Informatik wirkt nachhaltig wie keine zweite Disziplin in alle Bereiche unseres täglichen Lebens hinein. Als wichtigster Innovationsmotor bestimmt sie wesentliche Entwicklungen und Prozesse in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Bildung, Verwaltung, Verkehr, Medizin und Ökologie. Informatik ist die Grundlagenwissenschaft der Informationsverarbeitung; sie ist zugleich aber auch Ingenieurdisziplin und virtuelle Experimentalwissenschaft.

Grundlagenwissenschaft

Informatik ist wie die Mathematik eine auf alle anderen Wissensgebiete ausstrahlende Grundlagen- und Formalwissenschaft. Dabei ist ihr Anliegen das „Realisierbare“: Formalismen und Begriffe, die der maschinellen Verarbeitung zugänglich sind. Dazu gehören Algorithmen, Programmiersprachen, Maschinenmodelle, Datenstrukturen, Komplexitätsmaße, Künstliche Intelligenz, Sicherheit, Korrektheit und Zuverlässigkeit.

Ingenieurwissenschaft

Die Ingenieurdisziplin Informatik befasst sich mit dem Entwurf, der Implementierung und dem Einsatz von Informatiksystemen – Systemen aus Software und/oder Hardware – für unterschiedlichste Anwendungen. Dabei  sind die Produkte der Informatik überwiegend immateriell, zum Beispiel Datenformate, Wissensrepräsentationen, Programme oder Softwarewerkzeuge. Aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht ist Informatik die Wissenschaft von der theoretischen Analyse und strukturierten Konzeption, der organisatorischen und technischen Gestaltung sowie der konkreten Realisierung von komplexen Systemen aus Soft- und Hardware, die miteinander, mit ihrer Umwelt und mit den Menschen, die sie benutzen, in Interaktion treten.

Experimentalwissenschaft

Informatik ermöglicht das Experimentieren im virtuellen Labor. Es beruht auf Modellierung und Simulation, der Formalisierung des Untersuchungsraums und dem Durchrechnen von Modellen. Hier lassen sich Szenarien durchspielen, die sich dem physischen Experiment verschließen: Landungen auf fremden Planeten, Schnitte durch lebende Wesen – zur Diagnose oder zur Vorbereitung von Operationen, Bevölkerungsentwicklungen unter verschiedenen Voraussetzungen, Auswirkungen von Katastrophen technischer oder natürlicher Art und vieles mehr. Aus Sicht einer Experimentalwissenschaft spielen die Bereiche Datenanalyse, Modellierungsmethodik, parallele Algorithmen, Höchstleistungsrechnen, Visualisierung, wissensbasierte Systeme und Bildverarbeitung eine Hauptrolle.

Die Disziplin Informatik

Im Zentrum der Informatik steht die Information. Ihre Wurzeln reichen weit in die Geschichte zurück. Die Erfindung der Schrift als symbolische Darstellung von Information, erste Algorithmen, Rechenwerkzeuge wie der Abakus und erste Rechenautomaten kennzeichnen frühe Meilensteine. In den letzten 40 Jahren hat kaum eine andere Wissenschaft unsere Welt so von Grund auf verändert wie die Informatik. Ursache hierfür ist das besonders intensive Zusammenspiel von neuartigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und technischen Möglichkeiten einerseits und Bedürfnissen am Markt, in der Wirtschaft und bei den Menschen andererseits. Die Informatik hat eine Fülle neuartiger Technologien hervor-gebracht aus denen sich ständig neue Einsatzmöglichkeiten entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist das Internet. Diese Technologie stellt für unzählige Anwendungen nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten bereit und hat mit all ihren Facetten eine Lawine von Innovationen ausgelöst.

Innovation für die Wissenschaft

Die Informatik spielt in anderen Wissenschaften zunächst häufig die Rolle einer Basistechnologie, mit der sich große Mengen von Informationen besser strukturieren, verarbeiten und aufbereiten lassen. Nahezu immer führt dieser Einsatz von Informatik jedoch zu neuen Modellbildungen, neuen Fragestellungen und neuen Erkenntnissen in den jeweiligen  Anwendungsgebieten. Dadurch haben sich inzwischen völlig neuartige Wissenschaftsbereiche wie Bio-, Geo-, Ingenieur-, Medien-, Medizin-, Rechts-, Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik entwickelt.

Wirtschaftsfaktor Informatik

Die Informatik bestimmt Entwicklungs- und Herstellungsprozesse und zunehmend auch die Funktionalität und Qualität von Produkten. Programmierbare, „eingebettete“ Prozessoren erlauben z.B. dramatische Funktionserweiterungen. Sie realisieren Sicherheits- und Komfortfunktionen im Auto oder erweitern den PDA, der zum Verwalten von Adressen, Telefonnummern und Terminen dient, zum Navigationssystem oder zur elektronischen Zeitung. Auf diese Weise beträgt der Informatikanteil an den Produkten oft über 50 Prozent. Dies gilt insbesondere für moderne Verkehrs-mittel, für medizinische Geräte sowie für Haushalts- und Kommunikationsgeräte.

Charakterisierung der Informatik

Die Informatik befasst sich mit allen Aspekten der Darstellung, Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Information. Ihr großer Facettenreichtum, ihre Interdisziplinarität und ihr enormes Innovationspotential machen sie zu einer universellen, hoch dynamischen und spannenden Disziplin.

Weiterführende Links und Downloads

Online-Portale zu Verwaltung von Vorlesungen und Übungen:

RubikonMoodleSLCCorona
Es ist geplant, die verschiedenen Online-Verwaltungs-Portale durch ein Einziges zu ersetzen.

Fachbereichsvertretung Informatik

Java API (Dokumentationen für Java)

Skriptedrucksystem (Online-Drucksystem für Vorlesungsskripte)

Studienplan klassische Informatik

Studienplan Medieninformatik

Stundenpläne

Offizielle Informationen zum Lehramtsstudiengang Informatik

Aktuelle Prüfungsordnung und Studienpläne

 

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