Forschung im Projekt

Forschungsansatz im Reallabor Nachhaltige Transformation der Textilwirtschaft am Standort Dietenheim

Das vorliegende Projekt verknüpft zwei Reallabor-Perspektiven: Die nachhaltigkeitsorientierte urbane Revitalisierung der Textilstadt Dietenheim mit der nachhaltigkeitsorientierten Transformation der textilen Kette. Indem aktuell verwaiste Innenstadtflächen in der Stadt Dietenheim von Unternehmen und Akteuren der Dietenheimer Textilindustrie dafür genutzt werden, die gesamte textile Wertschöpfungskette, regional und transparent (gläserne Kette) für den Kunden erfahrbar zu machen, soll ein Impuls zur Veränderung des Textilkonsums ausgelöst werden. In der Stadt Dietenheim stehen u. a. Innenstadtflächen zur Verfügung, welche mit 1 Mio. Eigenanteil (mit Landeszuschuss) gestaltet werden können. In vielen konkreten empirischen Beispielen im Reallabor (aus interdisziplinären Perspektiven (Ökonomie, Psychologie, Mode/Design, Kulturwissenschaft)) sollen Wirkmechanismen untersucht werden, wodurch es zu einem Einstellungswandel in Richtung Nachhaltigkeit beim Konsumenten kommen kann. Im Mittelpunkt stehen hier Ideen, den Konsumenten in den Designprozess zu integrieren, ihn zu befähigen die erworbenen Textilien zu reparieren, aber auch zu verändern (mit Unterstützung der Textilunternehmen und Studierenden). Acht sozial-ökologisch orientierte Textilunternehmen, welche fast die gesamte Kette abdecken und ein Regionalisierungskonzept verfolgen, planen, sich dort anzusiedeln und wollen ein neu im Reallabor zu entwickelndes Direktvermarktungskonzept erproben (integriert mit Stadt-, Verkehrskonzept). Dabei sollen unterschiedliche Medien genutzt und mit Bildern- und Milieucodes experimentiert werden, um bewusst mit tradierten Einstellungen zu nachhaltigenTextilien zu brechen und neue Vorstellungswelten zu erschließen. Der Einsatz neuer Werbe- und Kommunikationstechnologien impliziert eine Transformation bisher bekannter Vertriebsformate. Daher sollen im Reallabor auch neuartige Vertriebskonzepte auf ihre Wirkungsweise erprobt werden.

Der Transformationsprozess im Reallabor soll demnach durch vier integrierte Bausteine durchgeführt werden:

  • eine regionale, transparente textile Kette,
  • einen Befähigungsansatz zur Nutzerintegration,
  • ein Direktvermarktungskonzept und
  • durch das Anbieten neuer Interpretationsschemata mittels der Präsentation im Laden, Internet oder Katalog.

 

 

 

 

Kontakt

  • Carolin Becker-Leifhold
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Universität Ulm
  • Helmholtzstraße 18
  • Raum E.04
  • 89081 Ulm
  • Tel.: 0731 50 32358

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