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| Nobelpreis für Chemie 2010 |
| Der Nobelpreis für Chemie 2010 geht zu gleichen Teilen an den Amerikaner Richard F. Heck (Jahrgang 1931, University of Delaware, Newark, USA,) sowie die Japaner Ei-ichi Negishi (Jahrgang 1935, Purdue University, West Lafayette, USA) und Akira Suzuki (Jahrgang 1930, Hokkaido University in Sapporo, Japan) für die Palladium-katalysierte Kreuzkupplung in der organischen Synthese. |
| Diese effiziente Methode bietet viele Möglichkeiten, um Kohlenstoffatome zu komplexen Verbindungen zu verknüpfen, die unser tägliches Leben verbessern. Im vergangenen Jahr ging der Nobelpreis zu gleichen Teilen an Venkatraman Ramakrishan (Grossbritannien), Thomas A. Steitz (USA) und Ada E. Yonath (Israel) für ihre Studien zur Struktur und Funktion von Ribosomen. |
Weitere Informationen:
http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2010/
Nobel-Preis für Physik 2010
Der Physiknobelpreis in diesem Jahr geht an Andre Geim und Konstantin Novoselov. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre grundlegenden Experimente zum zweidimensionalen Material Graphen. Die beiden in Russland geborenen Forscher sind Professoren der University of Manchester.
Graphen (betont auf der langen, zweiten Silbe, "Grafeen"), ist ein besonderes Material. Es ist das dünnste bekannte Material, gleichzeitig pro Dicke das stabilste. Es leitet elektrischen Strom genausogut wie Kupfer, und seine Wärmeleitfähigkeit ist besser als die aller bekannter Materialien. Es ist praktisch komplett transparent, dabei aber gleichzeitig so dicht, dass noch nicht einmal Helium, das Gas mit den kleinsten Atomen, hindurchgehen kann.
Vor ziemlich genau 6 Jahren, im Oktober 2004, veröffentlichten Geim und Novoselov ihren bahnbrechenden Artikel, für den sie heute den Nobelpreis für Physik zuerkannt bekommen haben.
Graphen ist dabei gar nicht so schwierig zu erzeugen. Eine Bleistiftmine besteht - anders als der Name es vermuten lässt - aus Kohlenstoff, und zwar in der Form von "Graphit". Graphit besteht aus vielen Millionen von einzelnen Kohlenstofflagen. Jede einzelne Lage muss man sich als regelmäßigen sechseckiges Gitter vorstellen. Die Lagen sind in sich sehr stabil verbunden, besitzen aber nur eine sehr schwache Bindung mit der Nachbarlage. Und genau das ist auch der Grund, warum man mit Bleistiften so gut schreiben kann. Letztlich erzeugt jeder, mit dem Bleistift schreibt, auf dem Papier viele tausend Lagen Graphen.
Um wirklich einzelne Lagen von Graphen zu erzeugen, nutzten Geim und Novoselov Klebeband, dass sie auf Graphit klebten und abzogen. Der Kleber haftet stärke am Kohlenstoff als die Kohlenstofflage an ihrem Nachbarn - abziehen und fertig: Die Einzelschicht von Graphen ist erzeugt.
Weitere Informationen
http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2010/


