La Cenerentola, opulent serviert im Ulmer Theater

Die Inszenierung der Rossini-Oper setzt zur Fastenzeit einen bacchantischen Kontrapunkt

 

Die berühmtesten der „Kinder- und Hausmärchen" die Jakob und Wilhelm Grimm gesammelt haben, wurden an deutschen Spinnrädern sozusagen nur „durchgereicht". Hugenotten, die wegen Missglaubens aus ihrer Heimat vertrieben worden waren und im Hessischen ansiedelten, brachten Geschichten wie „Le Petit Chaperon rouge (Rotkäppchen), Le Maistre chat ou le Chat botté (Der gestiefelte Kater), Les Fées (Frau Holle), La Belle au bois dormant (Dornröschen) und Cendrillon (Aschenputtel) aus Frankreich mit, wo sie Charles Perrault gesammelt hat. Er wiederum war in Italien fündig geworden. Wenn man die literarische Archäologie des Märchens noch weiterverfolgt, findet man sich im vorderen Orient mit seiner mehrtausendjährigen Tradition des Geschichtenerzählens wieder. Die „Märchen aus 1001 Nacht", Sie wissen schon. Aber denken Sie auch an Jesus von Nazareth, der seine Lehre in meisterlichen Short stories, den „Gleichnissen", veranschaulichte.

Die bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm entwichen den Spinnstuben, befreiten sich von den Fesseln der literarischen Muse und ließen sich in andere Kunstgattungen entführen; sie wurden vertont; als Oper, wie La Cenerentola; oder als Ballet, wie Dornröschen. Viele Märchen eigneten sich hervorragend für den Film: In Hollywood schufen bis heute die Walt Disney Studios äußerst erfolgreiche Leinwandmusicals; in der DDR spezialisierte sich die Berliner DEFA auf die Gestaltung der politisch unverfänglichen Märchenstoffe. Nicht zu vergessen: die Filmstudios in Brno. Jiri Trkas bezaubernde Puppenfilme sind bis heute in unseren Herzen. Überdies schufen die sozialistischen Filmemacher, bemerkenswerter Weise in westlicher Koproduktion, märchenhafte Spielfilme und Fernsehserien wie Pan Tau, dessen surrealistische Auftritte in den 70er Jahren die Kinder entzückten.

Angesichts der bis heute ungebrochenen Popularität der Märchenstoffe wird niemanden erstaunen, dass sich seinerzeit Rossini des Aschenputtels annahm. Zu staunen gibt, dass La Cenerentola sich in erster Linie an Erwachsene als Zielgruppe richtet, wo doch Märchen normalerweise in Kinderbüchern gesammelt werden. Hat es damit zu tun, dass nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene von der Gültigkeit der Moral in Märchen überzeugt sind? Vom Glauben daran, dass es eine gerechte Welt gibt? Dass „letztlich immer" das Gute siegt und das Böse zugrunde geht? Solche Überzeugungen von gottgegebenen Normen und Sanktionen wurzeln sowohl in christlichen wie in islamischen Fundamenten, greifen wahrscheinlich noch weiter zurück in den jüdischen Religionsentwurf.

Metaphysisch begründet ist auch ein zweites durchgängiges Märchenmotiv: Das des von Anfang an Erwählten, mag der sich gegen seine Mission sträuben, so viel er will. Es ist ihm nun einmal bestimmt, erwählt zu sein – für das Gute oder für das Böse. Auch die Unbezweifelbarkeit der Vorbestimmung findet sich im Alten Testament: Kain wird den Abel erschlagen. Da kann er machen, was er will. Er mag fortschrittlich sein und Ackerbau betreiben, während Abel als nomadisierender Schafzüchter eine überholte Ökonomie betreibt. Oder nehmen Sie Jakob, den Sohn Isaaks! Das ist ein Tunichtgut, der seinem verhungernden Bruder nur gegen das Erstgeburtsrecht zu essen gibt; der sich vom Vater den Segen ergaunert und seinen Onkel Laban vermittels Genmanipulation abzockt. Und doch hat Gott ihn von Anfang an ausersehen, der Vater aller Stämme Israels zu werden.
Erwählt in diesem metaphysischen Sinn ist Aschenputtel von Anfang an. Ihr Prinz meint seinerseits zu wählen, ist aber nur ausführendes Organ Göttlicher Vorhersehung.

Rossini komponierte La Cenerentola um die Jahreswende 1816/1817, viele Jahre vor der Zeit, in der Jakob und Wilhelm Grimm ihre Märchenanthologie herausbrachten. Aber natürlich war in Italien das Pentameron bekannt, eine Sammlung von Erzählungen, die Giambattista Basile 1634 herausbrachte; die erste Märchenanthologie auf Europäischem Boden überhaupt, Die Erzählungen waren, wie die Geschichten von 1001 Nacht oder das Decameron, in eine Rahmenhandlung gekleidet. La Cenerentola ist die 6. Geschichte des 1. Tages. Das Aschenputtel der Brüder Grimm stimmt mit dieser Geschichte weitgehend überein.
Rossinis Librettist, Jacopo Ferretti hätte als Vorlage für La Cenerentola die gleichnamige Erzählung aus dem Pentameron nehmen können. Statt dessen stützte er sich auf Perrault, der in seiner Coverversion seine Cendrillon ein Bisschen entzauberte:

Drei junge Frauen wohnen unter einem Dach, sind jedoch hinsichtlich der Chancen ihrer Lebensverwirklichung sehr unterschiedlich ausgestattet. Clorinda und Tisbe, leibliche Töchter des Don Magnifico, bekommen von ihrem Vater alle Zuwendung, die er der Dritten, seiner Stieftochter Angelina, vorenthält. Den Alten treibt nicht nur die Stimme des Blutes in die schreiende Ungerechtigkeit: Misswirtschaft und Verschwendung haben das Familienvermögen aufgezehrt, weshalb Don Magnifico gedenkt, durch Verkauf seiner Töchter an einen reichen Nabob, oder sagen wir es charmanter, durch Einverheiratung wenigstens einer Tochter an einen solchen aus dem Vermögen seines Schwiegersohns Einiges ins Eigene abzuzweigen. Da passt es natürlich gut, dass es in Salerno einen stinkreichen Prinzen gibt, Don Ramiro, der sich gerade nach einer passenden Frau umguckt. Den Prinzen beunruhigt die Möglichkeit, auf eine herreinzufallen, die nur auf sein Geld aus ist, ihn aber so charmiert und verführt, dass er ihre schnöden Heiratsmotive nicht rechtzeitig durchschaut.

Nun verfügt Don Ramiro über einen kleinen aber effektiven Geheimdienst. Auftritte icognito des Herrschers sind ein vertrautes Märchenmotiv, das schon in Tausendundeine Nacht auftaucht: Da mischt sich Harun Al Raschid gerne unters Volk. Freilich, wenn da geschrieben steht: „Harun Al Raschid mischte sich unters Volk.", sollte man sich das realistischer Weise so vorstellen, dass der Kalif eben einen Geheimdienst hatte, der sich unters Volk mischte und undercover arbeitete. Genau so funktioniert zunächst der Geheimdienst Don Ramiros in La Cenerentola.
Der Prinz schickt seinen Privatlehrer Alidoro, als Bettler verkleidet, in das Haus des Don Magnifico, und der macht dabei aufschlussreiche Erfahrungen: Die Schwestern Tispe und Clorinda sind geizig, habgierig und herzlos; obendrein nicht einmal besonders attraktiv, während die zurückgesetzte Dritte, Angelina, nicht nur liebenswürdig und generös ist, sondern auch gut aussieht. (Auf der Ulmer Bühne  sitzt Angelina nicht bei der Asche, sondern rattert unermüdlich an der Nähmaschine.) Der Hauslehrer kehrt zum Prinzen zurück und erstattet Bericht. Aber der Prinz will sich selber noch einen Eindruck verschaffen, womit das Handeln undercover weitergeht: Sein Diener, Dandini, soll ihn als Prinz doubeln, während er selber sich als Diener im Hause des Don Magnifico verdingen will.

Es passiert, was in Märchen typischerweise passiert: Don Ramiro verliebt sich in Angelina und Angelina in ihn. Nun könnte man sagen: Das war’s. Happyend. Vorhang. Aber dann wäre die Oper nur eine Dreiviertelstunde lang. Dramaturgisch sind also dringlich retardierende Momente erforderlich. Außerdem gibt es ja im Märchen diesen Ball, dessen Glamour man sich in einer Oper nicht entgehen lassen kann. Das Publikum hat einfach ein Recht darauf, Angelina in einem Wahnsinnskleid zu bewundern. Also findet der Ball statt, zu dem natürlich Angelina nicht mitdarf. Glücklicherweise taucht wieder Alidoro auf. Angelinas Problem, das Problem aller Frauen: "Ich habe nichts zum Anziehen!", löst er leicht: Er ist ein sehr guter Schneider. Das Kostüm fliegt ihm förmlich zu. (In Ulm segelt nach dem Willen des Regisseurs Pichler auf einen Fingerschnipp Alidoros das Kleid aus den Höhen des Schnürbodens auf die Bühne.) Das Aschenputtel kann also in Haute Couture auf dem Hofball für Furore sorgen. Trotzdem wird das Event für Angelina ein Flop, weil ihr Angebeteter nicht auftaucht. Statt seiner macht Diener Dandini in der Rolle des Prinzen die Honneurs. Um nicht enttarnt zu werden, verlässt Cenerentola frühzeitig das Gesellschaftsereignis.

Am nächsten Morgen tritt dann doch der Prinz auf; nunmehr in seiner ganzen Pracht. Es kommt am Ende so, wie es kommen muss: Die Erniedrigte wird erhöht, die Erhöhten werden erniedrigt. Dabei kommen der böse Stiefvater und seine garstigen Töchter einigermaßen glimpflich davon, denn die gute Angelina verzeiht ihren Schwestern, die nach anfänglichem Sträuben sich ächzend in die Rolle fügen, nunmehr plötzlich good Girls sein zu sollen.

Wie gesagt, wurde la Cenerentola 1817 uraufgeführt, ein Jahr nach dem Barbier von Sevilla, was man der Cenerentola auch anmerkt: Vieles von dem, was den Erfolg des Barbiere ausmacht, findet sich auch in dieser Oper: Eine schmissige Ouvertüre, die bramarbasierende Auftrittscavatine des Don Magnifico; Canzonen, so eingängig wie Gassenhauer; rasante Duette oder Terzette nach Rapperart, zuckrige Arien von Held und Heldin; eine staunenswerte Polyphonie in den Terzetten, Quintetten, Sextetten, Chorensembles; überbordende Verzierungen, erregende Crescendi, und, und, und ...

Rossini war zu seinen Lebzeiten unglaublich populär. Beim Publikum galt er als der Welt größter Komponist. Mittlerweile wird er nicht mehr so hoch eingeschätzt. Aber man sieht ihn als einen Spezialisten für die leichten, unterhaltsamen Musikdramen. Lebte er heute, müsste ihn Andrew Lloyd Webber als Konkurrenten fürchten. Er hat unglaublich schnell geschrieben. So viel ich weiß, ist auch La Cenerentola in 2 bis 3 Wochen entstanden.

Das muss man sich so vorstellen, dass Rossini frühestens einen Monat vor der Uraufführung in die Stadt angereist kam, für deren Theater sein Impressario eine neue Rossini-Oper vertraglich vereinbart hat. Das Ensemble war schon da; das nahm er mit in das Haus, das er bewohnte. Dort haben alle zusammen 3 Wochen lang gefressen, gesoffen und gesungen. wie die Teufel: Eine ad hoc Produktion, bei der alle ihren Spaß hatten. Rossini wusste beim Komponieren, was er den ja ständig präsenten Sängen und Sängerinnen technisch zumuten konnte, und schrieb ihnen die Musik auf den Leib. So hat dieses Musikgenie innerhalb von 3 Wochen sein Werk zusammengeschmiert. Und nachdem er, auf die Vierzig zugehend, im Großen und Ganzen mit dieser Produktionstechnik die 40. Oper hergestellt hatte, beschloss er, keine Oper mehr zu schreiben. Diesen Beschluss hat er in den 30 Jahren bis zu seinem Tod nicht aufgehoben.

Rossini war übrigens ein begeisterter Koch. Deshalb sind letzten Endes von ihm nicht nur der Barbier von Sevilla, La Cenerentola, der Willhelm Tell sowie einige großartige Stücke an Kirchenmusik übrig geblieben, sondern auch die Tournedos Rossini, Rinderfiletstücke, belegt mit Gänseleberpastete ...

La Cenerentola ist musikalischer Karneval par exellence. Die Melodien, die Meister Rossini seinen Sängerinnen und Sängern in den Mund legt, sind eher unkompliziert, triviale Fetzen; freilich mit Koloraturen überreich verziert; die Wörter werden im Affentempo versungen, Crescendi dynamisieren die Wiederholungen der Refrains. Durchgängig durchzieht eine bacchantische Stimmung den Gesamtablauf. La Cenerentola ist eine echte Ensemble-Oper. Nicht der Held und die Heldin stehen im Zentrum; vielmehr lebt die Oper von den Nebenfiguren, ohne die alles nichts wäre.

Wie war es nun in Ulm?

Das Orchester – ich kann nicht aufhören, von diesem kleinen, aber pikfeinen Klangkörper zu schwärmen – ist den Anforderungen musikalischer Art an ein Rossini-Orchester absolut gewachsen. Schon die Fetzigkeit, mit der es die Ouvertüre spielte, zündete. Die Musiker haben Dynamik, haben Drive, haben Rhythmus. Die Pizzicati der Geiger kommen, wenn sie in Canzonen eine Mandolinen-Begleitung zu imitieren haben, so gestochen, als wären es ein einziges Instrument, das einer zupft. Wenn Rossini sie mit den Flöten zusammen auf neapolitanische Bukolik anspielen lässt, dann wird der Hörgenuss reinstes Brain-fucking.

Man kann sagen, dass Chor und die Ensemblemitglieder mit dieser Klangkultur Schritt halten.

Horst Lamnek, der neue Ulmer Bassist, singt den Don Magnifico, dem es zukommt, bei seinem ersten Auftritt eine Kavatine nach der Art des Barbiere zu präsentieren. Lamnek bewältigt die Anforderungen dieser Nummer sowohl in stimmlicher als auch in gestischer Hinsicht mit solcher Bravour, dass es das Ulmer Publikum (und mich) begeisterte. Aber nicht weniger bravourös sind seine Leistungen in den Rezitativen und den mehrstimmigen Nummern.

Ebenso angetan war ich von der Spiellaune der Damen Gillian Crichton (Tisbe) und Iva Mihanovic (Clorinda); gesanglich zauberhafte Lerchen; die Koloraturen hüpfen staccato aus ihren Kehlen, gestochen auch die zungenbrecherischen Texte, für die Rossini den Solisten ein rasantes Tempo abfordert.

Erwin Belakowitsch (Dandini) doubelte den Prinzen in einer so charmanten Weise, dass man bei der Demaskierung gegen Ende der Oper den irrationalen Wunsch verspürte, er müsste eigentlich der Prinz bleiben, wohingegen Xu Chang in der Dienerrolle weiterhin gut aufgehoben wäre ...  Auch Erwin Belakowitsch kommt mit den gesanglichen Anforderungen seiner Rolle mühelos zurecht.

Bei Alidoro laufen alle Fäden der Dramaturgie zusammen. Im Bewusstsein dessen hätte Oliver Haux seine Rolle stärker ausagieren können, auch wenn er stimmlich gegen die anderen nicht abfiel.

Horst Lamnek, Erwin Belakowitsch, Gilian Crichton und Iva Mihanovic sind die Tragsäulen dieser Inszenierung. Sie stützen auch ein bisschen Rita Kapfhammer (Angelina) und Xu Chang (Don Ramiro), die stimmlich einem anderen Fach als dem, das sie hier zu singen haben, zugehören. Die beiden haben schon einige Probleme mit Rossini, insbesondere bei den Koloraturen. Rita Kapfhammer stößt in den Höhen, die der Komponist für die Partie der Angelina fordert, ein bisschen an ihre Grenzen.
Da das Publikum – mich eingeschlossen – Rita Kapfhammer und Xu Chang liebt, haben wir mit Noblesse ihre kleinen Schwächen einfach überhört und sie hinterher mit begeistertem Beifall empfangen.
Ungeachtet dessen steht für mich fest, dass Horst Lamnek, Iva Mihanovic, Gilian Crichton und Erwin Belakowitsch den Karneval in die Oper hineingezaubert haben. Und deswegen kriegen sie für ihre Leistung in dieser Inszenierung meinen Critics Award.

Regisseur Werner Pichler bringt viel Schwung in den Ablauf der Handlung und hat einige wunderbare Regieeinfälle. Aber ausgerechnet das Hauptpaar setzt er auf eine Weise in Szene, die ich nicht nachvollziehen kann: Nach ihm muss Rita Kapfhammer die Prinzessin der Herzen Angelina unattraktiv präsentieren. Das gleiche gilt für Xu Chang als Prinz Don Ramiro. Weil die beiden von Natur nicht hässlich sind, verpasst Bühnenbildnerin Andrea Hölzl ihnen unvorteilhafte Klamotten, und Pichler setzt ihnen grauenhafte Hornbrillen auf. Wenn unbedingt per Holzhammer gedeutet werden muss, dass ein Paar sich gegenseitig durch die Brille der Verliebten sieht: Es gibt auch schicke Brillen! Ich weiß nicht, warum der Pichler die Obsession hat, dass in einem Märchen der Prinz und die Prinzessin ausgesprochen normale Leute sind. Ich habe die gegenteilige Obsession: Ein Märchen ist ein Märchen, ist ein Märchen, und Verismus  bei einem solchen Stoff nicht angebracht. Rita Kapfhammer kann sich dem nüchternen Ansatz des Regisseurs noch einigermaßen entziehen. Aber Xu Chang sieht aus und benimmt sich tollpatschig wie James Earl Jones als König Joffe Jafar im Prinz aus Zamunda, einem Eddy Murphy Film, auch mit Aschenputtelplot. Er weckt den fatalen Eindruck, als sei er der falsche Mann auf dem Thron. Das hat er nicht verdient.

Mit dem Chor weiß Pichler auch nichts Rechtes anzufangen.

Reingehen? Aber natürlich reingehen! Die Ulmer Cenerentola ist die richtige Entnüchterung in der Zeitspanne, wo im Ländle das Fleisch nicht mehr offen, sondern mit pasta verhüllt, auf den Tisch kommt und sogar Menschen, denen alle Spiritualität abgeht, bereit sind, durch Trauer und Asche zu stapfen; eine freche Konterkarikatur dessen, was in der Fastenzeit laufen sollte. Es wird für Sie eine wunderbare Auszeit mit hinreißenden Cavatinen, fetzigen Canzonen, erregenden Crescendi, übermütigem Gesang zu zweit, zu dritt, zu sechst, den Chor noch dazu. Erwarten Sie sich nicht zu viel von lyrischen Arien. Die sind in dieser Oper etwas dünner, dafür kriegen Sie Jubel Trubel Heiterkeit satt. Ich verspreche ihnen, Sie werden begeistert sein.

Helmuth Zenz
Gesendet am 2. Februar
in KULTURRADIO von Radio free FM
Fotos: Gerhard Kolb