mediale Bildungspfade

Ein medialer Bildungspfad ist eine Art „Schnitzeljagd“, bei der die Studierenden einen vorgegebenen Weg finden müssen. Die Hinweise auf die nächste Wegstation erhalten sie indem sie Aufgaben und Rätsel lösen. Die Umgebung, die Aufgaben und die technische Umsetzung solcher Bildungspfade sind flexibel und an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Das bedeutet konkret, die gewünschten Lehrinhalte können mithilfe verschiedener Aufgaben an den unterschiedlichen Standorten vermittelt werden. 

Die Studierenden sollen den erstellten Pfad durchlaufen und die Aufgaben an den verschiedenen Stationen lösen um dadurch Hinweise und Standpunkte für die nächste Station zubekommen. Idealerweise ist der Pfad so konstruiert, dass die Studierenden (-gruppen) mit den Hinweisen aus den Aufgaben den Pfad wie bei einer Schnitzeljagd selbständig finden und erarbeiten können.

Die eingesetzten Techniken können je nach Voraussetzungen angepasst werden. Besonders lohnenswert und einfach zu erstellen sind QR-Code Rallyes (falls Sie Interesse dazu haben gelangen Sie hier zu unserem Beitrage der QR-Code Ralleys) oder Pfade, die mithilfe von Smartphones absolviert werden können. Es gibt aber auch die Möglichkeit das Geocachingverfahren zu nutzen.

Diese Methode eignet sich besonders gut für Seminare, die über einen ganzen Tag oder ein ganzes Wochenende gehen. Besonders vorteilhaft ist, dass die Studierenden die gesamte Zeit selbstständig aktiv sind. Dadurch bleiben sie aufmerksam und können die Themengebiete besser verarbeiten, als wenn sie diese nur passiv durch vorgetragene Informationen erlernen könnten. Gleichzeitig kann ein medialer Bildungspfad viel Spaß machen und für eine angenehme Stimmung im Seminar beitragen.

Außerdem fördert diese Methode das Selbstmanagement der Studierenden, da sie u.a. einschätzen müssen, wann sie ein Pause brauchen und wie viel Zeit sie den einzelnen Aufgaben widmen müssen um den ganzen Pfad in der vorgegebenen Zeit zu absolvieren.

Mit der Methode der medialen Bildungspfade können sowohl Wissen an die Studierenden vermittelt werden als auch Abfragen, Anwendungsaufgaben an (authentischen) praktischen Beispielen und kritische Beurteilungen des Themengebiets eingebaut werden. Außerdem werden die kritisch-reflektiven und die Kommunikationsfertigkeiten Ihrer Studenten gefördert. Als Lehrinhalte eigen sich besonders Themen mit vielen Praxisbezügen, anwendungsbezogenen Aufgaben oder größere Themenblöcken, die Sie in unterschiedliche kleinere Einheiten einteilen möchten.

Zielgruppe
Studierende
Dozierende

Ziele
Informationen vermitteln
Üben & Testen
Kommunizieren & Interagieren
Gemeinsam Inhalte erstellen

Autor
Abteilung II E-Learning
Zentrum für Lehrentwicklung

 

 

Schritt 1: Konzeption

Bei der Konzeption eines medialen Bildungspfades sind einige Rahmenbedingungen besonders zu beachten. Vor allem sollten Sie Lernziele und –inhalte auf eine gute Verknüpfung mit den Aufgaben und Orten überprüfen. Außerdem sind die zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung für die Konzeption. Auch die technischen Anforderungen müssen auf eine zuverlässige Umsetzbarkeit angepasst werden. Falls Sie sich Unterstützung bei der Konzeption und technischen Umsetzungen wünschen, können Sie uns gerne direkt kontaktieren und wir werden Sie gerne dabei tatkräftig unterstützen.

Schritt 2: Erstellen des Bildungspfads

Im zweiten Schritt müssen nun die Planung und Inhalte umgesetzt werden. Die Orte für die verschiedenen Aufgaben müssen festgelegt werden, Aufgaben und Materialien und die Medien zur Umsetzung (z.B. QR-Codes, Webseiten, Apps) sollten erstellt und die technische Umsetzung ausgearbeitet werden. Des Weiteren kann es möglich sein, dass weitere Mitarbeiter für den medialen Bildungspfad geschult werden müssen.

Schritt 3: Probedurchlauf

Im nächsten Schritt sollte es einen kompletten Probedurchlauf des medialen Bildungspfades geben, um mögliche Hindernisse und (technische) Probleme vorher erkennen und beheben zu können. Mit einen Probedurchlauf können sie außerdem testen, ob Ihre zeitliche Kalkulation stimmig ist oder sie zu wenig Zeit berechnet haben.

Schritt 4: Durchführung

Im letzten Schritt können Sie Ihren medialen Bildungspfad dann durchführen und anschließend evaluieren und möglicherweise modifizieren.