Die Arten der BANini50 Zertifizierung
Die einzelnen Module der BANini Zertifizierung sind als aufeinander aufbauend zu verstehen. Demnach gelten alle Arten des BANini25 Moduls auch als Teil des BANini50 Moduls. Die weiteren 25 Arten, die Teil von BANini50 sind, sind hier auf dieser Seite aufgeführt (alphabetisch sortiert nach Familien):
Der Schwarze Holunder
Der Schwarze Holunder Sambucus nigra
Familie: Adoxaceae (Moschuskrautgewächse)
Größe: 3-7 m hoch
Standort: Frische bis feuchte Wälder, Hecken, Gebüsch und Ruderalstandorte.
Die Äste sind leicht brechbar mit weißem Mark. Nach Absterben/ Austrocknen sind die Zweige hohl. Der weiße Blütenstand ist schirmförmig. Die Früchte sind schwarz-glänzend, die Blätter sind gefiedert (meist mit fünf Blättchen).
Die Früchte werden gerne zu Gelee, Marmelade oder Saft verarbeitet. Auch die Blüten werden beispielsweise zu Sirup verarbeitet.
Superkraft: Die Blüten und Beeren haben eine fiebersenkende Wirkung.
Verwechslungsgefahr: Roter Holunder Sambucus racemosa. Die Beeren des Roten Holunder sind Rot, das Mark ist nicht weiß und der Blütenstand ist eine aufrechte Blütentraube.
Der Wiesen-Kerbel
Der Wiesen-Kerbel Anthriscus sylvestris
Familie: Apiaceae (Doldenblütler)
Größe: 60-150 cm hoch
Standort: Charakterart der nährstoffreichen, feuchten Fettwiesen, Hecken-, Gebüsch- und Waldränder.
Dolden sind 8-15 strahlig, ohne Hülle, die Randblüten sind etwas vergrößert. Der Stängel ist schafkantig gefurcht und die Blätter sind dreifach gefiedert mit mehr als fünf Fiederpaaren. Der Stängel ist fein behaart.
Funfact: Der Wiesen-Kerbel wird durch Gülle gefördert (kommt auf nährstoffreichen Standorten vor) und wird demnach auch als “Mieschdbriaschdengl” bezeichnet. Im Futter ist die Pflanze eher unbeliebt.
Der Wiesen-Kerbel kann bei Berührung auf der Haut phototoxische Reaktionen hervorrufen.
Verwechslungsgefahr: Mit vielen anderen weißen Doldenblütlern
Der Efeu
Der Efeu Hedera helix
Familie: Araliaceae (Efeugewächse)
Größe: 50 cm - 20 m
Standort: Frische Laubmischwälder, an Felsen und Mauern, in Parks und Gärten.
Oft an Bäumen kletternd oder kriechend. Die Blüten sind in doldigen Köpfchen, die Kelchblätter sind klein und dreieckig. Die Blütenblätter sind gelbgrün und nach unten geklappt. Die Beeren sind schwarz, die Blätter gelappt und mit heller Aderung. Ältere Triebe verholzen und bilden Haftwurzeln aus.
Funfact: immergrün und wird auch “Baumwinde” genannt.
Besucher: Durch den sehr späten Blütenzeitraum stellt Efeu eine sehr wichtige Grundlage für die Insektenwelt dar. Efeu ist damit eine wichtige Nahrungsgrundlage vieler Wildbienenarten.
Die Gewöhnliche Kratzdistel
Die Gewöhnliche Kratzdistel Cirsium vulgare
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: Bis 3 m
Standort: Mäßig trockene bis feuchte Ruderalstandorte, Grünlandbrachen, Weiden, Ufer.
Der Blütenstand ist stark verzweigt, die Verzweigungen enden meist in einzelnen 3-5 langen Köpfchen. Die Hüllblätter sind abstehend und linealisch während die Blätter lanzettlich und tief fiederspaltig sind. Der Stängel ist dicht behaart und dornig.
Funfact: Die Gewöhnliche Kratzdistel ist eine reine Pollenblume und enthält im Gegensatz zur Acker-Kratzdistel keinen Nektar. Sie ist die Nationalblume Schottlands.
Verwechslungsgefahr: Die Acker-Kratzdistel
Der Raue Löwenzahn
Der Raue Löwenzahn Leontodon hispidus
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: 30-70 cm
Standort: Halbtrockenrasen, frische bis (nass-)feuchte Wiesen und Weiden, Steinschutt.
Die Grundblätter des Rauen Löwenzahns sind nicht bodenanliegend, meist rauhaarig. Die Stängel sind blattlos mit jeweils nur einem Blütenkopf. Die Köpfchen sind vor dem Blühen nickend mit einem Durchmesser von 12-22 mm, die Zungenblüten sind 14-26 mm lang.
Superkraft: Die unterirdischen Pflanzenteile wurden in Kriegszeiten geröstet und als Kaffeeersatz verwendet.
Verwechslungsgefahr: Andere gelbe Asteraceae
Die Echte Kamille
Die Echte Kamille Matricaria chamomilla
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: 15-50 cm hoch
Standort: Sandige bis lehmige Äcker, kalkmeidend.
Stängel verzweigt mit 8-120 Köpfchen, Köpfchen 10-25 mm im Durchmesser, anfangs mit ausgebreiteten weißen Zungenblüten, schon nach kurzer Zeit nach unten geschlagen, die Zahl der Zungenblüten kann dabei stark variieren. Der Korbboden der reifen Köpfchen ist hohl. Die Fiederabschnitte der Blätter sind pfriemelig.
Superkraft: Die Echte Kamille wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Zudem hat sie eine angstlösende, beruhigende Wirkung.
Verwechslungsgefahr: Die Geruchlose Kamille Tripleurospermum inodorum, hat kein hohles Köpfchen und ist, wie der Name bereits verrät, geruchlos.
Der Huflattich
Der Huflattich Tussilago farfara
Familie: Asteracaeae (Korbblütler)
Größe: 5-15 cm groß
Standort: Frische bis wechselfeuchte Ruderalstellen, Brachen, Ufer, Äcker.
Die Köpfchen sind oft nickend (ca. 3 cm im Durchmesser). Die Köpfchen bestehen aus wenigen funktional männlichen Röhrenblüten in der Mitte und vielen in mehreren Reihen angeordneten Zungenblüten. Die Stängelblätter sind unterseits weich behaart.
Besucher: Der Huflattich ist eine Frühjahrsblume und wird von vielen verschiedenen Insekten bestäubt. Er dient einigen gefährdeten Schmetterlingsarten als Futterpflanze, darunter den Raupen des Alpen-Würfeldickkopffalter, der Großen Bodeneule und der Gelblichen Alpen-Erdeule.
Funfact: Die Blätter sind erst nach der Blütezeit erscheinend.
Superkraft: Heilpflanze bei Hustenreiz (schleimlösend).
Die Hainbuche
Die Hainbuche Carpinus betulus
Familie: Betulaceae (Birkengewächse)
Größe: Bis 25 m
Standort: Feuchte bis mäßig trockene Laubmischwälder, Gebüsche, (Schnitt-)Hecken
Die Hainbuche ist ein einhäusiger Baum, die Kätzchen erscheinen mit dem Blattaustrieb. Die Früchte sind zu mehreren in ährenähnlichen, hängenden 7-14 cm langen Fruchtständen. Die Blätter sind doppelt gesägt. Die Blattnerven auf der Blattunterseite sind lang behaart. Der Stamm (ähnlich der Rotbuche) hat eine glatte, graue Rinde.
Funfact: Häufig als Hecken, insbesondere in Norddeutschland (zum Schutz vor Winden).
Verwechslungsgefahr: Die Rotbuche Fagus sylvatica
Der Gewöhnliche Natternkopf
Der Gewöhnliche Natternkopf Echium vulgare
Familie: Boraginaceae (Rauhblattgewächse)
Größe: 25-100 cm
Standort: Trockene bis halbtrockene Ruderalstellen, steinige oder sandige Plätze.
Der Blütenstand des Gewöhnlichen Natternkopfes ist kerzenförmig und meist vielblütig. Die Stängelblätter sind lanzettlich und meist sitzend. Die Blütenfarbe ändert sich nach der Bestäubung zu blau.
Besucher: Insbesondere Bienen suchen die Pflanze auf.
Die Rundblättrige Glockenblume
Die Rundblättrige Glockenblume Campanula rotundifolia agg.
Familie: Campanulaceae (Glockenblumengewächse)
Größe: 10-30 cm
Standort: In sehr mageren Wiesen und Magerrasen.
Der Blütenstand ist mehrblütig, die Blütenknospen sind aufrecht, die Krone 10-20 mm lang, die Stängelblätter sind schmal linealisch. Die Grundblätter (wie der Name bereits verrät) sind rundlich bis herzförmig und lang gestielt, häufig sind diese zur Blüte jedoch fehlend.
Das Taubenkropf-Leimkraut
Das Taubenkropf-Leimkraut Silene vulgaris
Familie: Caryophyllaceae (Nelkengewächse)
Größe: 10-60 cm
Standort: Magerrasen/ Magerwiesen
Der Blütenstand des Taubenkropf-Leimkrauts ist drei bis 20-blütig. Der Kelch ist tief gespalten und stark aufgeblasen. Er ist mit netzförmigen, roten Adern bezogen. Die Stängelblätter sind linealisch bis lanzettlich gegenständig.
Funfact: Der Kelch des Taubenkropf-Leimkrauts wirkt wie ein aufgeblasener Taubenkropf.
Besucher: Die Blüten verströmen abends einen betörenden Geruch und bieten reichlich Nektar. Das Taubenkropf-Leimkraut wird insbesondere durch Nachtfalter bestäubt, die mit ihrem langen Rüssel gut an den Nektar gelangen. Hummeln umgehen die Hürde des tiefen Kelches, indem sie ein Loch in den Kelch beißen. Das bezeichnet man auch als Blütenraub.
Die Wald-Segge
Die Wald-Segge Carex sylvatica
Familie: Cyperaceae (Sauergräser)
Größe: 20-100 cm
Standort: Mittelfeuchte, mäßig saure und mäßig stickstoffreiche Böden, Laub- und Nadelmischwälder
Blütenstand mit einer männlichen Ähre und zwei bis sechs weiblichen Ähren, die im reifen Zustand überhängen. Die weiblichen Ähren sind lockerblütig (der Stiel ist meist gut sichtbar). Die männlichen Ähren sind kurz stachelspitzig.
Das Wald-Bingelkraut
Das Wald-Bingelkraut Mercurialis perennis
Familie: Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)
Größe: 15-40 cm
Standort: Bevorzugt feuchte, nährstoff- und basenreiche, lockere Böden an eher schattigen Standorten z. B. Laubmischwälder, Auenwälder, Gebüsche und Waldränder.
Das Wald-Bingelkraut ist unverzweigt, die männlichen Blüten sitzen auf dünnen fadenförmigen Stielen, die weiblichen Blüten stehen einzeln oder zu zweit/ dritt in den Blattachseln. Die Blätter sind länglich, gesägt und doppelt so lang wie breit. Der Stängel ist ohne Milchsaft.
Der Hopfenklee
Der Hopfenklee Medicago lupulina
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Größe: 10-50 cm
Standort: Kalkreiche, trockene Standorte.
Die Köpfchen (erinnern an Hopfen) sind zehn bis 50-blütig. Die Blüten sind fast ungestielt. Die Hülsenfrüchte sind klein, nierenförmig und erinnern an Schnecken. Sobald sie reif sind färben sie sich schwarz. Die Blätter sind dreiteilig. Das mittlere Blättchen ist etwas länger gestielt und endet in einem kleinen Spitzchen (=Medicagozahn). Der Stängel und die Blätter sind unterseits oft seidig behaart.
Besucher: Insbesondere Bienen
Funfact: Der Blütenstand erinnert an Hopfen (daher auch der Name; Hopfen Humulus lupulus). Die Gattung Medicago wird aufgrund ihrer schneckenähnlichen Früchte auch Schneckenklee genannt.
Die Trauben-Eiche
Die Trauben-Eiche Quercus petraea
Familie: Fagaceae (Buchengewächse)
Größe: Bis 35 m
Standort: Trockene bis frische, mittel- bis tiefgründige Stein- und Lehmböden. Trockene bis frische Laubmischwälder, Eichen-Kiefernwälder, meidet Staunässe.
Die Trauben-Eiche ist einhäusig, die männlichen Blüten hängen in Kätzchen, die weiblichen Blüten sind sitzend. Die Eichel ist vom Fruchtbecher in etwa ¼ umschlossen. Die Früchte sind mehr oder weniger sitzend zu mehreren in Trauben, während die Blätter deutlich gestielt sind.
Funfact: Die Eichenblätter und Eicheln auf den Cent-Münzen werden nicht wahrheitsgetreu dargestellt.
Verwechslungsgefahr: Die Stiel-Eiche Quercus robur. Bei der Stiel-Eiche sind die Blätter nicht gestielt, die Früchte jedoch schon.
Die Flatter-Binse
Die Flatter-Binse Juncus effusus
Familie: Juncaceae (Binsengewächse)
Größe: 30-150 cm
Standort: Die Flatter-Binse ist eine Sumpfpflanze, die an feuchten, sauren und stickstoffarmen bis mäßig stickstoffreichen Standorten vorkommt. Häufig auf Feucht- und Nasswiesen, in Mooren, an Wegrändern oder im Grünland (meist Beweidungszeiger)
Die Flatter-Binse wächst meist horstförmig, der Stängel ist hellgrün, etwas glänzend und beim Drehen zwischen den Fingern glatt. Der Blütenstand ist “seitenständig” und meist ziemlich locker. Der Stängel und die Blätter sind nicht gekammert (im unteren Teil der Pflanze prüfen).
Der Klatsch-Mohn
Der Klatsch-Mohn Papaver rhoeas
Familie: Papaveraceae (Mohngewächse)
Größe: 30-90 cm
Standort: Verbreitet in Getreidefeldern, selten auch auf Schutt, an Wegen, im Bahnhofsgelände etc., er bevorzugt sommerwarme, meist kalkhaltige Lehmböden.
Der Klatsch-Mohn bildet oft große Bestände. Der Stängel ist aufrecht oder aufsteigend und stark abstehend behaart. Die Blütenknospen sind meist nickend und von zwei borstig behaarten Kelchblättern umgeben. Die Kapsel-Frucht ist breit eiförmig. Die Blätter sind lanzettlich und mehr oder weniger ungeteilt, fast ganzrandig oder scharf gezähnt.
Funfact: Hat in vielen Kulturen eine große Symbolkraft. Im Persischen symbolisiert der Klatsch-Mohn beispielsweise die Liebe mit dem schwarzen Mittelpunkt der das Leiden der Liebe darstellt.
Aus den Blüten wurde traditionell Schminke hergestellt.
Die Weiß-Tanne
Die Weiß-Tanne Abies alba
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
Größe: 30-60 m
Standort: die Weiß-Tanne ist extrem schattentolerant. Sie ist auf frischen, kühlen, mehr oder weniger basenreichen, humosen, steinigen und lehmigen Böden zu finden.
Die Weiß-Tanne ist auch bis ins hohe Alter bis zum Boden beastet. Die männlichen Blütenstände hängen, während die weiblichen Blütenstände stehen. Die Zapfen reifen im Herbst des Blütejahres aufrecht (!). Die Zapfen werden 10-16 cm groß. Wenn sie reif sind werden sie braun, jung und frisch sind sie grün. Die Zapfen zerfallen am Baum, so dass nur eine Zapfenspindel stehen bleibt. Die Nadeln sind dunkelgrün, oberseits deutlich gescheitelt. Unterseits tragen die Nadeln zwei weiße Bänder.
Besucher: Für die Raupen des Kiefernspanners, der Nonne und der Kieferneule stellt die Weißtanne eine wichtige Futterpflanze dar.
Superkraft: Die Weiß-Tanne kann über 500 Jahre alt werden.
Funfact: Auf dem Etikett des Tannenzäpfle-Biers sind die Zapfen von Fichten und nicht die Zapfen der Weiß-Tanne abgebildet.
Verwechslungsgefahr: Andere Pinaceae
Die Waldkiefer
Die Waldkiefer Pinus sylvestris
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
Größe: Bis 40 m
Standort: Die Waldkiefer kommt insbesondere auf nährstoffarmen, trockenen oder nassen Standort vor. Die Art ist ziemlich konkurrenzschwach.
Die Waldkiefer ist immer einstämmig mit kegel- bis schirmförmiger Krone und locker aufgebauten Aststockwerken. Die Krone ist unregelmäßig schirmförmig. Die Zapfen sind rundlich. Die Nadeln sind 5-7 cm lang und immer zu zwei. Die Borke ist im oberen Teil orange, die ältere Borke ist durch tiefe Furchen in einzelne große Platten getrennt.
Superkraft: Die Wuchsform der Waldkiefer ist sehr flexibel. Durch hygroskopische Bewegungen (Öffnen und Schließen der Kiefernzapfen als Wetterpropheten) kann sie unterschiedliche Witterungsverhältnisse anzeigen: Bei feuchtem Wetter quillt die Unterseite der Samenschuppe stärker, als die Oberseite und der Zapfen schließt sich.
Das Ausdauernde Weidelgras
Das Ausdauernde Weidelgras Lolium perenne
Familie: Poaceae (Süßgräser)
Größe: 10-60 cm
Standort: Stickstoffreiche, auch zum Teil oberflächlich verdichtete Böden, mittelfeucht, intensiv genutzte Weiden, seltener Wiesen, Straßenränder, Wegränder.
Die Ährchen sind sitzend, ca. 10 mm lang, zur Reife sind sie fast aufrecht abstehend. Die Staubbeutel sind gelb, das Blatt unten ist glänzend. Keine Grannen.
Superkraft: Sehr trittresistent und regeneriert sich schnell. Ist damit sehr gut geeignet für strapazierfähige Rasen in Sportanlagen, Parks und Ziergärten.
Der Sauer-Ampfer
Der Sauer-Ampfer Rumex acetosa
Familie: Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Größe: 30-100 cm
Standort: Tiefgründiger, lockerer Lehm-, Ton- oder Torfboden, mäßig trockener bis feuchter Boden eher saures Milieu.
Der Blütenstand des Sauer-Ampfers ist locker verzweigt, die Blätter haben rückwärtige Spießecken und sind stängelumfassend. Der Fruchtrand ist ungezähnt und die Valven sind ca. 2.5-6 mm lang, deutlich größer als die Frucht.
Superkraft: Wurde früher als Mittel gegen Skorbut eingesetzt, da es viel Vitamin-C enthält. Ist jedoch mit Vorsicht zu bewerten, da der Sauer-Ampfer eine hohe Konzentration an Oxalsäure aufweist.
Die Wiesen-Schlüsselblume
Die Wiesen-Schlüsselblume Primula veris
Familie: Primulaceae (Primelgewächse)
Größe: 10-30 cm
Standort: Magerrasen, Laubwälder
Der Kronsaum ist glockig, der Kelch bauchig. Der Blütenschlund ist kräftig orange gefleckt (!). Die Blätter sind runzelig, am Rande gewellt und vom Blattstiel scharf abgesetzt.
Funfact: Der gesamte Blütenstand erinnert an einen Schlüsselbund.
Verwechslungsgefahr: Primula elatior Hohe Schlüsselblume, deren Blüten blassgelb sind und keine orangenen Male am Blütenschlund aufweist
Der Kriechende Hahnenfuß
Der Kriechende Hahnenfuß Ranunculus repens
Familie: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Größe: 14-40 cm
Standort: Pioniergesellschaften, auf Äckern, in Brachen, Gärten und Ufern, Gräben und Wegen, in Wiesen und Auenwäldern
Der Kriechende Hahnenfuß hat lange Kriechtriebe. Die einzelnen Blattteile sind gestielt und die Blätter sind unbehaart. Die Blüten sind größer, als bei anderen Hahnenfußarten, der Blütenstiel ist längs gefurcht, die Kelchblätter sind anliegend.
Funfact: Kommt oft an Stellen vor, an denen sich gelegentliche Waser staut. Die Bestäubung findet dann auch durch schwimmende Pollen statt.
Verwechslungsgefahr: Ranunculus bulbosus Knolliger Hahnenfuß, Ranunculus acris Scharfer Hahnenfuß
Das Gänse-Fingerkraut
Das Gänse-Fingerkraut Potentilla anserina
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Größe: 10-20 cm
Standort: Das Gänse-Fingerkraut kommt auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen, Äckern und an Wegrändern vor; es gilt als Kulturfolger.
Das Gänse-Fingerkraut hat lange, kriechende Ausläufer. Die Blüten sind einzeln an langen, dem Stängel entspringenden Stielen. Der Kelch ist behaart. Die Blätter sind 13- bis 21-zählig gefiedert und gleichmäßig gezähnt. Die Blattoberseite ist grün oder silbrig glänzend.
Superkraft: Aufgrund ihrer Salztoleranz kommt die Art auch zunehmend an Rändern von Straßen (Salz gegen Glätte im Winter) vor.
Der Spitz-Ahorn
Der Spitz-Ahorn Acer platanoides
Familie: Sapindaceae (Seifenbaumgewächse)
Größe: 25 m
Standort: Frische bis mäßig feuchte Laubmischwälder, Hang-, Schlucht- und Auenwälder, städtische Brachen.
Der Spitz-Ahorn blüht gelblich-grün in mehr oder weniger aufrechten Doldenrispen, die Blätter sind in drei bis fünf stumpfe Blattlappen geteilt. Die junge Borke ist glatt, fein rissig. Die Blätter sind kahl und ohne Bärte in den Blattachseln, der Blattstiel hat keinen Milchsaft.
Verwechslungsgefahr: Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn