Reisen im Mittelalter

Montag, 15.07.2019, 18:30 Uhr,
O 25 | Hörsaal 2 (H2) der Uni Ost

Vortrag von Prof. Dr. Rainer Leng
Institut für Geschichte,
Universität Würzburg

Das Mittelalter gilt als statische Epoche, die kaum mit den Stichworten Reisen und Bewegung verbunden wird. In der Wissenschaft hat sich dagegen längst ein anderes Mittelalterbild durchgesetzt. Heute weiß man, dass im Mittelalter sehr viel gereist wurde; die Forschung spricht von einer hohen‚ horizontalen Mobilität‘. Reisen konnten vielfältige Motive haben. Schon zur Zeit Karls des Großen gingen diplomatische Gesandtschaften bis an den Hof Harun ar-Raschids. Der mittelalterliche Fernhandel verband ganze Kontinente. Einzelne Reisende, etwa Marco Polo, genießen bis in die Gegenwart Berühmtheit. Kriegerische Konflikte und Kreuzzüge brachten die militärische Elite zu Zügen über große Distanzen. Das römische Königtum kannte keine Hauptstadt und war permanent unterwegs: ‚Herrschaft aus dem Sattel‘. Nicht zuletzt reisten viele Menschen aus religiösen Gründen. Tausende machten sich auf den Weg zu den näheren Wallfahrtstätten und den fernen ‚Peregrinationes Maiores‘ – Santiago de Compostella, Rom und Jerusalem – um Ablässe zu erwerben und Heilsgewissheit zu erlangen. Der Vortrag zeichnet einzelne Typen mittelalterlicher Reisen nach. Ein besonderes Augenmerk gilt den Pilgerreisen. In den Reiseberichten der Pilger liegen einzigartige Quellen vor, die lebenspralle Einblicke in den oftmals beschwerlichen Reisealltag liefern.

 

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