siehe auch: http://europa.eu.int./comm/research/press/2000/pr0911de.html

 

ULM und NEU-ULM

Freitag, 10. November 2000


UNIVERSITÄT

Spitzenpreis für 
Forscherteam

Der erstmals verliehene Wissenschaftspreis der Europäischen Union geht auch an eine Forschergruppe der Ulmer Universität: Professor Peter Bäuerle und seine Mitarbeiter Dr. Günther Götz und Dr. Elena Mena-Osteritz werden für ihre Forschungen über Kunststoffelektronik ausgezeichnet. Das teilte die EU jetzt mit. Den Ulmern bringt der Preis rund 120000 Mark (60000 Euro). Die Entdecker des Bauprinzips für solche elektrisch leitfähigen Polymere erhielten kürzlich den Chemie-Nobelpreis. Die Chemiker der Uni Ulm haben drei Jahre lang mit vier Teams aus Holland, England und Dänemark an einem Plastikchip gearbeitet. Das Projekt wurde von der EU finanziell gefördert und im September erfolgreich abgeschlossen: "Der Chip funktioniert", sagt Bäuerle. Er sei billiger als ein Siliziumchip und zum Beispiel für Telefon- und Kreditkarten verwendbar. Mit dem neuen, nach Descartes benannten Spitzenpreis zeichnet die EU Forscher aus, die international kooperieren. Er ist mit rund 1,3 Millionen Mark dotiert. Eine prominent besetzte Jury hat unter 1000 Bewerbern drei Projekte ausgewählt. bi

SÜDWESTUMSCHAU

Samstag, 11. November 2000


WISSENSCHAFT

Descartes-Preis 
für Ulmer Team

ULM/BRÜSSEL  Drei Chemiker der Ulmer Universität sind unter den 22 Forschern, die den erstmals verliehenen und mit rund 1,3 Millionen Mark (660 000 Euro) verbundenen Descartes-Preis bekommen. Mit diesem Preis zeichnet die Europäische Union Forschungsarbeiten aus, die in inter- nationaler Teamwork entstanden sind. Die Ulmer Preisträger Professor Peter Bäuerle, Abteilungschef für Organische Chemie, und seine Mitarbeiter Günther Götz und Elena Mena-Osteritz, haben zusammen mit Wissenschaftlern in Holland und Dänemark einen Plastik- Chip aus leitungsfähigem Kunststoff entwickelt. Sie sind die einzigen Deutschen bei den Projekten, die unter 100 Bewerbern ausgewählt wurden. Die Preissumme ist forschungsgebunden und wird von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt. bi

 

    Dr. Günther Götz, Prof. Dr. Peter Bäuerle, Dr. Elena Mena-Osteritz