Betrieb der Universität (Phase 3) ab dem 15.6.2020 wegen Corona-Virus Pandemie

30. Juni 2020

Informationen für Beschäftigte, Professorinnen und Professoren in Ergänzung zu den vom Präsidium festgelegten Regelungen - Coronapandemie Betrieb Stufe 3


Arbeiten vor Ort und von zu Hause

Die Beschäftigung in den Räumen der Universität ist seit dem 15.6.2020 wieder der Regelfall.

Zur Sicherstellung der Arbeitsschutzvorschriften kann gemäß den Regelungen des Präsidiums weiterhin von der Instituts- bzw. Einrichtungsleitung vorübergehende Arbeit von zu Hause festgelegt werden, siehe hierzu § 2 DV Sonderregelung. Die Regelungen der DV Telearbeit sind im Übrigen zu beachten.

  • Die Arbeitszeiten (vor Ort und von zu Hause) sind von den Beschäftigten zu erfassen.

Zum Zweck der Telearbeit können Unterlagen/Akten zur Bearbeitung nach Hause mitgenommen werden. Auf die Datenschutzregelung gemäß Ziffer 8 Dienstvereinbarung Telearbeit wird hingewiesen, diese ist zu beachten.

  • Die Mitnahme von Akten und Originalschriftstücken ist in der jeweiligen Einrichtung zu dokumentieren (wer nimmt was wann mit + Rückgabe).

Von der Instituts- bzw. Einrichtungsleitung können zum Zweck der Verringerung der Belegungsdichte für die Beschäftigten weiterhin feste Arbeits- und Pausenzeiten für die Arbeit vor Ort innerhalb der Rahmenzeit festgelegt werden, siehe hierzu § 3 DV Sonderregelung. Im Übrigen gilt die DV Arbeitszeit regulär.


Hygieneregeln

Folgende Regeln sind von allen Beschäftigten weiterhin innerhalb der Universität zu beachten:

  • Regelmäßiges Händewaschen bzw. desinfizieren
  • Einmalhandtücher verwenden
  • In die Armbeuge Niesen und Husten
  • Keine Berührungen, kein Händeschütteln
  • Hände vom Gesicht fernhalten
  • Keine Arbeitsmaterialien/Gegenstände mit den Kollegen nach Möglichkeit teilen (z.B. Werkzeug, Tastatur, Maus, Stifte etc.)
  • Wird ein Arbeitsplatz mit anderen Personen geteilt, ist der Arbeitsplatz vor dem Wechsel zu reinigen.
  • Büroräume und Veranstaltungsräume sind, soweit sie keine Abluftanlage haben, regelmäßig für mehrere Minuten zu lüften.


Beschäftigte mit Betreuungspflichten – Kinder/pflegebedürftige Angehörige

Beschäftigten mit Kindern unter 12 Jahren oder Kindern, die dauerhaft wegen einer Behinderung pflegebedürftig sind, soll weiterhin die Möglichkeit gegeben werden, (teilweise) von zu Hause zu arbeiten, soweit keine anderen Betreuungsmöglichkeiten gegeben sind. Voraussetzung ist, dass die übertragene, reguläre Tätigkeit von zu Hause ausgeübt werden kann.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aufgrund der Schließung von Schulen oder Kinderbetreuungs-einrichtungen ihre Kinder notwendigerweise selbst betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, haben nach Maßgabe des § 56 Abs. 1a IfSG einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch. Bevor der Entschädigungsanspruch geltend gemacht werden kann, sind vorrangig positive Arbeitszeit-guthaben und Alturlaub aus dem Jahr 2019 und früher in Anspruch zu nehmen. Für die Zeit, in der ohnehin Schulen oder Betreuungseinrichtungen geschlossen sind (reguläre Schul- oder Kitaferien), ist gesetzlich keine Entschädigung vorgesehen. Der Anspruch ist über den Arbeitgeber geltend zu machen.

  • Bitte wenden Sie sich ggf. an die zuständige Personalsachbearbeiterin.

Ein Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a IfSG besteht für Beamtinnen und Beamte nicht.

Für Beschäftigte, die pflegebedürftige nahe Angehörige zu betreuen haben, weil eine voll- oder teilstationäre Pflegeeinrichtung aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 geschlossen wurde, oder bei denen eine häusliche Vollzeitpflegekraft aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 wegfällt, gelten die Regelungen zur Arbeit von zu Hause entsprechend. Ein Anspruch nach § 56 IfSG besteht nicht. Arbeitnehmer/innen können wegen einer kurzfristigen Arbeitsverhinderung einen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld i. S. d. Pflegezeitgesetzes haben.

Betroffene Beschäftigte können sich im Härtefall (z.B. Alleinerziehend) an ihre zuständige Personalsach-bearbeiterin wenden, um zu klären, welche rechtlichen Alternativen bestehen.

Eine evtl. noch notwendige Unabkömmlichkeitsbescheinigung für eine Notbetreuung wird von Abtl. III-2 ausgestellt, alle Infos hierzu finden Sie unter:

https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/zuv/dezernat-3/pe/familie/not-unabkoemml/?no_cache=1#c830800


Beschäftigte, die sich zur Risikogruppe zählen/Betriebsärztlicher Dienst

Die Arbeitsschutzmaßnahmen, die in der Universität umgesetzt werden, sollen alle Beschäftigten gleichermaßen vor einer Infektion mit dem Corona Virus schützen. Beschäftigte, die zur Risikogruppe zählen, sollten auf die Einhaltung der Arbeitsschutzregelungen besonders achten.

Beschäftigte mit einer entsprechenden ärztlichen Bescheinigung dürfen nicht für Tätigkeiten mit vermehrtem Personenkontakt und nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, bei denen der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

Um zu klären, ob spezielle Schutzmaßnahmen im Einzelfall erforderlich sind, wird den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge zu gesundheitlichen Gefährdungen am Arbeitsplatz aufgrund des Corona Virus angeboten. Sie können sich individuell vom Betriebsarzt beraten lassen, auch zu besonderen Gefährdungen aufgrund einer Vorerkrankung oder einer individuellen Disposition. Der Betriebsarzt schlägt dem Arbeitgeber geeignete Schutzmaßnahmen vor, wenn die normalen Arbeitsschutzmaßnahmen nicht ausreichen. Der Arbeitgeber erfährt nur davon, wenn der Beschäftigte ausdrücklich einwilligt bzw. ihm dies selbst mitteilt.

Die betriebsärztliche Vorsorge kann auch telefonisch erfolgen. Hierzu können die Beschäftigten unter der Telefonnummer 0731 500 66-190 einen telefonischen Rückruf mit einem Betriebsarzt vereinbaren.

Wünschen Beschäftigte einen Vor-Ort-Vorsorgetermin beim Betriebsarzt, sollen sie sich hierzu zunächst per E-Mail an die Personalabteilung sachbearbeiter-abt.III-1(at)uni-ulm.de wenden. Sie erhalten von der Personalabteilung ein entsprechendes Schreiben zur Wunschvorsorge (per E-Mail). Dieses ist beim Eingang in das Gebäude der Chirurgie und beim BÄD vorzuzeigen.


Infektionen, Quarantäne etc.

Alle Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet sind, müssen umgehend ihre Einrichtungsleitung informieren, um eventuelle Kontaktpersonen in der Universität abzuklären.

  • Die Einrichtungsleitungen werden gebeten, diese Fälle der Personalabteilung mitzuteilen: zuv.dez3(at)uni-ulm.de

Personen, die engeren Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, dürfen für 14 Tage nicht an die Universität kommen, die Einrichtungsleitung und die Personalabteilung sind auch in diesem Fall umgehend zu informieren. Für Beschäftigte, die für die Aufrechterhaltung eines zwingenden Notbetriebes unverzichtbar und nicht austauschbar sind, kann im Einzelfall nach Klärung der konkreten Infektionsgefahr, ggf. unter Einbeziehung des Betriebsärztlichen Dienstes, eine abweichende Entscheidung getroffen werden.

Nach den Informationen des RKI liegt ein erhöhtes Infektionsrisiko (Kategorie I) bei Personen vor, die kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- ("face-to-face") Kontakt mit einer infizierten Person hatten (oder bei Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten oder Personen, welche aerosolbildenden Maßnahmen oder Aerosolen ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen)).

Nach § 6 der Coronaverordnung vom 23.6.2020 ist zur Nachverfolgung der Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt erforderlich, dass für alle Gäste, Besucher und Studierenden, die in das Institut/Einrichtung kommen und sich dort für eine relevante Zeit aufhalten (mindestens 15 Minuten) Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit notiert und für 4 Wochen aufbewahrt werden.

Beschäftigte, für die Quarantäne nach §56 IfSG angeordnet wurde oder wird, sollen dies ihrer zuständigen Personalsachbearbeiterin mitteilen.

Personen – Beschäftigte und Studierende, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen (insbesondere Husten, Fieber, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns) sind gehalten, ihre Erkrankung bei einem Arzt abzuklären, bevor sie ihre Tätigkeit in den Räumen der Universität ausüben.


Rückkehrer/Einreisende aus dem Ausland

Bitte informieren Sie sich in der jeweils aktuellen Verordnung über die konkreten Regelungen für Ihren Fall. Dieser und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf folgender Internetseite:

https://www.alb-donau-kreis.de/startseite/dienstleistungen+service/coronavirus.html

Für die Zeit einer häuslichen Absonderungsregelung dürfen die Personen nicht an die Universität kommen.

Beschäftigte, die sich in Risikogebieten oder in Bereichen mit mehr als 50 Neuinfektionen innerhalb der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner aufgehalten haben, müssen sich bei ihren Einrichtungsleitungen melden, um zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen die Universität betreten werden darf.


Dienstreisen

Dienstreisen sollen auf das notwendige Maß reduziert bleiben. Werden sie durchgeführt, sind die Hygieneregeln einzuhalten. Beim Besuch einer Veranstaltung hat sich der Reisende vorab darüber zu informieren, welches Hygienekonzept für die Veranstaltung gilt und mit dem Vorgesetzten zu klären, ob unter diesen Voraussetzungen die Reise durchgeführt werden kann. Für Professorinnen und Professoren gilt Entsprechendes.

Dienstreisen außerhalb des Schengenraumes sind weiterhin untersagt. Reisende sind verpflichtet, sich vor Antritt der Dienstreise über die aktuelle Situation am Zielort zu informieren und entsprechend zu handeln.


Präsenzveranstaltungen/Vorstellungsgespräche

Interne Besprechungen in Präsenz sollen auf das notwendige Maß reduziert bleiben. Werden sie durchgeführt, muss weiterhin der Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewährleistet sein, hierfür sind ausreichend große Räume mit Hygienekonzept zu wählen. Sprechstunden mit Studierenden sollten möglichst telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden.

Dies gilt auch für Vorstellungsbespräche, die in Präsenz durchgeführt werden. Schwerbehinderte Menschen sind vor Ort zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. Der Schwerbehindertenvertretung ist die Teilnahme an den Auswahlgesprächen zu ermöglichen.

Bei Vorstellungsbesprächen auf Folgendes zu achten: kein Händeschütteln, keine Getränke, zeitlicher Abstand zwischen zwei Bewerbern, regelmäßiges Belüften des Raumes, Desinfektion der Flächen, die der vorherige Kandidat belegt hat.


Änderung WissZeitVG

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde coronabedingt geändert:

Nach dem neuen § 7 Abs. 3 WissZeitVG verlängert sich die nach „§ 2 Abs. 1 S. 1 und 2 insgesamt zulässige Befristungsdauer um sechs Monate, wenn ein Arbeitsverhältnis nach § 2 Abs. 1 zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht“. Es ist  nicht erforderlich, dass das Arbeitsverhältnis über den gesamten Zeitraum von März bis September vorliegt. Der Vertrag muss allerdings zur wissenschaftlichen Qualifizierung nach dem WissZeitVG befristet abgeschlossen worden sein. Ein Anspruch auf eine Verlängerung oder eine automatische Verlängerung ist mit dieser Regelung nicht verbunden.

Für Beschäftigte, die nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG befristet beschäftigt sind und in dem Zeitraum seit 1. März 2020 beschäftigt waren (sog. Drittmittelbefristung) gilt die hier beschriebene verlängerte Befristungsgrenze zur wissenschaftlichen Qualifizierung nicht.


Aufgabenwahrnehmung der Personalabteilung

Die Personalabteilung nimmt ihre Aufgaben wieder regulär wahr.

Beschäftigte werden grundsätzlich nur eingestellt/weiterbeschäftigt, wenn der Beschäftigungsort Ulm ist und sie hier ihre Arbeit aufnehmen.

Wir bitten Sie, uns die Krank- und Dienstantrittsmeldungen nicht mehr an die Sammel-Email-Adresse zu senden, sondern uns wieder auf dem regulären Weg per Post zuzuleiten.


Aktualisierungen

Bitte lesen Sie regelmäßig die Informationen auf dieser Internetseite, um neue Hinweise zu erfahren.

Weitere Informationen zum Thema


Weitere wichtige Informationen finden Sie unter:

https://www.uni-ulm.de/universitaet/informationen-zum-coronavirus/

Informationen der Personalabteilung zur Phase 3 wegen Corona-Virus Pandemie

Entnehmen Sie bitte folgender Internetseite (nur intern lesbar)
welche Regelungen zum Urlaub gelten