Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II
Universität Ulm

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Generischer Notfallplan und adaptives Prozessmodell zum Schutz der Kommunalverwaltung im Pandemiefall

 

Projektpartner / Project Partners:
Franz Porzsolt (Projektleitung), Universität Ulm
IBM Deutschland GmbH, Bonn
IDS Scheer AG, Saarbrücken
Robert-Koch-Institut, Berlin
Universität Paderborn, Lehrstuhl Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung (C.I.K.)
Universitätsklinikum Ulm, Arbeitsgruppe Klinische Ökonomik
Stadt Dortmund / Feuerwehr Dortmund, Stabsstelle für Bevölkerungsschutz

MitarbeiterInnen / Staff Psychiatrie II, Universität Ulm:
Reinhold Kilian
Silvia Krumm
Carolin v. Gottberg (geb. Losert)

Finanzierung / Finance:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Fördersumme / Funding:
133.500 Euro

Laufzeit / Duration:
2009 – 2012

Zielsetzung:
Im Forschungsvorhaben wird die Kommunalverwaltung als kritische Infrastruktur betrachtet. Im Pandemiefall soll abgesichert werden, dass sie handlungsfähig bleibt, um Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen für die gesamte Bevölkerung ergreifen zu können. Hierzu wird im Projekt der sogenannte Generische Notfallplan erstellt, durch den die notwendigen Handlungsalternativen in der Katastrophenlage aufgezeigt werden.

Mögliche Handlungsalternativen und geeignete Maßnahmen werden am Beispiel des konkreten Szenarios der Stadt Dortmund, die mit ihren fast 600.000 Einwohnern von den unterschiedlichen Phasen einer Pandemie getroffen wird, aufgezeigt. Wie und mit welcher Intensität Funktions- und Aufgabenbereiche der Kommunalverwaltung im Fall einer Pandemie aufrechterhalten werden können und müssen, soll in diesem Projekt identifiziert und durch komplementäre Lösungen beantwortet werden.

Methode:
Im Rahmen des Teilprojektes sollen die Einflussfaktoren des subjektiven Sicherheitsgefühls von Verwaltungsmitarbeitern im Fall einer Influenza Pandemie untersucht werden. Dazu sollen zuerst im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche die für die Thematik potenziell relevanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen gesichtet und im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf die Frage der Einflussfaktoren des subjektiven Sicherheitsgefühls von Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung im Fall einer Influenza Pandemie geprüft werden.

Auf der Basis der Ergebnisse der Literaturanalyse wird ein Themenkatalog erstellt, der die Grundlage für die Durchführung von Fokusgruppen mit Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung der Stadt Dortmund bildet. Im Rahmen der Fokusgruppen soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang die in der Literatur thematisierten Einflussfaktoren des subjektiven Sicherheitsgefühls auch für das Sicherheitsgefühl von Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung im Fall einer Influenza Pandemie von Bedeutung sind und welche zusätzlichen Aspekte potenziell bedeutsam sind.


Die Ergebnisse der Fokusgruppen werden dann zur Generierung von Items für einen standardisierten Fragebogen zur Relevanz der verschiedenen Einflussfaktoren für das subjektive Sicherheitsgefühl und die individuelle Motivation zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Verwaltung unter den Bedingungen einer Influenza Pandemie verwendet.

Aktueller Stand / Erwartete Ergebnisse:
Als Kriterium für die Wirksamkeit der Informationsstrategie werden auf der Grundlage der vorangegangenen Untersuchungen bestimmte Grenzwerte für das subjektive Sicherheitsgefühl festgelegt, deren Unterschreiten die Gefahr eines Funktionsausfalls auf Grund von Panikreaktionen (z.B. Verlassen des Arbeitsplatzes aus Angst vor Ansteckung oder Gefährdung der Familie) und deren Überschreiten die Gefahr eines Funktionsausfalles wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen (z.B. durch die Vernachlässigung von Selbstschutzmaßnahmen) indizieren.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 11.11.2013