Schub durch Wissenschaftsstadt
Die sichtbarste wie für den weiteren Aufbau wichtigste Ausbaustufe erfuhr die Universität Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre mit der Einbindung in die „Wissenschaftsstadt Ulm“.
Uni Ulm als „Motor“
Initiiert von der Universität selbst, die sich nach wie vor als Motor und Mittelpunkt versteht, entstanden im unmittelbaren Umfeld sukzessive öffentlich-rechtliche wie industrielle Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, fast ausnahmslos in enger Verbindung und Zusammenarbeit mit der Universität.
Standortvorteil für Universität und Industrie
Ursprünglich mit der vorrangigen Zielsetzung Technologietransfer konzipiert, also Forschungsergebnisse schneller in verwertbare und vermarktbare Produkte umzusetzen, profitieren seit langem beide Seiten von der Entwicklung am nördlichen Stadtrand Ulms: Studierenden bieten sich vielfache Möglichkeiten für Praktika oder Abschlussarbeiten, Absolventen erwarten in unmittelbarer Nachbarschaft attraktive Arbeitsplätze.
Zeichen des Strukturwandels
Über Professuren und Lehraufträge an Wissenschaftler der Forschungsinstitute fließen aktuelle Ergebnisse und Erfahrungen in Lehre und Ausbildung ein. Und dies gilt mitnichten nur für das bauliche Wahrzeichen dieser Ausbauphase, die Universität West nämlich, primär Heimat der Ingenieurwissenschaften.
Zugleich hat der Erweiterungsprozess auf dem knapp 1,6 Kilometer langen und fast einen Kilometer breiten Gelände auch den Strukturwandel der Stadt geprägt – direkt durch Tausende neuer und zukunftsträchtiger Arbeitsplätze, indirekt durch die daraus resultierende Kaufkraft und deren Einflüsse auf die Entwicklung der städtischen Infrastruktur.

