Bessere Studienbedingungen - Innovative Lehre

UULM PRO MINT & MED
Universitäre Lehre in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Kritische Übergangsphasen innovativ gestalten,
Lehre optimal organisieren und internationalisieren.

Entwicklung einer angepassten Hochschuldidaktik zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre

Die Universität Ulm richtet ein Zentrum für Lehrentwicklung in den MINT-Fächern und Medizin (Lebenswissenschaften) (ZLEMM) ein. Ziel ist die Bündelung und Vernetzung bereits bestehender Aktivitäten zur Verbesserung und Qualitätssicherung der Lehre sowie die konzeptionelle und umsetzungsorientierte Weiterentwicklung. Weiterhin soll die Begleitforschung und Entwicklung von Strukturen und Prozessen zur Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung der Lehre ein Arbeitsschwerpunkt sein. Die Umsetzung der Bologna-Reform erfordert ein Umdenken in der Lehre von wissensbasierter Vermittlung von Unterrichtsstoff hin zu kompetenzbasierter Ausbildung. Dieser Paradigmenwechsel stellt insbesondere für die mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fachbereiche eine besondere Herausforderung dar. Die Entwicklung/Weiterentwicklung eine MINT-bezogenen Hochschuldidaktik / Didaktikforschung (explizit nicht Schuldidaktik) ist eine der Kernaufgaben des ZLEMM. Auf der Basis bestehender Erkenntnisse der Didaktik der Naturwissenschaften, der Lehr-Lernforschung sowie der Medienpädagogik sollen innovative, zielgruppenorientierte Konzepte für Lehr- und Lernstrategien in den Naturwissenschaften und den Lebenswissenschaften erarbeitet werden.

Dabei sollen alle geplanten Maßnahmen auch in den einzelnen Fächern implementiert werden können. Deshalb ist es zur Verbesserung der Lehre in den Fächern notwendig, die Studienfachberatungen zu stärken. Akademische Studienlots*innen sollen dabei zum Einsatz kommen und wichtige Maßnahmen betreuen. So etwa die Planung, Durchführung und Evaluation des Studieneingangsprojektes und die Einsatzkoordinierung von Tutor*innen und Mentor*innen sowie die Knüpfung von Verbindungen in die Arbeitswelt und Aktivierung von Alumni.Eingebunden sind die Akademischen Studienlots*innen auch in die Internationalisierungsmaßnahmen, so u.a. bei der Betreuung fächerbezogener Partnerschaften oder der Beratung mobiler Studierender. Sie sollen ebenfalls gemeinsam mit dem ZLEMM an der Weiterentwicklung und am Einsatz veränderter Prüfungsformen zur Entzerrung der Belastung der Studierenden und somit zur Steigerung der Studienzufriedenheit und des Studienerfolges mitwirken.

Die zentrale Rolle bei der Verbesserung der Qualität der Lehre spielen die Lehrenden. Ihnen werden angepasste und auf Eigeninitiative basierende Weiterbildungsangebote unterbreitet, wie etwa didaktische (Kurzzeit-)Schulungen in Professorien oder Institutssitzungen, die auf spezifischen Fragestellungen der Adressat*innen hin ausgerichtet sind. Aktuelle Schwerpunkte sind die Bereiche Evaluation und Prüfung. Der Fokus liegt dabei auf dem vielfach geforderten „Shift from teaching to learning“.
Um die Hürden für eine didaktische Weiterqualifizierung darüber hinaus möglichst gering zu halten, sollen innovative Organisationsformen, wie z.B. das Konzept der „Hochschuldidaktik am Mittag“ umgesetzt werden. Lehrende haben hier die Möglichkeit, in kurzen Sequenzen Impulse für ihr didaktisches Handeln zu bekommen, sich auszutauschen und von Erfahrungen anderer zu lernen.
Die Lehrhospitationen mit vor- und nachbereitenden Gesprächen stehen als Form der Qualifizierung im Fokus der nächsten Jahre. Sie dient gezielt der Weiterentwicklung und Verbesserung der individuellen Lehrkompetenz. Erfolgreiches Beispiel ist das Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung der Universität Ulm, mit welchem dieses Konzept seit dem Wintersemester 2008/2009 durchgeführt wird.

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