Founder’s Garage

Kurze Zusammenfassung

Das Modul „Founder’s Garage“ ist ein interdisziplinäres und innovatives Lernkonzept zur Förderung einer praxisnahen sowie fach- und hochschulübergreifenden Lehre. Hierbei soll eine Idee in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in ein Konzept umgesetzt werden. Im Vordergrund stehen nicht nur die Vermittlung von fachlichen Inhalten zum unternehmerischen Denken und Handeln, sondern ebenso die Förderung verschiedener sozialer Kompetenzen, welche für den Einstieg in das spätere Berufsleben entscheidend sind (z.B. Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeiten und Zeitmanagement). Die Vermittlung von Fachkompetenzen beruht u.a. auf verschiedenen Vorträgen und Workshops sowie den regelmäßigen (Erfahrungs-)Austausch mit den Mentoren. Insgesamt soll dem selbstständigen Arbeiten im Rahmen des Moduls bewusst viel Raum gegeben werden, um eine tiefe und interessenbegleitende Erarbeitung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen zu gewährleisten. Seit dem 1.1.2019 wird das Lehrformat durch das Förderprojekt Accelerate!SÜD aus der Förderlinie Gründungskultur des MWK gefördert. Die Förderung wurde im Verbund mit der Hochschule Biberach und der Technischen Hochschule Ulm eingeworben.

Welche Tools & Software wurde für das Projekt genutzt?

Das Projekt nutzt die Moodle-Plattform der School of Advanced Professional Studies (SAPS). Hier werden mehrere Tools angeboten, die für die kollaborative Zusammenarbeit der Projektgruppen sowie der Mentoren und Mentorinnen genutzt werden, wie z.B. das Ablagesystem des CloudStores zur gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten, Moodle zur Veröffentlichung von Kursinformationen und begleitenden Lernangeboten und Mahara zur Erstellung von E-Portfolios.

Zeitlicher Aufwand

zur Vorbereitung/Entwicklung

Die Vorbereitung und Entwicklung des Kurses erforderten einen hohen zeitlichen Aufwand über die Dauer von über einem Jahr. Die Entwicklung des Kursformats begann bereits im Wintersemester 2017/18 und wurde eng durch die Hochschuldidaktik begleitet, welche bei der Ausarbeitung des didaktischen Konzepts unterstützte. Die Anmeldung des Moduls im Fachbereich Biologie erforderte Gespräche mit der Studienkommission und dem Fachprüfungsausschuss. Informationsmaterial wurde dafür vorbereitet. Parallel lief die Erstellung von Moodle-Inhalten, Anwerbung von Vortragenden und die Terminplanung für Seminare und Abschlusspräsentationen. Im Sommersemester 2018 startete der Kurs unter dem Namen „Online-Tool Development“ als Nebenfachangebot im Master Biology. Seit Beginn des Jahres 2019 laufen die Vorbereitungen, den Kurs für alle Masterstudiengänge der Universität Ulm zugänglich zu machen. Diese beinhalten die Präsentation des Kurskonzepts vor Studiengangskoordinator*innen, Studiendekanen, Studienkommissionen und anderen Gremien. Erstellung von Flyern für Studierende, Anmeldung wählbarer Module und vieles mehr.

zur Durchführung

Die Durchführung des Kurses erfordert für Dozierende und Koordinator*innen keinen großen zeitlichen Aufwand. Die Termine für Vorträge und Seminare wurden vorbereitet, sie finden etwa zweiwöchig statt und dauern ca. zwei Stunden. Die Projektgruppen treffen sich eigenständig mit ihren Mentor*innen und selbst gewählten Ansprechpersonen, die sie in ihrer Projektarbeit unterstützen. Diese Termine finden ebenfalls in zweiwöchigem Rhythmus statt und dauern ca. eine Stunde. Der zeitliche Aufwand für die Studierenden ist mit 4 SWS (2 SWS für die eigenständige Projektarbeit + 2 SWS für die Seminarteilnahme) berechnet.

Die statischen Kursinformationen, die über das Semester hinweg durch Moodle bereitgestellt wurde, können auch in nachfolgenden Semestern verwendet werden.

Herausforderungen

  • Technische Weiterentwicklung der kursbegleitenden digitalen Unterstützung und elektronischer Lehrmaterialien: Die Kurskoordination muss über laufende Weiterentwicklungen bei Moodle informiert sein und diese beim Aufbau des Angebots vor Kursbeginn prüfen.
  • Anwerbung neuer Vortragender, Erstellung von Lehrmaterialien: Die Vortragsthemen können von Semester zu Semester wechseln. Sie sind in diesem Format nicht als Lehrinhalt sondern als Anregung für die Projektarbeit zu verstehen. Die Gruppen und ihre Mentor*innen entscheiden selbst, welche Inhalte für ihre Arbeit relevant sind. Die Kurskoordination muss für eine gute Auswahl der Vortragenden und ihrer Themen passend zu den aktuellen Projektthemen sorgen und Lücken durch entsprechendes Material auf Moodle auffüllen.
  • Förderung des interdisziplinären Wissensaustauschs: Bei der Zusammenstellung der Teams ist darauf zu achten, dass sie sich persönlich und fachlich möglichst ergänzen. Hierbei kann sowohl auf Kursmitglieder der unterschiedlichen Fachdisziplinen der Universität Ulm als auch von den beiden kooperierenden Hochschulen zurückgegriffen werden. Eine Zusammenstellung der Teams erfolgt beim Kick-Off Meeting.

Vorteile der Methode

  • Disziplinübergreifend: Die Projektumsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen (z. B. fächer- und hochschulübergreifend sowie mit Unternehmen), um neue Denk- und Zugangsweisen zu gewinnen.
  • Verzahnung von Forschung, Lehre und Transfer: Die Teams haben die Möglichkeit an aktuellen Transfer- und Forschungsthemen zu arbeiten. Dies geschieht durch die Einbindung der externen und internen Mentor*innen, welche ihre Projektideen in den Kurs einbringen und die Teams bei ihrer Arbeit unterstützen.
  • Praxisnahe Lehre: Aufgrund der engen Zusammenarbeit und der Unterstützung durch Mentoren sowie Vorträgen von Partnern aus der Praxis (inkl. Illustration verschiedener Praxisbeispiele) wird eine von den Studierenden geforderte praxisnahe Lehre angestrebt. Darüber hinaus arbeiten die Studierenden an Projekten, welche sie auf das Berufsleben vorbereitet und sie erhalten Einblicke in die Start-up Szene.
  • Schlüsselkompetenzen: Neben fachlichem Wissen und Können stehen verschiedene Softskills (z. B. Projektmanagement, Teamarbeit, Selbstständigkeit) im Fokus. Diese befähigen die Studierenden aktuelle und künftige Fragestellungen im beruflichen, privaten und gesellschaftlichen Bereich zu meistern.

Informationen zum Projekt

Art der Veranstaltung: Wahlpflichtangebot für Masterstudierende

Gruppengröße: 25

Lernformen: eigenständige Projektarbeit, E-Learning, Mentorengespräche, Vorträge, Seminare, Workshops

Link zur Projektwebseite: Founder's Garage

Informationen zum Lehrenden

Name: Dana Schultchen und Dr. Andrea Wirmer

Fachbereich: Psychologie und Biologie

Kurs: Founder’s Garage

Rolle: Kurskoordinatorinnen

offen für Rückfragen?: ja