Individuelle Studienmodelle

Die Einführung und Umstellung auf Bachelorstudiengänge trägt, durch die kompaktere und zeitlich knappere Studienstruktur, zur Verunsicherung bei der Wahl des Studiums bei. Ohne gezielte Betreuung ist die Gefahr eines Studienabbruchs oder eines Studienfachwechsels gegeben.

Die Universität Ulm versucht daher den Anforderungen gerecht zu werden, in dem sie ein neues Projekt einführt. Das Projekt "Studienmodelle individueller Geschwindigkeit" ermöglicht jedem Studierenden eine seinen individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen entsprechende Studiengestaltung.

Ziele

Um das Projekt erfolgreich durchzuführen wurden konkrete Ziele festgelegt, denn die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge erfordert ein Umdenken von reiner Wissensvermittlung hin zu einer Kompetenzorientierung und stärkerer Interaktivität im Lehr- Lernprozess.

Die Universität möchte mit Unterstützung durch ein Monitoringsystem von einem gleichgerichteten Studienablauf hin zu einem individualisierten Studienverlaufstypen kommen.

Um allen Studierenden ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen und Studienabbrecherzahlen zu senken, ist eine umfassende Qualifizierung der Lehrenden für die anspruchsvollen und vielfältigen Aufgaben notwendig.

Das Projekt verfolgt dabei die Förderung einer bewussten Studienentscheidung und Förderung der Motivation für das gewählte Studium sowie die Studienvorbereitung und Stärkung zukunftsrelevanter Kompetenzen (Selbstkompetenz, Teamkompetenz, Organisationskompetenz und Zeitmanagementkompetenz) bei den Studierenden und eine gleichzeitige Verbesserung der didaktischen Kompetenz der Lehrenden.

Um diese Ziele zu erreichen erfasst das Projekt folgende Maßnahmen:

Kontakt

  • Zentrale Studienberatung
  • Universität Ulm
  • Albert-Einstein-Allee 5
  • 89081 Ulm
  • Telefon Serviceportal: +49 (0)731/50-24444
  • Telefax: +49 (0)731/50-22074

  • Öffnungszeiten für Publikumsverkehr
    Montag - Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr
    Dienstags auch: 14.00 - 16.00 Uhr

Maßnahmen

Die Förderung und Forderung der Studierenden ist nicht durch eine isolierte Maßnahme durchzusetzten, deswegen werden die Maßnahmen modulartig dargestellt. Die Schwerpunkte im ersten Förderjahr (Studienjahr 2010/2011) werden auf die Module 1, 2 und 4 gelegt. Die Module 3, 5, 6 und 7 werden in den darauffolgenden Semestern weiterentwickelt. (siehe Zeitplan)

Modul 1: Orientierungsprogramm

Modul 2: Propädeutikum online

Modul 3: Tutorien

Modul 4: Hochschuldidaktik

Modul 5: Netzwerk Studienberatung

Modul 6: Studienverlaufsmonotoring

Modul 7: Eliteförderung

Um diese Maßnahmen richtig zu platzieren, aufrecht zu erhalten und darüber hinaus effizient und richtig einzusetzen wird eine Begleitforschung durchgeführt. Die Maßnahmen der Begleitforschung und Konzeptionsentwicklung finden sie hier.

Zielgruppen 

  1. Normal Studierende (Modul 1Modul 2)
    Diese Gruppe fasst die größte Mehrheit der Studierenden zusammen. Die Studenten erfüllen ihre Anforderungen mit guten Leistungen in der Regelstudienzeit.

  2. Elitestudierende (Modul 1Modul 2Modul 4, Modul 5Modul 7)
    Studierende die überdurchschnittliche Leistungen erbringen. Sie sind nicht unmittelbar die auffälligsten und benötigen daher verstärkte Aufmerksamkeit der Lehrenden.

  3. Studierende aus anderen Kulturen (Modul 1, Modul 2Modul 3Modul 5Modul 6)
    Studirende aus bildungsfernen Schichten, mit Migrationshintergrund und ausländische Studierende. Diese Gruppe fast etwa 20% der Sudierenden zusammen.

  4. Studierende mit besonderen Anforderungen (Modul 1, Modul 2Modul 3Modul 5)
    Studiernede mit Kind, chronisch Kranke, Studierende mit Handicap, Studierende mit besonderen Absichten wie Auslandsstudium.

Vorleistungen

Die Universität Ulm hat bereits im Vorfeld einige Maßnahmen zur Individualisierung und zu verbesserten Einstiegschancen für Studienanfänger etabliert. Die bisherigen Vorleistungen (Trainingscamp, etc.) finden siehier.

Projektumsetzung

Das Projekt wird in einem Konsortium universitätsinterner und -externer Einrichtungen durchgeführt. Die Leitung des Projekts verantwortet Prof. Stadtmüller, Vizepräsident Lehre der Universität Ulm. Die komplette Projektstruktur finden sie hier.