Forschung

Im Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien werden neuartige Organische Materialien entwickelt. Dabei konzentrieren sich die Forschungs- und Entwicklungs-
schwerpunkte auf Organische Halbleiter und Leiter, die in der Zukunftstechnologie der Organi­schen Elektronik Anwendung finden.

Forschungsprofil

Unser Institut hat in den vergangenen Jahren die Zukunftsfelder

  • Organische Energie-, Nano- und Biomaterialien
  • Funktionalisierte Oberflächen
  • Selbstorganisation und Rastersondenmikroskopie
  • Organische Elektronik und Solarzellen
  • Nanomedizinische Anwendungen
  • Poröse organische Materialien

als seine Schwerpunkte definiert und etabliert. Damit festigt das Institut sein unverwechselbares Profil. In vielfältigen interdisziplinären nationalen und internationalen Kooperationen mit universitären, institutionellen und industriellen Partnern erfolgt die Anwendung der im Institut hergestellten neuen Materialien in Zukunftstechnologien.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsprogramme im Bereich der organischen Halbleiter und Leiter, hier im Besonderen konjugierte Oligomere und Polymere aus der Klasse der Thiophene, sind in folgenden Arbeitsgruppen (AG) organisiert, wo weiterführende Beschreibungen zu finden sind:

   AG Bioinspirierte Organische Halbleiter
AG Farbstoffe für Organische Solarzellen
AG Konjugierte Dendrimere und Organische Solarzellen
AG Leitfähige Polymere und Biomedizinische Anwendungen
AG Oligomere und Organische Solarzellen
AG Organische Käfigverbindungen und poröse Materialien
AG Rastersonden-Mikroskopie, Spektroskopie und Theorie

Ein weiter Bogen wird gespannt von der Entwicklung neuer Synthesemethoden über die Herstellung von multidimensionalen, funktionalen π-konjugierten Materialien bis hin zu solchen mit Selbstorgani­sations-Eigenschaften. Die Untersuchung der Chemie und Physik von Einzelmolekülen bis hin zu Materialien für Anwendungen in (opto)elektronischen Bau-
elementen nehmen einen breiten Raum ein.

Die Kombination der π-konjugierten Materialien mit Biomolekülen führt zu Konjugaten mit besonderen elektronischen und auch biologischen Eigenschaften mit Anwendungs-
potenzial in nanomedizi­nischen Fragestellungen.

Einen Überblick über das Gebiet der Thiophen-basierten Materialien und ihrer Anwendungen finden Sie in folgenden von uns verfassten Reviews und Buchartikeln:

A. Mishra, C.-Q. Ma, P. Bäuerle, Chem. Rev. 2009, 109, 1141-1278: Functional Oligothiophenes: Molecular Design for Multi-dimensional Nanoarchitectures and their Applications.

A. Mishra, C.-Q. Ma, J. Segura, P. Bäuerle, Functional Oligothiophene-based Materials: Nanoarchitectures and Applications in Thiophene-based materials for Electronics and Photonics, D. Perepichka, V. Perepichka (Eds.), Wiley, 2008 (expect.)

P. Bäuerle, Oligothiophenes in Electronic Materials: The Oligomer Approach, K. Müllen, G. Wegner (Eds.), Wiley 1998, pp.105

P. Bäuerle, The Chemistry of Oligothiophenes in Handbook of Oligo- and Polythiophenes, D. Fichou (Ed.), Wiley 1998, pp. 89