Mikrolernen

Ein wieder kommender Trend im E-Learning wird 2019 das Mikrolernen sein.

Mikrolernen bezeichnet das Lernen von kleinen Lerneinheiten. Diese Lerneinheiten sollten nicht länger als ein paar Minuten dauern und nur sich auf ein kleines und in sich abgeschlossenes Thema beschränken. Jede Mikroeinheit beschränkt sich immer nur auf ein Thema und erklärt dieses mit möglichst wenig zusätzlichen Informationen. Dadurch können die Lernenden sich in wenigen Minuten ein grundlegendes Wissen zu einem Thema aneignen und dieses am Besten direkt umsetzten. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Mikrolernen ist, dass die Lernenden am Ende der Einheit ein Feedback zu ihrem Lernerfolg bekommen. Dies kann in Form ein zwei Quizfragen geschehen oder einer praktischen Aufgabe, die die Lernenden mit dem neu erlernten Wissen lösen können. Schaffen sie es dies zu tun, haben sie die Lerneinheit erfolgreich abgeschlossen.    

Zielgruppe
Dozierende

Ziele
Informationen vermitteln
Feedback geben

Autor
Zentrum für Lehrentwicklung

Abteilung II E-Learning

 

 

Vorteile des Mikrolernen

Die meisten Lernenden können sich nicht länger als 30 Minuten am Stück konzentrieren. Mikrolerneinheiten ermöglichen es, ein begrenztes Thema schnell und praxisnah zu vermitteln. Dadurch können die Lernenden oft ihr Wissen direkt an neuen Aufgaben ausprobieren und bekommen ein schnelles Feedback über ihren Lernerfolg. Außerdem eigenen sich Mikrolerneinheiten hervorragend zum Wiederholen von bereits behandelten Themen oder als Hilfe zum Verständnis aktueller Lerninhalte. Zum Beispiel könnten sie ein Thema aus einem Vorlesungsinhalt nochmals als Mikrolerneinheit über Moodle bereitstellen und Studierende, die Verständnisschwierigkeiten zu diesem speziellen Thema haben, können damit auf eine weitere Art den Inhalt wiederholen und in ihrem Tempo lernen. Außerdem eigenen sich Mikrolerneinheiten sehr gut Studierende zwischen den Vorlesungs- oder Seminarterminen mit dem Lernmaterial in Kontakt zu bringen.  

Ein weiteres sehr wichtiges Anwendungsfeld können häufig in der Praxis auftretende Fragen als Mikrolerneinheit sein. In einem Seminar lernen Studierende häufig nur neues Wissen aud Simulationsbespiele anzuwenden. In der Praxis häufig auftretende Probleme können stilvoll in Mikrolerneinheiten umgewandelt und den Lerenden zur Verfügung gestellt werden und so eine praxisorientierte Hilfe sein.

Lizenz: CC0 by geralt via Pixabay

Mikrolerneinheiten erstellen

Mikrolerneinheiten lassen sich mit jedem Medium erstellen, oft eigenen sich Video, Podcast oder Screencastformate sehr gut dafür. Man kann aber auch kurze Texte, Bilder und Infographiken nutzen um eine Mikrolerneinheit zu erstellen. Wichtig bei allen Medien ist, dass nur die relevanten Informationen dargestellt werden und das Thema klar abgegrenzt und abgeschlossen ist. Außerdem sollten Sie immer eine Form des Feedbacks zur Mikroeinheit erstellen. Dies könnte zum Beispiel eine anwendungsfrage in Moodle sein oder ein kurzes Quiz zum Ende der Einheit. Manchmal eigenen sich auch Aufgaben, bei denen die Studierenden Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten suchen sollen.

Wenn Sie Interesse an detaillierteren Anleitung zum Erstellen von Infografiken, Screencasts und Podcast zum Mikrolerenen haben, besuchen sie unsere Anleitungen hier.

Lizenz: CC0 by TeroVesalainen via Pixabay

Good Practice Beispiele

Sie haben Interesse an Mikrolerneinheiten bekommen und wollen sich von einigen Beispielen inspirieren lassen? Wir haben einige tolle Mikrolerneinheiten für sie gesammelt.

33 Interessante und Gute Infografik Beispiele

Micro-learning explained in two minutes

2-Minute Neuroscience: The Retina

fMRT und DTI: Lernvorgänge im Gehirn sichtbar machen

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