Forschungsprojekte, Seminare und Kolloquien

Forschung und Lehre im Bereich Geragogik, Forschendes Lernen und Bürgerwissenschaft

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Frage, wie Menschen im dritten und vierten Lebensalter sich bilden und lernen können. Dies reflektieren wir bei der Entwicklung und Durchführung unserer Bildungsangebote und im Rahmen unserer praxisorientierten Forschungsprojekte. 

Geragogik bezeichnet dabei die Fachdisziplin von Bildung und Lernen im Alter; wir sehen diese als interdisziplinäre und transdisziplinäre Disziplin zwischen Erziehungswissenschaften, hier insbesondere der Erwachsenenbildung, Gerontologie und Alternsforschung, sozialer Arbeit, Soziologie und anderen sozialwissenschaftlichen Fächern.

Als solches sind wir für Forschung und Lehre im Bereich Geragogik und des Forschenden Lernens zuständig.

Darüber hinaus bieten wir auch Qualifizierungsangebote wie Kolloquien und Seminare an, die sowohl für Studierende, Haupt- und Ehrenamtliche und interessierte Lai*innen offen sind; vielfach auch in Kooperation mit weiteren Partnern.

  

gesundaltern@bw

Information - Qualifizierung - Bürgerbeteiligung

Die Digitalisierung wirkt in alle Lebensbereiche, davon betroffen sind Menschen aus allen Generationen. In der digitalen Welt den Anschluss zu behalten ist deshalb ein zentraler Aspekt, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dazu gehört auch, sich mit digitalen Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen auseinanderzusetzen und diese selbstbestimmt nutzen zu können. Vorwiegend ältere Menschen fühlen sich jedoch unsicher oder gar abgehängt, insbesondere beim Umgang mit den neuen digitalen Entwicklungen in Gesundheit, Medizin oder Pflege.

Das Ziel des Pilotprojekts gesundaltern@bw ist es, ältere Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen, um ihnen die Teilhabe an digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung modellhafter Angebote in den drei Projektbereichen Information, Qualifizierung und Bürgerbeteiligung. Die Konzepte werden in ausgewählten Pilotregionen erprobt und anhand der daraus gewonnenen Erkenntnisse modifiziert. Die Angebote des Pilotprojekts werden schließlich so aufbereitet, dass sie auf weitere Regionen in Baden-Württemberg übertragbar sind.

Das ZAWiW koordiniert den Projektbereich Bürgerbeteiligung.
Wie soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen aussehen? Welche Herausforderungen, Chancen und Risiken werden von den Bürgerinnen und Bürgern gesehen? Welche Entwicklungen werden gewünscht?
Digitalisierung – nicht nur im Gesundheitswesen – kann und muss von den Bürgerinnen und Bürgern aktiv mitgestaltet werden. Das ZAWiW konzeptioniert hierzu gemeinsam mit den anderen Projektpartnern Beteiligungsformate, führt diese exemplarisch durch und evaluiert diese mit Fokus auf die Gelingensbedingungen von Teilhabe.

Projektinformationen

Logo gesundaltern@bw, gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Laufzeit: 1. März 2020 - 31. Dezember 2021
Webseite: www.gesundaltern-bw.de
Gefördert durch: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Projektverantwortliche beim ZAWiW
Dr. Markus Marquard, Belinda Hoffmann-Schmalekow, Theresa Kocher
Telefon: 0731/50-26601
E-Mail: beteiligung(at)gesundaltern-bw.de

Zukunftsstadt 2030

ulm.macht.zukunft - clever. offen. für alle. nachhaltig

Das aktuelle Projekt ist die letzte von insgesamt drei Phasen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“, der 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben wurde. Die Stadt Ulm wurde dabei als eine von insgesamt acht Städten deutschlandweit als „Zukunftsstadt“ ausgewählt und darf seit Juni 2019 die Ideen und Konzepte der ersten beiden Phasen in die Praxis umsetzen. Im Vordergrund stehen innovative, digitale Lösungen für die nachhaltige Entwicklung einer liebens- und lebenswerten Stadt gemeinsam mit den Ulmer Bürger*innen. Dabei steht das Motto „Internet der Dinge für ALLE – open, smart, inclusive und green!“ im Zentrum der insgesamt vier Themenbereiche Mobilität, Alter/Gesundheit, Verwaltung und Bildung.

Das ZAWiW der Universität Ulm ist Forschungspartner für das Thema Bildung. Hierbei entwickeln wir innovative Bildungsangebote rund um die Digitalisierung für alle Altersgruppen zusammen mit anderen Bildungsträgern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und den Menschen vor Ort. Denn die Digitalisierung beeinflusst die Lebensbereiche von uns allen. Im Projekt „Zukunftsstadt“ wollen wir die „Digitalisierung von unten“ gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten.

In Akteurs- und Bürgerworkshops entstehen zu Schwerpunkten wie Familie, Gesundheit und Nachhaltigkeit Handlungsempfehlungen sowie vielfältige und spannende Bildungsformate zum Mitmachen. Diese sollen dazu beitragen, sich mit den Chancen und Herausforderungen von Digitalisierung zu beschäftigen, Neues zu lernen und sich als mündige Bürger*innen einzubringen. Gleichzeitig haben die Menschen die Möglichkeit, im Sinne der Bürgerwissenschaften und des Forschenden Lernens bei der Begleitforschung mitzuarbeiten.

 

Projektinformationen

Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Mai 2022
Webseite: www.zukunftsstadt-ulm.de
Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektverantwortliche beim ZAWiW
Dr. Markus Marquard, Theresa Kocher
Telefon: 0731/50-26630
E-Mail: beteiligung(at)zukunftsstadt-ulm.de

Umbrüche gestalten – Aufbrüche wagen

Orientierung schaffen für Menschen am Übergang zwischen Beruf und Ruhestand

Den Übergang zwischen Berufsleben und Ruhestand empfinden viele Menschen als großen Einschnitt. Bei den einen überwiegt die Vorfreude auf die freie Zeit, bei den anderen ist es die Angst vor großer Leere, dem Wegfall von Aufgaben und Tagesroutinen oder einfach das Altern selbst. Wie kann man diesen Übergang so gestalten, dass er möglichst gleitend gelingt? Dieser Frage widmen wir uns im Modellprojekt „Umbrüche bewältigen – Aufbrüche wagen".

Im Rahmen dieses Projekts entwickeln und testen wir unterschiedliche Seminarkonzepte, die beim Übergang Orientierungs- und Reflexionsmöglichkeiten bieten und bei der Gestaltung des eigenen Alterns helfen sollen. Die Seminarkonzepte richten sich insbesondere an Menschen, die normalerweise selten in der Bildungsarbeit und in den klassischen Engagementfeldern zu finden sind.

Um die Seminarangebote möglichst breit zu streuen, werden sie in einem zweiten Schritt zu einem Multiplikatoren-Ansatz weiterentwickelt. Mit diesem Vorgehen wird ein doppeltes Ziel verfolgt: Zum einen wird so das Angebot vervielfältigt und zum anderen möchten man über geschulte Multiplikatoren an sonst schwer erreichbare Zielgruppen kommen. Das modulare Konzept kann den Interessen, Bedürfnissen und Ansprüchen der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden.

Weiter Informationen erhalten Sie unter https://uebergaenge.zawiw.de/

Evtl. Links zu Publikationen (eigene, andere)

Projektinformationen

Laufzeit:  Mai 2019 - Dezember 2020
Gefördert durch: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Projektverantwortliche beim ZAWiW
Eva Hrabal
Telefon: 0731/50-26603
E-Mail: eva.hrabal(at)uni-ulm.de

DiBiWohn - Digitale Bildungsprozesse für ältere Menschen in seniorenspezifischen Wohnformen der institutionalisierten Altenhilfe

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt umfasst grundlagen- und anwendungsbezogene Forschungsschwerpunkte in Bereichen der empirischen Bildungsforschung, Gerontologie und Medienpädagogik. Es umfasst zum einen bildungstheoretische und mediengerontologische Forschungsinhalte, die sich auf Fragen zu (digitalen) Bildungsprozessen und Mediatisierungsprozessen im höheren und hohen Alter und ihren Rückwirkungen auf Bildungsbiographie, Identitätsarbeit, Lebenswelt und soziale Teilhabe beziehen. Zum anderen stehen bildungspraktische und medienpädagogische Forschungsinhalte im Fokus, die sich sowohl auf die Entwicklung von informellen und non-formalen digitalen Bildungsformaten richten wie auch auf digitale Bildungstechnologien zur Vernetzung und Weiterbildung.

Das Forschungsfeld bezieht sich zunächst auf Wohnsettings der institutionalisierten Altenhilfe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unter Verwendung eines bereits etablierten Peer-to-Peer-Ansatzes zur digitalen Bildung im Alter sowie einem Train-the-Trainer-Konzept für ehrenamtliche Technikbegleitung. Nach drei Jahren der Implementierung sollen Bildungs- und Handlungskonzepte in ein Transferkonzept münden, das bundesweit auf weitere Wohnformen von Trägern der Altenhilfe skaliert werden soll.

Forschungsschwerpunkt des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung liegt im Bereich der partizipatorischen Bildungsforschung. Gemeinsam mit den Beteiligten werden niedrigschwellige Zugänge zu der digitalen Welt gesucht und innovative Bildungsformate entwickelt. Dazu gehört auch die Materialentwicklung und Vernetzung der ehrenamtlichen Technikbegleitung sowie die Entwicklung weiterer unterstützender Rahmenstrukturen.

Die Leitung des Verbundprojekts liegt beim Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg. Weitere Verbundpartner sind die Katholische Hochschule Freiburg, die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) Ludwigshafen sowie die Evangelische Heimstiftung GmbH Stuttgart. Praxispartner des ZAWiW sind dabei das Netzwerk sii BW sowie das ViLE-Netzwerk.
Gefördert wird das Verbundprojekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Forschungsschwerpunkt Digitalisierung im Bildungsbereich des BMBF-Rahmenprogramms empirische Bildungsforschung.

Projektinformationen

Laufzeit: September 2020 ­- August 2025
Webseite: digi-ebf.de/dibiwohn
Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektverantwortliche beim ZAWiW
Eva Hrabal, Johanna Zieger, Belinda Hoffman-Schmalekow
Telefon: 0731/50-26603
E-Mail: eva.hrabal(at)uni-ulm.de

Wissenschaftliche Kolloquien

Das ZAWiW bietet jedes Semester verschiedene wissenschaftliche Kolloquien zu den Themenschwerpunkten Forschendes Lernen, partizipative Bildungsforschung, Bürgerbeteiligung und Citizen Science an. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich.

Die Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Veranstaltungskalender.

Bei Interesse zu regelmäßigen Informationen zu den Veranstalungen des ZAWiW können Sie sich für unsere Newsletter anmelden. Füllen Sie dazu bitte unsere Formular aus.

Lehrveranstaltungen

Die Lehrveranstaltungen in Seminarform richten sich gleichermaßen an Studierenden und interessierte Bürger*innen. Im Sommersemster 2021 werden keine Lehrveranstaltungen angeboten.