Die Märchen

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Vor einigen Tagen malten einige Kinder einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann. Die Briefe wurden von der Post sehr schnell befördert, da ja das Weihnachtsfest immer näher rückte. Es waren sehr viele Briefe und Wunschzettel aus der ganzen Welt dabei. Die Post, die beim Weihnachtsmann im Waldhaus angekommen ist, wurde von vielen Helfern gelesen und sortiert. Vielleicht war dein Wunschzettel auch dabei.

Nun machten sich alle an die Arbeit, denn es gab noch viel zu tun. Einige Helfer bastelten Geschenke, reparierten Autos, nähten Puppenarme an und einige durften ins Spielzeugland fahren, um Wünsche der Kinder zu erfüllen. Hast Du denn auch beim Einkaufen schon den Weihnachtsmann gesehen? Vielleicht weißt auch was der Weihnachtsmann an hatte. Wenn Du Lust hast male doch einfach den Weihnachtsmann. Die vielen Helfer vom Weihnachtsmann, waren schon sehr fleißig und müssen am nächsten Tag nur noch ein paar kleine Sachen erledigen. Der Weihnachtsmann bedankte sich bei allen und wünschte einen guten Abend. So, dachte der Weihnachtsmann jetzt werde ich erst einmal Pause machen und in die Waldzeitung schauen.

Während der Weihnachtsmann in der Zeitung las, klopfte es draußen an der Tür. Der Weihnachtsmann überlegte, wer das noch sein kann am späten Abend. Es war eine alte Dame, die sich beim Weihnachtsmann bedanken wollte, dass er alle Kinder so reichlich beschenkt. Sie bot ihm ihre Hilfe an und wollte mit ihm zusammen den Weihnachtsbaum schmücken. Darüber freute sich der Weihnachtsmann sehr.

Am nächsten Morgen kamen seine fleißigen Helfer und weckten ihn. Sie hatten Angst, dass sie nicht alles bis zum Weihnachtsabend schaffen. Sie haben sich sehr gefreut, über den schön geschmückten Weihnachtsbaum und machten sich gleich wieder an die Arbeit. Der Weihnachtsmann stöhnte und war ganz froh, dass er so fleißige Helfer hatte. Das waren unter anderem Tim, Tam, Max und der kleinste mit dem Namen Tomi. Der Weihnachtsmann kontrollierte, ob auch kein Geschenk vergessen wurde. Das dauerte eine Weile, denn der Wunschzettel war sehr lang. Er machte hinter jedem Geschenk was erledigt war einen Haken.

Es klopfte an der Tür und der Weihnachtsmann öffnete. Er brachte noch einen Eilbrief aus Berlin, den der Postbote der Postbote abgegeben hatte. Ob es vielleicht Dein Wunschzettel ist? Der Weihnachtsmann öffnet den Brief und liest ihn. Dabei wird er sehr nachdenklich. Er rief alle seine Helfer zusammen und las den Brief laut vor.

„Ich wünsche mir ein Auto und dass ich wieder gesund werde und nicht so oft zum Arzt muss.“

Nun wurde der Weihnachtsmann ein wenig traurig. Viele Wünsche kann ich mit meinen Helfern erfüllen, aber ein Kind gesund machen? Er dachte nach und überlegte ganz angestrengt. Aber dann hatte er doch eine tolle Idee! Er setzte sich hin und schrieb einen langen Brief an alle Ärzte und Schwestern in den Krankenhäusern. Diesen Brief will er in Stadt und Land verteilen.

„Liebe Arzte und Schwestern. Heute brauche ich mal Eure Hilfe. Ich kann viele Weihnachtswünsche mit meinen Helfern erfüllen, aber viele Kinder und Erwachsene wünschen sich nur Gesundheit. Bitte gebt allen Euer Versprechen, dass Ihr immer bemüht seid, allen zu helfen. Helft bitte allen kranken Kindern auf der Welt damit sie nicht mehr so traurig sind. Wenn ein Kind mal weint und traurig ist, weil es ins Krankenhaus muss oder eine Spritze bekommt, dann habt es ganz doll lieb und drückt es an Euer Herz. Alle Kinder wollen doch gesund werden, aber lieber Doktor, krank sein tut doch weh. Liebe Ärzte und Schwestern, wir hoffen Ihr könnt allen Kindern helfen, wenn es auch manchmal länger dauert.“

Der Weihnachtsmann las diesen Brief all seinen Helfern vor und diese riefen nun alle Postboten des Weihnachtsmannbezirkes zusammen. Wir wissen ganz genau, das diesen Brief jedes Krankenhaus und jeder Arzt erhalten wird. Der Weihnachtsmann rief auch einige Brieftauben zu sich, damit diese die Briefe ins Ausland bringen können. Nun hatte der Weihnachtsmann wieder ein Lächeln auf den Lippen und konnte die letzten Geschenke einpacken und viele Säcke mit seinen Helfern füllen.

Ach, was ist denn jetzt schon wieder los. Aufgeregt kommt Omi Melitta und bringt noch ein Geschenk an. Ob es vielleicht für Dich ist? Als der Weihnachtsmann die vielen Säcke sah kam er schon wieder ins Schwitzen. Wie diese alle zu den Kindern bringen? Aber auch die Helfer Tim, Tam, Max und Tomi haben darüber nachgedacht und alle Rentiere aus dem Wald gerufen. Als der Weihnachtsmann aus dem Fenster schaute, war er so erfreut, dass er gleich an die Arbeit ging und alle Schlitten beladen ließ. Nun konnte es endlich losgehen, denn alle Schlitten waren bepackt und konnten nun zu den lieben Kindern gebracht werden. Alle Tiere gaben ihr Bestes. Zu manchen Kindern bringt Weihnachtsmann aber auch Geschenke persönlich vorbei. Ob er auch zu Dir kommt?

Ach die Säcke sind schwer. Der Weihnachtsmann kommt sogar ins Schwitzen und muss eine kleine Pause einlegen. Bei den Kindern, wo der Weihnachtsmann schon war, hat er sich sehr über die schön geschmückten Weihnachtsbäume gefreut. Felix hat sogar ein Gedicht aufgesagt. Kennst Du auch ein Lied oder Gedicht?

Nun waren alle Geschenke verteilt und die Schlitten wieder leer und der Weihnachtsmann und sein Helfer konnten wieder zurück ins Waldhaus fahren. Plötzlich hört der Weihnachtsmann eine Frau rufen: Lieber guter Weihnachtsmann. Du hast etwas vergessen! Nun musste sich der Weihnachtmann aber beeilen, damit Klara auch noch ihr Geschenk bekam. Da seine Rentiere alle müde waren, holte er seine schnellsten Pferde aus dem Stall und fuhr gleich los. Die Frau hatte auch eine tolle Idee, wie der Weihnachtsmann das Geschenk zu Klara bringen kann. Sie half dem Weihnachtsmann auf das Dach und dann stieg er durch den Schornstein gleich bis in Klaras Zimmer. Huch, das war aber anstrengend! Endlich geschafft.

Sie erzählte nun, dass Klara sehr traurig ist, weil sie sich so sehr ein Schaukelpferd wünschte und es nicht bekommen hat. Der Weihnachtsmann überlegte und schaute auf seiner langer Liste nach. Aber alles war abgehakt. Er wusste auch, dass seine Helfer ein Schaukelpferd besorgt hatten. Er bat die Frau mit ins Waldhaus zu kommen, um nachzusehen, ob es wirklich vergessen wurde. Als er die Tür aufmachte war er ganz erstaunt, was er dort sah. Der kleinste Helfer, unser Tomi, saß auf dem Schaufelpferd und schlief. Er träumte von vielen Süßigkeiten auf seinem bunten Weihnachtsteller. Der Weihnachtsmann schüttelte den Kopf und entschuldigte sich. Wie konnte ich das nur vergessen. So nun schnell das Schaukelpferd hinstellen und dann ist Feierabend!

Jetzt aber schnell ins Waldhaus zurück, denn auch ein Weihnachtsmann will einmal Ruhe haben. Er bedankte sich noch bei seinen vielen Helfern aus dem Wald mit kleinen Geschenken. Endlich wieder im Waldhaus angekommen, setzte er sich in seinen Sessel und musste gleich ein Fußbad nehmen, da er kalte Füße hatte und auch einige Blasen bekommen hatte. Denn wie ihr wisst hat er sehr viele Kinder heute Abend glücklich gemacht.

Was meint Ihr, ob sich alle gefreut haben über ihre Geschenke? So, liebe Kinder jetzt dauert es, nicht mehr lange und der Weihnachtsmann kommt auch zu Euch. Wir hoffen, Euch hat unsere Geschichte gefallen und wir sehen uns im nächsten Jahr wieder alle zusammen bei einer schönen Weihnachtsfeier.

Wir wünschen Euch allen ein gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Vielleicht gibt es ja in Jahr wieder eine kleine Geschichte aus dem Waldhaus.