Forschungsverbünde

Es gibt eine große Vielzahl an Forschungsverbünden an der naturwissenschaftlichen Fakultät und deren Fachbereichen. Die Förderung durch die DFG, europäische Union (EU) und private Stiftungen erlaubt neben der Flexibilität auch die Ausrichtung der Forschungsaktivität auf die aktuellsten Bedürfnisse der Öffentlichkeit. Die Forschungsverbünde dienen der interdisziplinären Kommunikation und dadurch der "Durchleuchtung" von wissenschaftlichen Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln.

Im Rahmen verschiedener Verbünde und Netzwerke kooperieren die Institute der Naturwissenschaften mit anderen Fachbereichen und Universitäten. Hier zeigt sich insbesondere, dass die Grenzen der verschiedenen Bereiche zunehmend verschwinden und die wissenschaftliche Arbeit durch intensive Kooperation befruchtet wird.

Center for Integrated Quantum Science and Technology (IQST)

Dieses Zentrum verknüpft die unterschiedlichen Aktivitäten am Fachbereich auf dem Gebiet der Quantenphysik. Beteiligt sind die Universitäten Stuttgart und Ulm sowie das Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung.

Landeskompetenz-Netzwerk "Funktionelle Nanostrukturen"

Baden-Württemberg-Stiftung

Ziel des Kompetenznetzes ist es, Herstellung, Eigenschaften und Funktionsweise von Nanostrukturen zu erforschen und damit die Basis für künftige Anwendungen wie auch für eine systematische Weiterentwicklung bestehender Anwendungen zu legen.

Zentrum für Quanten-Bio-Wissenschaften (BioQ)

Ziel dieses interdisziplinären Forschungsverbundes, der mit einem ERC Snyergy Grant ausgezeichnet wurde, ist die Erforschung biologischer Prozesse mit Quantentechnologien. Die Entwicklung peptidischer Therapeutika sowie die molekulare Strukturaufklärung mittels Quantensensoren spielen für die beteiligten Physiker, Chemiker, Biologen und Mediziner dabei eine entscheidende Rolle. Hierfür wird auf dem Gelände der Universität Ulm ein neues Forschungsgebäude für ca. 115 Wissenschaftler mit hochmodernen Laboren entstehen.

Forschungsverbund Boehringer Ingelheim Ulm Universität Biocenter (BIU)

Ziel des Verbundes ist die Identifizierung und Charakterisierung von neuen Biomarkern, die Analyse von fehlgesteuerten Signaltransduktionswegen und die Etablierung von innovativen präklinischen und klinischen Konzepten in der transnationalen Forschung.

Educational Network on Soil and Plant Ecology and Management

Dieses internationale Projekt basiert auf der Partnerschaft von 4 europäischen Universitäten und fokussiert sich sowohl auf die Weiterentwicklung der Lehre als auch auf die Förderung des wissenschaftlichen Austausches auf diesem Forschungsgebiet.

Kooperationen der Biologie

Mehrere, in der Biologie der Universität Ulm koordinierte, aber über die Universität hinausreichende Kooperationen in Forschungsverbünden zeigen, dass viele Forschungsthemen in der Biologie hochaktuell sind und nationale und internationale Beachtung und Anerkennung finden:

  • der internationale Forschungsverbund COSMIC2 im Rahmen des Programms Systembiologie von Mikroorganismen (SysMO2) (koordiniert von Prof. Dr. Peter Dürre),

  • der internationale Forschungsverbund Biotechnological Production of Chemical Building Blocks (BioProChemBB) im Rahmen des EUProgramms ERA-IB (koordiniert von Prof. Dr. Bernhard Eikmanns), 

  • die Transregionale Forschergruppe der DFG Unravelling the Prokaryotic Immune System (koordiniert von Frau Prof. Anita Marchfelder), 

  • der durch die DFG geförderte Forschungsverbund Biodiversitätsexploratorien, dessen Teil, der die Schwäbische Alb bei Münsingen betrifft, von Herrn Prof. Dr. Manfred Ayasse koordiniert wird, 

  • der von Prof. Dr. Nils Johnsson von der Landesstiftung BW geförderte Forschungsverbund Entwicklung von Methoden zur Analyse von Multidomänenproteinen und deren Verwendung zur Untersuchung von Zellpolaritätsproteinen in vitro und in vivo.

  • die vormals von Frau Prof. Dr. Elisabeth Kalko repräsentierte Forschungskooperation mit dem Smithonian Tropical Research Institute in Panama wird jetzt von PD Dr. Marco Tschapka verantwortlich weitergeführt und eröffnet längerfristige Forschungsmöglichkeiten für tropenbiologische Projekte im Rahmen des Schwerpunkts EcoHealth Sustainability in Panama. 

  • PD Dr. Tschapka koordiniert auch eine vom DAAD seit vielen Jahren und weiterhin finanzierte Kooperation (ISAP) in der Lehre mit der Universidad de Costa Rica, die es ermöglicht, tropenbezogene Praktika im MA-Studiengang Biology in Costa Rica abzuhalten. 


Darüber hinaus existieren vielfältige Forschungskooperationen u.a. im Rahmen von EU-, BMBF- und DFG-Programmen, an denen Wissenschaftler der Biologie mit Teilprojekten beteiligt sind.