tumorstammzellen, Stammzellalterung, Signaltransduktion sowie Stammzelltherapien vermitteln und wird zum WS 2017/2018 angeboten.

Seminarwochenende:
  • 02. - 04. Februar 2018, Berghof Luis, Rettenberg, Allgäu
Praktikumswoche:
  • 05. - 09. Februar 2018


Leitung:
Prof. Dr. Uwe Knippschild, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsklinikum Ulm

Teilnahmeentgelt: 1.350 Euro (inkl. der Kosten für den Aufenthalt und die Verpflegung in der Berghütte)

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch finden Sie hier, eine Beschreibung des Moduls hier.

Inhalte des Moduls

In diesem Modul werden folgende fachliche Inhalte vermittelt (insgesamt 6 Leistungspunkte):

Vorlesung (1 SWS):

  1. Eigenschaften von Stammzellen
  2. Stammzellnischen und Stammzellkultur
  3. Leberstammzellen und Tumorstammzellen
  4. Molekulare Mechanismen der Stammzellalterung
  5. Signaltransduktion und Stammzellen
  6. „Small molecule“ Inhibitoren (HDAC- und Kinaseinhibitoren)
  7. Stammzelltherapie

Seminar (1 SWS): Seminarwochenende in Rettenberg

  1. Erstellen einer schriftlichen Seminararbeit über ein Stammzell-relevantes Thema
  2. Powerpointpräsentation der Seminararbeit (während der Wochenendexkursion)

Praktikum (ganztägig 1 Woche, 2 SWS)

  1. Isolierung und Charakterisierung von hämatopoetischen Stammzellen
  2. Analyse von Signaltransduktionswegen
  3. Bestimmung der Expression und Aktivität verschiedener Kinasen
  4. Charakterisierung von potentiellen Kinaseinhibitoren (IC50 Bestimmungen)
  5. Nachweis der Expression von Tumorsuppressoren und Stammzellmarkern (Western-Blot-Analysen, Immunfluoreszenzanalysen, Immunhistochemie, quantitative Realtime PCR)
  6. Aufreinigung von rekombinanten Proteinen

Lernziele

Fachkompetenz:

  • Studierende kennen und verstehen die gesetzlichen Regelungen für Stammzellforschung
  • Studierende verstehen die Physiologie von Stammzellen
  • Studierende verstehen Signalnetzwerke und können Zellzyklusregulation in Stammzellen analysieren
  • Studierende verstehen Stammzelltherapiekonzepte und können diese anwenden

Methodenkompetenz:

Studierende können folgende Techniken anwenden und beurteilen:

  • Tierexperimentelle Arbeiten
    Isolierung und Charakterisierung hämatopoetischer Stammzellen aus der Maus mit Hilfe chromatographischer Techniken
  • Proteinchemische Techniken
    (SDS-PAGE, Western BLot, Kinaseassays, Enzymkinetik, IC50 Bestimmungen von Kinaseinhibitoren, Aufreinigung GST-Fusionsproteinen
  • Zellbiologische Techniken
    Zellviabilitätsbestimmungen (MTT Assays), Differenzierung von Stammzellen, Iummunfluoreszenzanalysen
  • Molekularbiologische Techniken
    RNA Isolierung, cDNA Synthese, PCR, qRT-PCR
  • Immunhistologische Techniken
    - HE-Färbungen
    - IHC-Färbungen

Selbst- und Sozialkompetenz:

  • Studierende kennen die üblichen Verfahren und Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens in der Stammzellforschung und können diese anwenden
  • Studierende können selbstständig wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Stammzellforschung verfassen
  • Studierende können komplexe Aufgaben in Teams gemeinsam lösen und strukturiert bearbeiten

Lernsetting

Der Inhalt wird in Skript und teilweise Skript-begleitenden Vorlesungseinheiten vermittelt, woraufhin die Studierenden nach Beendigung des Moduls in der Lage sein sollen, die gesetzlichen Regelungen für Stammzellforschung zu kennen, die Physiologie von Stammzellen zu verstehen, Kenntnisse über Signalnetzwerke und Zellzyklusregulation in Stammzellen zu besitzen und Stammzelltherapiekonzepte zu kennen. Darüber hinaus wird während einer selbstständig durchgeführten Seminararbeit das Wissen in einem ausgewählten Thema aus dem Gebiet der Stammzellforschung und Regeneration vertieft, welches während einer Wochenendexkursion den Mitstudierenden präsentiert wird. Im Rahmen eines einwöchigen Laborpraktikums sollen Stammzellbezogene Techniken erlernt werden, welche tierexperimentelle Arbeiten, zellbiologische, proteinchemische, molekularbiologische sowie immunhistochemische Techniken umfassen.

Leseprobe des Studienbriefs

Leseprobe des Studienbriefs

Technische Voraussetzungen für die E-Learning-Lerneinheiten

Mindestens erforderlich sind:

  • Ein auf Windows 7 oder neuer, Linux oder OS X 10.9 basierender Desktop-Rechner oder Notebook, alternativ: Aktuelles Smart-Phone oder Tablet auf Basis von Android oder iOS
  • Aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Internet Explorer (11 oder neuer), Android Browser, iOS Safari
  • Internet-Zugang via xDSL, Cable, LTE oder besser mit mindestens 1 Mbit/s in Downstream- und 128 kbit/s in Upstream-Richtung ("DSL 1000")

Empfohlen wird:

  • Ein auf Windows 7 oder neuer, Linux oder OS X 10.9 basierender Desktop-Rechner oder Notebook, alternativ: Aktuelles Smart-Phone oder Tablet auf Basis von Android oder iOS
  • Aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Internet Explorer 11 (oder neuer), Android Browser, iOS Safari
  • Internet-Zugang via xDSL, Cable, LTE oder besser mit mindestens 6 Mbit/s in Downstream- und 576 kbit/s in Upstream-Richtung ("DSL 6000")

Leistungsnachweise

Während des Semesters wird es zwei Präsenzveranstaltungen geben, aus deren Bewertung die Abschlussnote des Moduls hervorgeht und somit verpflichtend wahrzunehmen sind. Bei Krankheit ist den Modulverantwortlichen ein ärztliches Attest vorzulegen.

Bildung der Abschlussnote
Die Abschlussnote ergibt sich aus der Bewertung der schriftlichen Seminararbeit und dem zugehörigen Vortrag (50%) sowie dem Praktikumsprotokoll (50%).

Zertifizierung

Bei erfolgreichem Abschluss des Moduls erhalten Sie ein Zertifikat sowie ein Supplement, das die Inhalte des Moduls als Übersicht auflistet. Im Supplement bestätigt Ihnen der Modulverantwortliche das Äquivalent von 6 Leistungspunkten nach ECTS.

Dozenten

Prof. Dr. Uwe Knippschild
Dr. Joachim Bischof
Dr. Pengfei Xu
PD Dr. Markus Hönicka
PD Dr. Timo Burster
PD Dr. Cagatay Gunes