DFG Fachkollegienwahlen

Wahlen 2019

Im Herbst 2019 sind die Wissenschaftler aufgerufen, die Mitglieder der Fachkollegien für den Zeitraum 2020 bis 2023 zu bestimmen.
Die Aufgabe der Fachkollegien ist es, in Sitzungen und schriftlichen Verfahren Anträge auf Förderung von Forschungsvorhaben zu bewerten, Vorschläge zum Förderumfang zu machen und die Entscheidungsgremien der DFG strategisch zu beraten.

Die DFG hat ein Wahlportal eingerichtet, das Informationen für die Wahlberechtigten, die Kandidaten und für die Einrichtungen bereithält, die als Wahlstellen fungieren.

Wahlfrist: 21. Oktober bis 18. November 2019

Kandidatinnen und Kandidaten der Uni Ulm

Wer ist aktiv wahlberechtigt?

  • Wahlberechtigung

    • ordentliche planmäßige Professorinnen und Professoren
    • Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren
    • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die vor dem ersten Tag der Wahlfrist erfolgreich die mündliche Doktorprüfung abgelegt haben

    Sie sind wahlberechtigt, wenn Sie zu einer der oben genannten Gruppe gehören und wenn Sie wissenschaftlich forschend an der Uni Ulm tätig sind. Ein Beschäftigungsverhältnis an der Uni Ulm ist nicht Voraussetzung. Der Zeitraum der wissenschaftlichen Tätigkeit an der Uni Ulm bezieht sich auf den ersten Tag der Wahlfrist (darf aber nicht auf diesen Tag beschränkt sein).

     

    Auch sind Personen wahlberechtigt, die zu folgenden Personengruppen gehören, wenn sie  aktuell wissenschaftlich forschend Tätig sind:

    • Emeriti
    • im Ruhestand befindliche Professoreninnen und Professoren
    • Privatdozentinnen und Privatdozenten
    • außerplanmäßige Professorinnen und Professoren
    • Lehrbeauftragte
    • Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren
    • Assistentinnen und Assistenten
    • Stipendiatinnen und Stipendiaten
    • Gastprofessorinnen und Gastprofessoren

    Bei diesen Personengruppen muss eine Einzelfallprüfung durch die Wahlleitung erfolgen.

  • Muss ich promoviert haben, um bei der Fachkollegienwahl 2019 wählen zu dürfen?

    Wählen darf, wer aktiv wahlberechtigt ist. Persönlich qualifiziert für die Fachkollegienwahl 2019 sind hierfür nach § 2 WahlO Professorinnen und Professoren (auch ohne Promotion) sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die spätestens am 20.10.2019 erfolgreich ihre mündliche Doktorprüfung (oder anerkannte vergleichbare Abschlussprüfung) abgelegt haben, wenn sie am ersten Tag der Wahlfrist eine nicht auf diesen Tag beschränkte wissenschaftlich forschende Tätigkeit ausüben. Daneben setzt die aktive Wahlberechtigung die Zugehörigkeit zu einer Wahlstelle voraus.

  • Was bedeutet "Ausübung wissenschaftlich forschender Tätigkeit" in § 2 WahlO?

    Die Mitglieder der Fachkollegien sollen von Personen gewählt werden, die auch als Forschende vom Förderhandeln der DFG unmittelbar betroffen sein können (Selbstverwaltung der Wissenschaft). Aus diesem Kontext ergibt sich, dass Personen, die nur in der Lehre, aber überhaupt nicht in der Forschung tätig sind, nicht gemäß § 2 WahlO für die Wahlen zu den Fachkollegien der DFG aktiv wahlberechtigt sind.

    Die Wahlstellen, die bei Erstellung der Liste der Wahlberechtigten (vgl. § 9 Nr. 4 i.V. m. § 2 Nr. 2 WahlO) eigenverantwortlich die Entscheidung zu treffen haben, ob eine wissenschaftlich forschende Tätigkeit gem. § 2 Nr. 2 WahlO vorliegt, können folgende (nicht abschließende) weitere Punkte für die Beurteilung heranziehen:

    1. Verfolgung eines Forschungsziels (Erschließung neuer Erkenntnisse) und
    2. methodisches Vorgehen zur Erreichung des Forschungsziels und
    3. beabsichtigte Veröffentlichung der Ergebnisse (z.B. in wissenschaftlichen Zeitschriften oder auf wissenschaftlichen Kongressen).

    Um eine fundierte Einzelfallentscheidung treffen zu können, sollte die Wahlstelle die Punkte mit den Betroffenen klären und sich bei der jeweils zuständigen Fakultät der Hochschule auch rückversichern.

    Fehlt eines dieser Kriterien, so liegt im Regelfall keine wissenschaftlich forschende Tätigkeit gemäß § 2 Nr. 2 WahlO vor, selbst wenn im Rahmen der Wahrnehmung sonstiger Aufgaben (z.B. Verwaltungstätigkeit) mit wissenschaftlichen Methoden oder in Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse gearbeitet wird.

    Auf den Umfang oder Anteil der wissenschaftlich forschenden Tätigkeit kommt es nicht an.

  • Ist für die aktive Wahlberechtigung entscheidend, ob die wissenschaftlich forschende Tätigkeit im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses erfolgt bzw. wie dieses ausgestaltet und finanziert ist?

    Nein. Eine wissenschaftlich forschende Tätigkeit kann beispielsweise auch im Rahmen eines befristeten Beschäftigungsverhältnisses, eines drittmittelfinanzierten (alle Drittmittelgeber) oder durch eine Privatperson finanzierten Beschäftigungsverhältnisses, sowie im Rahmen eines Stipendiums oder auch ganz ohne Beschäftigungsverhältnis erfolgen.

  • Sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktiv wahlberechtigt, die sich zum Zeitpunkt der Wahl in einem Forschungssemester befinden oder von ihrer deutschen Universität beurlaubt sind und im Ausland wissenschaftlich forschend tätig sind (z.B. an einer dortigen Universität)?

    Aktiv wahlberechtigt sind diese Personen, wenn sie neben der persönlichen Qualifikation nach § 2 Nr. 2 WahlO auch einer Wahlstelle angehören und sie ihre wissenschaftliche Forschung im Rahmen ihrer Zugehörigkeit zu dieser Wahlstelle ausüben. Insbesondere bei den im Ausland forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird es regelmäßig an der Zugehörigkeit zu einer Wahlstelle fehlen. Es sei denn, dass parallel auch noch wissenschaftlich forschende Tätigkeiten an einer Wahlstelle erfolgen.

  • Welche Auswirkungen haben Unterbrechungen meiner wissenschaftlich forschenden Tätigkeit an einer Wahlstelle auf meine aktive Wahlberechtigung?

    Die Wahlordnung enthält keine Regelungen in Bezug darauf, wie lange man seine wissenschaftlich forschende Tätigkeit an einer Wahlstelle unterbrechen kann, ohne dass dies Auswirkungen auf die aktive Wahlberechtigung hat, bzw. ab wann bei einer Unterbrechung die aktive Wahlberechtigung entfällt. Die Frage kann sich beispielsweise stellen bei längeren Erkrankungen, Urlaubsabwesenheiten, Elternzeit, Sonderurlaub etc.

    Unterbrechungen bis zu drei Monaten haben grundsätzlich keinen Einfluss auf das Vorliegen der Wahlberechtigung. Es ist davon auszugehen, dass die wissenschaftlich forschende Tätigkeit nach wie vor besteht und nur aus tatsächlichen Gründen kurzzeitig nicht ausgeübt wird.

    Bei Unterbrechungen von mehr als drei Monaten wird vermutet, dass keine kontinuierliche wissenschaftlich forschende Tätigkeit mehr an der Wahlstelle ausgeübt wird, sondern die wissenschaftlich forschende Tätigkeit eingestellt wurde. Nur wenn Anhaltspunkte dafür vorgetragen sind, dass dennoch weiterhin eine wissenschaftlich forschende Tätigkeit an der Wahlstelle ausgeübt wird, kann die Wahlberechtigung weiterhin als gegeben angesehen werden (Einzelfallprüfung). Ein solcher Anhaltspunkt ist bspw. das gesetzliche Beschäftigungsverbot im Mutterschutz, das unter bestimmten Umständen auch länger als 3 Monate andauern kann.

    Auch Planungsgespräche für Forschungsprojekte oder Publikationen, die durchgeführt oder vorbereitet werden, können Anhaltspunkte dafür liefern.

  • Können Wissenschaftlerinnen, die sich in Mutterschutz befinden, aktiv wahlberechtigt sein?

    Ja. Denn Mutterschutz bedeutet nicht, dass die wissenschaftlich forschende Tätigkeit dauerhaft aufgegeben wird. Die Dauer des Mutterschutzes ist durch Gesetz klar begrenzt. Bei Vorliegen aller sonstigen Voraussetzungen sind Wissenschaftlerinnen, die sich am ersten Tag der Wahlfrist oder während der gesamten Wahlfrist im Mutterschutz befinden, aktiv wahlberechtigt.

  • Können Personen, die sich in Elternzeit befinden, aktiv wahlberechtigt sein?

    Hier sind keine Besonderheiten zu beachten. Personen, die sich in der Elternzeit befinden, sind bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen (§ 2 Nr. 2 WahlO) grundsätzlich dann wahlberechtigt, wenn sie während der Elternzeit eine nicht auf den ersten Tag der Wahlfrist beschränkte wissenschaftlich forschende Tätigkeit (beispielsweise in Teilzeit) an einer Wahlstelle.

  • Besonderheiten: Ärztinnen und Ärzte am Universitätsklinikum

    Voraussetzungen für Ihre Wahlberechtigung:

    • Sie üben eine (wissenschaftlich) forschende Tätigkeit aus (Keine Wahlberechtigung, wenn Sie ausschließlich in der Krankenversorgung tätig sind.)
    • Sie gehören mit Ihrer Einrichtung der Wahlstelle an:
      • dies ist gegeben, wenn Sie direkt dem Universitätsklinikum zugehört
      • dies ist nicht gegeben, wenn Sie an einem AN-Institut beschäftigt sind

Ida Holm

Wahlleitung

Abteilung Recht und Organisation

Helmholtzstraße 16
89081 Ulm

Raum: E 07a

E-Mail: wahlen(at)uni-ulm.de
Telefon: +49 (731) 50-25193
Fax: +49 (731) 50-25098