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Das Hochhebungsproblem in der algebraischen Geometrie

Dr. rer. nat. Louis Hugo Brewis
Dr. rer. nat. Louis Hugo Brewis

Die algebraische Geometrie beschäftigt sich mit geometrischen Gebilden, die als Lösungsmenge einer Polynomgleichung beschrieben werden. Ein einfaches und aus der Schule bekanntes Beispiel ist der Kreis, der durch die Gleichung x^2+y^2=1 beschrieben wird. Ein wichtiger Teilbereich beschäftigt sich mit der Geometrie solcher Objekte, die auf einem allgemeineren Zahlsystem definiert sind. Hier gilt eine von den üblichen Rechenregeln abweichende Arithmetik, das sogenannte "modulo-Rechnen". Obwohlt hier die räumliche Anschauung versagt, besitzt diese Theorie wichtige Anwendungen, z. B. in der Kodierungstheorie und der Kryptographie. In den letzten Jahrzehnten haben solche Betrachtungen auch für theoretischen Fragestellungen große Bedeutung erlangt, weil man schwierige zahlentheoretische Probleme damit erfolgreich lösen konnte.
In seiner Dissertation beschäftigt sich Herr Brewis  mit dem Übergang zwischen der klassischen Geometrie, in der die üblichen Rechenregeln gelten, und der Geometrie, die entsteht, wenn man eine fest gewählte Primzahl p "gleich Null" setzt. Konkret studiert er das sogenannte "Hochhebungsproblem". Hierbei fragt man sich, welche Objekte aus der modulo-p-Welt sich durch Vergleich mit ähnlichen Objekten aus der klassischen Welt verstehen lassen. Man sagt dann, dass sich so ein Objekt "hochheben lässt".

Herr Brewis entwickelt in seiner Dissertation einen völlig neuen Ansatz zum Hochhebungsproblem. Die von ihm definierten Invarianten liefern eine notwendige Bedingung zur Existenz einer Hochhebung. Mit Hilfe dieser Methode konnte er zeigen, dass eine bestimme Klasse von Objekten sich hochheben lässt. Hiermit wiederlegte er eine Vermutung der renomierten US-amerikanischen Mathematiker Chinburg, Guralnick und Harbater.
Die Ergebnisse von Herrn Brewis gehören zu den wichtigsten Neuerungen des Fachgebiets und wurden in zwei hochrangigen  Zeitschriften veröffentlicht.

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