Wissenschaft hat verschiedene Dimensionen. Neben Forschung und Lehre gehört dazu auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft. Dabei geht es nicht nur darum, Fakten zu vermitteln, sondern auch darum zu erläutern, wie die Wissenschaft arbeitet. Auch soll Raum gegeben werden, Fragen mit gesellschaftlicher Bedeutung in der Öffentlichkeit zu diskutieren und so zum Wissenstransfer beizutragen. Dabei sind wir auch als Scientists 4 Future aktiv. Hier geben wir einen kurzen Überblick über unsere Aktivitäten an der Universität Ulm sowie an und mit Schulen. Anfragen für Vorträge oder Workshops gerne an PD Dr. Susanne Kühl oder Prof. Dr. Michael Kühl

Baumpflanzaktion an der Uni Ulm am 13. März 2020!

Mit wissenschaftlichen Vorträgen!

Für Studierende, MitarbeiterInnen sowie Interessierte. Jede/r ist willkommen!

Anmeldung und Details hier.

Der Südafrikanische Krallenfrosch in der Entwicklungsbiologie

Seit einigen Jahren geben wir SchülerInnen ab Klasse 1 einen Einblick in unser Labor. Sie lernen alles rund um den Südafrikanischen Krallenfrosch als Modelorganismus in der Forschung. Die SchülerInnen erhalten eine kleine theoretische Einführung und dürfen an mehreren Stationen in das Experimentieren im Bereich der Entwicklungsbiologie hinein schnuppern.

Regenerative Medizin und Stammzellbiologie

Die Stammzellbiologie hat seit der Jahrhundertwende einen Siegeszug durch die Forschungslabore weltweit angetreten. Immer stehen dabei auch die Möglichkeiten der Regenerativen Medizin heute und in Zukunft mit im Fokus. Dazu haben wir im Rahmen der Akademiewochen des ZAWiWs sowie der Ulmer Universitätsgesellschaft gesprochen. 

Klimawandel für Jung und Alt: eine wissenschaftliche Spurensuche mit möglichen Auswegen

In diesem Vortrag erläuterten wir die Ursachen sowie Folgen des Klimawandels, wobei wir die Kipp-Punkte des Klimasystems mit einem kleinen Experiment - ggf. unter Einbezug der ZuhörerInnen - anschaulich darstellten. Zugleich beleuchteten wir die Frage, was getan werden muss, um die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Ein Fokus lag auf der Frage, was wir auf persönlicher Ebene für den Klimaschutz tun können und welche Konsequenzen unser Life Style auf das Klima hat. 

Diesen Vortrag haben wir an der Universität Ulm u.a. im Rahmen der u3gu Ringvorlesung im Wintersemester 2019/20  für SchülerInnen ab Klasse 5, SeniorInnen und Interessierte gehalten. Zudem waren wir bereits auch an einigen Schulen und haben das Thema mit SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern erarbeitet.

Auf der kommenden Frühjahrsakademie werden wir eine Posteraustellung zum Thema präsentieren. Beschreibung: Die Autoren, die auch bei den Scientists for Future (S4F) Ulm aktiv sind, stellen in anschaulicher Form verschiedene Themen rund um den Klimawandel dar. Was sind die Ursachen, was sind die globalen aber auch lokalen Folgen des Klimawandels? Welche Handlungsoptionen auf politischer, institutioneller und persönlicher Ebene bestehen? Die Ausstellung kann während der ganzen Woche in den Pausen besucht werden. Für Fragen werden in den Mittagspausen Mitglieder der S4F Ulm anwesend sein. Stichworte zur Ausstellung: Ursachen (Treibhauseffekt, Klimageschichte, Menschlicher Fingerprint, Konsens der Klimawissenschaftler, Kipp-Punkte); Folgen (Klimamodelle, Hitze / Dürre /Starkregen, Meeresspiegelanstieg, Korallensterben, Artensterben, Gesundheitsfolgen); Handlungsoptionen (CO2-Fußabdruck, Mobilität, Ernährung, Konsum, Energieeffizient Wohnen, grüner Strom, Aufforsten, Geoengeneering).

Grenzen des planetaren Wachstums

Nicht nur die Weltbevölkerung wächst, sondern auch der Ressourcenverbrauch. Mit der Agenda 2030 und den dort definierten Nachhaltigkeitsentwicklungszielen (sustainable development goals, SDGs) haben die Vereinten Nationen skizziert, wie ein nachhaltiges Leben sozial und umweltgerecht gestaltet werden könnte. Dabei stehen die definierten sozio-ökonomischen Ziele möglicherweise im Widerspruch zu den ökologischen Zielen. Unabhängig davon haben WissenschaftlerInnen den Begriff der „Planetaren Grenze“ eingeführt. In verschiedenen Bereichen haben wir bereits jetzt die planetaren Grenzen überschritten, wie beispielsweise der genetischen Vielfalt oder dem Phosphor- und Stickstoffkreislauf. In anderen Bereichen wie dem Klimawandel oder der Landnutzungsänderung kommen wir in Grenzbereiche.

In einem Vortrag im Rahmen des Studium generale beleuchteten wir anhand verschiedener Beispiele die Grenzen des planetaren Wachstums und die daraus resultierenden Probleme im Hinblick auf die Erfüllung der SDGs.

Workshops während der Akademiewochen des ZAWiWs

Im Rahmen der Akademiewochen des ZAWIWs bieten wir seit 2019 6-stündige Workshops an.

Im Workshop „Der Mensch in seiner Umwelt“, der 2x in 2019 stattfand, erarbeiteten wir mit den Teilnehmenden, in welchem Ausmaß wir durch unseren Lebenswandel und -standard die Umwelt belasten. Wir setzten uns mit aktuellen Klimamodellen auseinander und besprachen, wie lange wir noch Zeit haben, die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Weiterhin diskutierten wir wissenschaftlich basiert, ob Änderungen unseres Lebenswandels überhaupt einen nachhaltigen Effekt auf Umwelt und Klima haben. Dazu beschäftigten wir uns u.a. mit dem individuellen CO2-Fussabdruck.

Im Rahmen der kommenden Frühjahrsakademie werden wir einen Workshop zum Thema „Unsere Ernährung zwischen Klimawandel und Artenvielfalt“ anbieten. Beschreibung: Wir stehen vor zwei zentralen Herausforderungen, dem Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt. Die Art der Ernährung und die Produktion der Lebensmittel insbesondere in westlichen Industriestaaten nimmt Einfluss auf beide Prozesse. Im Workshop beleuchten wir die Ursachen und Folgen des Klimawandels und betrachten, wie Produktion, Art der Verpackung (z.B. Plastik vs. Papier) und Transport von Lebensmitteln für den Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich sind, wobei auch globale Aspekte dieser Produktionsprozesse besprochen werden. Weiterhin diskutieren wir den Einfluss von Agrarchemikalien und Überdüngung auf die Artenvielfalt. Darüber hinaus können die Teilnehmenden den Südafrikanischen Krallenfrosch als Wirbeltier-Modellorganismus kennenlernen und erhalten die Möglichkeit, in unserem Labor den Einfluss von Pestiziden und Insektiziden auf die Embryonalentwicklung zu beobachten.

Plastik - Fluch und Segen

Plastik ist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken. Gleichzeitig häufen sich allerdings auch die negativen Schlagzeilen. Meerestiere, die an Plastikmüll verenden, und Mikroplastik, welches in die Nahrungskette gelangt, weisen auf die Schattenseite dieses Materials hin. Neben den Vor- und Nachteilen des Plastiks beleuchten wir, welchen Beitrag jeder von uns durch bewusstes Verhalten leisten kann, um Plastikmüll und den Eintrag von Plastik in die Natur zu vermeiden.

Mit diesem Thema waren wir bereits an verschiedenen Schulen in der Umgebung.

Mehr zu unserem Engagement rund um Klimawandel, Grenzen des planetaren Wachstums, Plastik und Artenvielfalt findet sich hier: www.klimaandmore.de.