nach der Geburt

Kindergeld

Deutsche erhalten nach dem Einkommensteuergesetz grundsätzlich Kindergeld, wenn sie in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Auch viele in Deutschland wohnende Ausländer können Kindergeld erhalten. Näheres zum Kindergeld

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt seit 1. Juli 2019:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 204 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 210 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 235 Euro

Kindergeld wird monatlich gezahlt. Ein Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jeden Monat, in dem wenigstens an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben.

Um Kindergeld erhalten zu können, stellen Sie - sofern Sie Beschäftigte/r des Landes Baden-Württemberg sind und im Inland wohnen - den Antrag beim Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV).

Kinderfreibetrag

Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger sind. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

Der Kinderfreibetrag 2020 5172 Euro, 2019 4980 Euro, 2018 4788 Euro, 2017 4716 Euro, 2016: 4608 Euro. Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2640 Euro. Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammen gezogen.

weitere Entlastung für Alleinerziehende


Kinderzuschlag Link zur Agentur für Arbeit


Mehrbedarf bei ALG II

Mehr Geld von der Agentur für Arbeit gibt es evtl. für Sie, wenn Sie ALG II - Empfänger/in sind. Als werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche, Alleinerziehende wird unter bestimmten Voraussetzungen ein Mehrbedarf übernommen.

Einmalige Leistungen: Über die Regelleistung (für Sie und ggf. gesonderte Regelleistung für das Kind) hinaus können Sie einmalige Leistungen als Darlehen oder Geld- und Sachleistung erhalten für

  • die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräte,
  • die Erstausstattung für Bekleidung (auch bei Schwangerschaften und Geburt) und
  • mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen.

Bundeselterngeld

Elterngeldrechner

Wohnsitz in Ba-Wü: Antrag an die L-Bank Ba-Wü
Wohnsitz in Bayern: Antrag ZBFS

ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus (Überblick)
Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit - Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (Broschüre)

Anspruch auf Elterngeld haben Eltern, die ihr Kind in den ersten Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Elterngeld gibt es für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, Beamtinnen bzw. Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende. Neben den leiblichen Eltern können Adoptiveltern, in Ausnahmefällen auch Verwandte bis dritten Grades (wie Urgroßeltern, Großeltern, Tanten und Onkel sowie Geschwister) Elterngeld erhalten.

Anspruch auf Elterngeld haben Eltern, die

  • ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen,
  • nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
  • mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und
  • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. (Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der EU, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz haben ebenso wie Deutsche einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind oder in Deutschland wohnen. Für andere Ausländer gilt: Menschen mit einer Niederlassungserlaubnis können Elterngeld erhalten. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, hat nur dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie oder er auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt ist oder hier schon erlaubt gearbeitet hat.)

Elternpaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro hatten, haben keinen Anspruch auf Elterngeld. Für Alleinerziehende entfällt der Elterngeldanspruch ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000 Euro im Kalenderjahr vor der Geburt.

Neuerungen für Geburten ab Juli 2015: ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus

Wenn Eltern Elterngeld und Teilzeitarbeit kombinieren, können sie den Elterngeldbezug verlängern. Aus einem Elterngeldmonat werden 2 ElterngeldPlus-Monate.
Für frühere Geburten gilt, wer im Elterngeldbezug Teilzeit arbeitet, hat einen Nachteil: Er verliert einen Teil seines Elterngeldanspruchs; er bekommt weniger als diejenigen, die ganz aus dem Beruf aussteigen.

Finanztipp: www.finanztip.de/elterngeld/

Elterngeld für ausländische Eltern

Informationen

Es besteht ein Anspruch für freizügigkeitsberechtigte Ausländer (i.d.R. EU/EWR-Bürger und Staatsangehörige der Schweiz), Ausländer, mit deren Heimatstaat ein Assoziierungsabkommen besteht und sonstige Ausländer mit Besitz einer Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis mit der Berechtigung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Ausländische Staatsangehörige, denen der Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen erlaubt ist, haben einen Anspruch, wenn sie sich seit mindestens drei Jahren rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhalten.

Bayern Familiengeld (Betreuungsgeld)

Bayern gewährt ein sog. bayerisches Familiengeld (Betreuungsgeld). Dieses Familiengeld (150 € / Monat) soll diejenigen Eltern unterstützen, die eine Alternative zur öffentlich geförderten Kinderbetreuung wünschen und deshalb die Betreuung ihres ein- oder zweijährigen Kindes selbst übernehmen oder familiär oder im privaten Umfeld organisieren möchten.


Bayern Landeserziehungsgeld (wird abgelöst durch das bayerische Familiengeld)

Aufgrund der Übergangsregelung in Art. 9a Abs. 3 Bayerisches Familiengeldgesetz können für Lebensmonate eines Kindes, die ab September 2018 beginnen oder begonnen haben, grundsätzlich keine Leistungen nach dem Bayerischen Landeserziehungsgeldgesetz mehr bewilligt werden. Ausnahmen bestehen nur für vor dem 31.08.2017 geborene Kinder, die mit dem Ziel der Annahme als Kind in den Haushalt aufgenommen wurden bzw. werden (Adoptionen). Nur für diese Kinder ist eine Bewilligung von Landeserziehungsgeld unter bestimmten Umständen überhaupt noch möglich.