Pressemitteilung zur Aktionswoche 16.-21. November 2009

"Beim bundesweiten Bildungsstreik im Juni demonstrierten über 270 000 Schüler und Studenten für eine Verbesserung der Bildungsbedingungen. Natürlich hat der Gang auf die Straßen entsprechende mediale Resonanz gebracht. Die zentralen Forderungen der Bündnisse wurden jedoch nicht umgesetzt.

Deshalb geht der Bildungsstreik in die zweite Runde. Am 17. November werden erneut hunderttausende für bessere Bildung protestieren. In Ulm beteiligen sich SchülerInnen und Studenten mit einer Demonstration an den bundesweiten Protesten. Startpunkt ist der Ulmer Hauptbahnhof um 10 Uhr.

Forderungen des Ulmer Bündnisses sind unter anderem die Aufstockung der staatlichen Bildungsmittel, die Abschaffung der Studiengebühren, die Möglichkeit des Master-Studiums für alle Bachelor-Absolventen, eine Reduzierung der Klassengrößen auf 25 und die Lernmittelfreiheit.

Für die Abrundung der Aktionswoche sorgt folgendes Rahmenprogramm:

  • Mo., 16. Nov.: Infostand mit öffentlicher Transparentgestaltung, 14 Uhr bis 17 Uhr, Hirschstraße (beim Deichmann)
  • Di., 17. Nov.: Bundesweite dezentrale Demonstration, Beginn: 10 Uhr, Hauptbahnhof Ulm

  • Mi., 18. Nov.: Konzert (Schulbands), 16 – 22 Uhr, Büchsenstadl, Platzgasse 18
  • Do., 19. Nov.: 24h-Turbo-Bachelor ab Donnerstag 12 Uhr, Uni Ulm – Hörsaal H6 nahe der Cafeteria Süd

  • Sa., 21. Nov.: Landesweite Großdemonstration, 14:30 Uhr, Suttgart Hbf. (Gemeinschaftsfahrt um 13 Uhr Ulm Hbf)

Weiter Informationen sind auf den Seiten der SchülerInnen und Studenten erhältlich:

http://usb.blogsport.de/

http://wiki.asta.uni-ulm.de/ak-bildung

 

Pressemitteilung zu den Aktionen im Juli 2009

"Wie bereits zum bundesweiten Bildungsstreik vom Arbeitskreis Bildungsstreik angekündigt, werden in Ulm vom 13. bis zum 15. Juli eigene Aktionen stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt werden dann auch die Prüfungen der Abiturienten abgeschlossen sein, sodass auch die Oberstufe der Gymnasien teilnehmen kann.

Der bundesweite Bildungsstreik hat Mitte Juni gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende bereit sind für bessere Bildung auf die Straße zu gehen. Bundesweit demonstrierten mehr als 270.000 Menschen unter anderem für die Abschaffung der Studiengebühren, die Reform der Bachelor/Master Studiengänge, gegen den Leistungsdruck im Achtjährigen Gymnasium, für kleinere Klassenteiler und gegen soziale Auslese im Bildungssystem.

Der AK-Bildungsstreik will diesen Forderungen auch in Ulm mit einer Demonstration Nachdruck verleihen und sucht zugleich den Dialog mit den Entscheidungsträgern.

Außerdem soll eine andere Atmosphäre des Lernens propagiert werden. Zu viele Schüler sehen ihren Unterricht als Pflichtveranstaltung. Auch Studenten motivieren ihre Anstrengungen mit besseren Arbeitsmarktchancen und höherem Einkommen. Das ist Schade, denn eigentlich muss Bildung aus Selbsterkenntnis erfolgen. Es ist das Wissen, dass uns leistungsfähiger macht und die richtigen Entscheidungen treffen lässt. Deshalb ruft der AK-Bildungsstreik Schüler und Studenten dazu auf, Bildung zu bejahen und auch einzufordern. Mit einer Demonstration für bessere Bildung in Ulm am 15. Juli soll genau dies zum Ausdruck gebracht werden. Alle Lehrerinnen und Lehrer sind ebenfalls aufgerufen sind an der Demonstration zu beteiligen, und auf Repressionsmaßnahmen gegen demonstrierende Schüler zu verzichten.

Einen großen Einfluss haben auch die Regulierungen des Bildungssystems sowie die Lehrkräfte. Um sowohl pädagogische als auch politische Verbesserungen zu diskutieren, werden alle Interessierten zu zwei Podiumsdiskussionen eingeladen.

Termine der Aktionen:

Am 13. Juli wird ab 18:30 Uhr im Hörsaal 3 der Universität Ulm eine Podiumsdiskussion mit Lehrern, Professoren und Rektoren stattfinden.

Am 14. Juli wird ab 18:30 Uhr im Gewerkschaftshaus, Weinhof 23, eine Podiumsdiskussion mit Politikern der Bundestagsparteien stattfinden.

Am 15. Juli findet eine Demonstration in der Innenstadt statt. Beginnen wird der Demonstrationszug um 10 Uhr am HBF und wird mit einer Kundgebung am Weinhof enden."

weitere Infos: www.bildungsstreik-ulm.de.vu

 

Stellungnahme Linksjugend [solid] Ulm

Die Linksjugend [solid] Ulm unterstützt die Forderungen der SchülerInnen und Studierenden, nach bessere Lehr- und Lernbedingungen, denn die zustände an Schulen und Universitäten sind katastrohpal.

Benjamin Krüger Mittglied der Linksjugend [solid] und Anmelder der Demo am 15. Mai 2009 in Ulm erklärt: „ Durch die G8 wird der Druck auf SchülerInnen enorm Erhöht im Turbogang wird der Stoff durchgeprügelt so das die SchülerInnen schneller zum Studieren können und schneller für die Wirtschaft eigesetzt werden können, die folgen sind bizarr. Es leidet Qualität der Bildung und das macht sich an denn steigenden Durchfallquoten an Universitäten und Hochschulen bemerkbar. Ein weiteres großes Problem sind die überfüllten Klassenzimmer, teilweiße über 30 SchülerInnen zwängen sich in ein Klassenzimmer. An denn Universitäten ist die Situation nicht besser überfüllte Studiengänge zwingen StudentInnen Vorlesungen ohne Sitzplatz zu verfolgen. Die Bachelor/Master – Reform hat dazu geführt, dass der Konkurrenzdruck und Leistungsdruck extrem zugenommen hat, gerade weil StudentInnen schon ab denn 3. Semester damit konfrontiert werden die Zulassungsvoraussetzungen für Masterstudiengänge zu erfüllen, dies fördert denn Egoismus und macht Krank deshalb müssen Zulassungsvoraussetzungen für Masterstudiengänge abgeschafft werden. Wir wollen mit der Demo am 15. Juli dafür kämpfen und unser Recht auf Bildung einfordern. Bildung steht allen zu auch sozial schwächeren“. Die Linksjugend [solid] Ulm wird deshalb an der Demo nicht nur Lautstark die Forderungen propagieren, sie wird die Streikenden auch mit kostenlosen Getränken versorgen. Wir rufen alle SchülerInnen, StudentInnen, LehrerInnen, ProfessorInnen, Eltern dazu auf für eine bessere Bildung auf die Straße zu gehen.

Linksjugend [solid] Ulm