Portraitreihe: 50 Jahre Wissenschaftlerinnen an der UUlm

Frauen in Führungspostionen an der uulm - von damals bis heute - anlässlich des 50. Geburtstages der Universität hat das Gleichstellungsreferat eine Portraitreihe über Frauen in Führungspositionen erstellt.

Die Porträts zeugen von tatkräftigen mutigen engagierten Frauen, die sowohl inhaltlich als auch gesellschaftlich etwas beizutragen haben. Wir wünschen den Leserinnen und Lesern eine inspirierende Lektüre, die Lust macht auf mehr; mehr Wissenschaft, mehr Frauen, mehr universitas - Gemeinschaft.

Download der Portraitreihe als PDF (Achtung: Große Datei!)

Prof. Dr. phil. habil. Anke Huckauf

Seit 2009:
Professorin (W3) für Allgemeine Psychologie, Universität Ulm

2006:
Habilitation, Universität Erlangen-Nürnberg

2005:
Erfolgreiche Zwischenevaluation als Juniorprofessorin, Bauhaus-Universität Weimar

2003 - 2009:
Juniorprofessorin (W1) für Psychophysiologie und Wahrnehmung, Fakultät Medien,  Bauhaus-Universität Weimar

1999 - 2002:
Wissenschaftliche Assistentin (C1) am Lehrstuhl I für Allgemeine und  Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Dieter Heller) des Instituts für Psychologie,  Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen

1998 - 1999:
Lektorin, Stipendiatin der Robert Bosch-Stiftung; Kolleg zur Ausbildung von  Fremdsprachenlehrern der Universität Danzig, Polen

1996 - 1998:
Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl I für Allgemeine und Arbeitspsychologie  (Prof. Dr. Dieter Heller) des Instituts für Psychologie, RWTH Aachen

1996:
Promotion mit summa cum laude zum Dr. phil., RWTH Aachen

1992 - 1996:
Wissenschaftliche Angestellte in einem von der DFG geförderten Kooperationsprojekt des Instituts für Psychologie  der RWTH Aachen und des CNRS Marseille, Frankreich (Prof. Dr. Dieter Heller & Dr. Tatjana A. Nazir);  mehrwöchige Aufenthalte am CNRS Marseille, Frankreich

1986 - 1992:
Studium in Frankfurt, Mainz, Aachen, Abschluss: Diplom-Psychologin

Was sind für Sie die größten Glücksmomente?
Sonntagsbraten mit der Familie.

Worauf könnten Sie am ehesten verzichten?
Auf Steuerformulare.

Wollten Sie schon immer Professorin werden?
Nein: Erst wollte ich Hausfrau werden, dann Lehrerin, dann Chef.  Letztendlich hat ja alles geklappt :)

Woran forschen Sie momentan?
Wie und inwieweit sich unsere  Wahrnehmung verändert bei unterschiedlichen Befindlichkeiten.

Was sind für Sie die größten Glücksmomente im Beruf?
Ein tiefes gemeinsames Verständnis mit wildfremden Menschen  unterschiedlichster Natur und Kultur.

Warum haben Sie es im Vergleich zu anderen Frauen geschafft Professorin zu werden? Selbstkontrolle und, vor allem, ein großes Bedürfnis nach Autonomie, mit dem ich mich nicht gern auf andere verlasse.

Häufig haben Frauen in der Forschung keine Führungsposition inne. Hat dies damit zu tun, dass Mädchen immer noch eher zu Ballerina als zu Führungspersönlichkeiten erzogen werden?
Gäbe es eine klare Ursache für die Ungleichstellung von Männern und Frauen, dann hätten wir sie bestimmt bereits identifiziert und beseitigt. Aus pragmatischer Sicht fehlen Vorbilder. Meine männlichen Kollegen sind ja einerseits der Überzeugung, sie würden bereits anteilig Erziehungsarbeit übernehmen, und andererseits, dass ihre berufliche Position uneingeschränktes Reisen und freie Zeiteinteilung erfordert. Beides geht natürlich kaum.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Themen in der Gleichstellung?

Wie Macht und Geld bei Frauen attraktiv wirken können, und wie Machtverzicht bei Männern sexy wird.

Glauben Sie, dass Unterschiede zwischen den Geschlechtern mit der Zeit geringer werden?

Meine Hoffnung diesbezüglich betrifft die Menopause.

Wie viele Kolleginnen und Kollegen haben Sie in Ihrem Fach?

Etwa 70 % Kollegen, 30 % Kolleginnen.

Prof. Dr. phil. habil. Anke Huckauf

Professorin an der uulm seit 2009
Gleichstellungsbeauftragte seit 2013

Fachbereich: Psychologie
Abteilung: Allgemeine Psychologie

Geburtsdatum: 18. Januar 1967
Geburtsort:  Hüttental, heute: Siegen
Staatsangehörigkeit:  deutsch
Familienstand:  verheiratet, 2 Kinder