Fit für Studium, Labor
und Büro

Hochschulsport und Betriebliches Gesundheitsmanagement

Sport hält auch die grauen Zellen fit – diesen Zusammenhang belegen zahlreiche wissenschafliche Studien. Die Universität bietet Studierenden und Beschäftigten ein umfangreiches Sportangebot – von Akrobatik über Fußball und Wasserski bis zum Zumba-Workout. Im Sommersemester wird das lang ersehnte Rasenfeld eröffnet.

„Wenn vor Semesterbeginn die Anmeldung zu den Hochschulsport-Kursen freigeschaltet wird, sind beliebte Angebote nach maximal zehn Minuten ausgebucht“, weiß Dr. Meike Traub, kommissarische Leiterin der Abteilung Hochschulsport und Betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Ulm. Unter den bis zu 140 Kursen wählen Studierende besonders gerne Fitnessangebote wie Pilates oder Thai Bo – aber auch Faszien- und Rückenkurse sind im Kommen. Wider Erwarten wird sogar das Yoga-Angebot morgens um 7:30 Uhr gut angenommen: Studierende und Beschäftigte wollen offenbar entspannt in den Tag starten.

Yoga
Yoga-Kurs der Uni Ulm

Die Sportangebote der Universität Ulm sind zielgruppenspezifisch ausgerichtet: Kurse des Hochschulsports, die sich hauptsächlich an Studierende wenden, orientieren sich oftmals an Trends. „Bei der Kursplanung nehmen wir Ideen von Studierenden auf, informieren uns aber natürlich auch selbst auf Fitnessmessen oder in Zeitschriften über Neuigkeiten“, so Traub. Erstmals im Programm seien beispielsweise ein Fitnesstraining an der Ballettstange („Barre Fusion“) oder die Ballsportart Flagfootball. Nach langer Pause werden in diesem Jahr zudem wieder Ski- oder Snowboardkurse für Studierendeangeboten. Wer noch nicht sicher ist, welches Hochschulangebot zu den eigenen Interessen und Bedürfnissen passt, kann beim Fitnesstag im Juni ganz unverbindlich in verschiedenste Kurse hineinschnuppern. Gerne würden Traub und ihre Kollegen das  studentische Sportprogramm um Workshops zur Stressregulation, Ernährungsberatung oder Sozialkompetenz ergänzen. Hierzu ist in Kooperation mit Uni-Psychologen und unterstützt von der Techniker Krankenkasse das von vielen Studierenden gern angenommene Pilotprojekt mind uu für das studentische Gesundheitsmanagement durchgeführt worden. In diesen Tagen wird über eine Verstetigung entschieden.

Rudern
Rudern in der Donau
Aktive Pause
Die "Aktive Pause"
Basketball
Basketball in der Sporthalle Nord

Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Kursen des Hochschulsports herzlich willkommen. Seit 2012 gibt es jedoch, im Zuge des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), ein eigenes Kursprogramm für Beschäftigte. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten sich besonders gerne mit den Klassikern Pilates, Wirbelsäulengymnastik oder Deep Work fit. Aber auch die bewegte Mittagspause erfreut sich nach einer Neuausrichtung wieder steigender Beliebtheit. „Für jüngere Beschäftigte wollen wir vermehrt Angebote integrieren, bei denen richtig geschwitzt wird“, erklärt Traub. Dazu kommen im betrieblichen Gesundheitsmanagement Workshops aus den Bereichen Entspannung und Ernährung. Vier Aktionstage pro Jahr drehen sich um Themen wie Wasser oder demnächst Ergonomie.

Team Uni und Uniklinik Ulm beim Einsteinmarathon 2018

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Zur Person: Dr. Meike Traub

Dr. Meike Traub (Jahrgang 1988) studierte Gesundheitswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd. Anschließend hat sie über abdominale Adipositas bei Grundschulkindern promoviert und zur Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen geforscht. Bereits als Studentin erwarb Meike Traub Trainerscheine in den Bereichen Aerobic, Prävention und Rückentraining. Seit 2015 arbeitet die Erbacherin an die Universität Ulm. Während der Elternzeit von Dr. Nanette Erkelenz leitet Meike Traub Hochschulsport und Betriebliches Gesundheitsmanagement kommissarisch. Dabei wird sie von Juliane Georgi und studentischen Hilfskräften unterstützt.

Dr. Meike Traub
Dr. Meike Traub
Kanupolo
Kanupolo

Werden für die BGM-Angebote meist externe Trainer oder Physiotherapeuten engagiert, setzt der Hochschulsport auf studentische Übungsleiterinnen und -leiter. Diese sollten einen Trainerschein mitbringen und müssen fit in erster Hilfe sein. Der Hochschulsport unterstützt aber auch beim Erwerb der entsprechenden Fähigkeiten. „Die Fluktuation unter den Übungsleiterinnen und Übungsleitern ist erwartungsgemäß hoch. Doch die Studierenden sind meist sehr motiviert und sorgen beispielsweise im Falle eines Auslandsaufenthalts für eine Vertretung“, weiß Meike Traub.

Die unieigenen Fitnessräume oder das neue Rasenfeld kommen Studierenden und Beschäftigten gleichermaßen zugute. „Dank des neuen Rasenfelds können wir dieses Semester Outdoor-Sportarten wie Boot Camp oder Baseball anbieten. Zudem kehren ausgelagerte Angebote wie Fußball oder Ultimate Frisbee an die Uni zurück“, freut sich Traub. Denn der Hochschulsport hat ein echtes Raumproblem: Sporthalle und Gymnastikraum sind oft so ausgebucht, dass etwa Tanzkurse – von Hip Hop bis Salsa – in einen Hörsaal ausweichen müssen. Mangels Tartanbahn am Rasenfeld werden Leichtathletikangebote auch weiterhin auf dem Sportplatz am Bundeswehrkrankenhaus stattfinden.

Kletterwand
Die Indoor-Kletterwand in der Sporthalle Nord

Text: Annika Bingman
Fotos: Elvira Eberhardt, Daniela Stang, Uniklinik Ulm/M. Wolfson, privat
Video: Daniela Stang

Eröffnungsturnier mit hartgesottenen Kickern

Anpfiff für neues Rasenspielfeld

Bei bestem Fritz-Walter-Wetter ist Anfang Mai das neue Rasenspielfeld der Universität Ulm eingeweiht worden – natürlich mit einem Fußballturnier. Bei Universitätspräsident Professor Michael Weber weckte die Witterung Erinnerungen an ein denkwürdiges Torwandschießen im Regen, das den Baubeginn des Sportplatzes an der Halle Nord eingeläutet hatte. „An der Universität Ulm haben wir keine Sportwissenschaften, weshalb der Hochschulsport umso wichtiger ist: Die mehr als 100 Kurse sorgen für einen Ausgleich im Uni-Alltag“, sagte Präsident Weber und hatte beeindruckende Zahlen parat. Über 7000 der rund 10 000 Studierenden seien schon jetzt im Hochschulsport (HSP) aktiv. Für 1500 Interessierte, die im laufenden Semester keinen Platz beim oftmals ausgebuchten HSP erhalten haben, biete das Rasenspielfeld tolle Alternativen, um sich auszutoben.

Wilmuth Lindenthal, Leiter Vermögen und Bau Baden-Württemberg (Amt Ulm), dankte in seinem Grußwort Professor Karl Joachim Ebeling: Der Altpräsident der Universität Ulm hatte einst den Bau des Rasenspielfeldes angestoßen. Nach rund einem Jahr Bauzeit kommen Fußballer und andere Hobbysportler auf 105 mal 68 Meter auf ihre Kosten: Für sie ist unter anderem ein vollautomatisch bewässerter Naturrasen angelegt worden. Bälle und weitere Ausrüstung können in einem Gerätehaus neben dem 35 000 m2 großen Areal aufbewahrt werden. Für Zuschauerinnen und Zuschauer wurden zudem Sitzwellen angelegt, und im Randbereich sind 20 Bäume sowie insgesamt 4000 Krokusse und Narzissen gepflanzt worden. Inklusive Planung und Genehmigung belaufen sich die Kosten für das Rasenspielfeld auf rund 750 000 Euro. Die Projektleitung hatte Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm (VB-BW Ulm) und die Umsetzung des Platzes übernahm Sportstättenbau Garten-Moser.

Freude über das neue Rasenspielfeld (v.l.): Altpräsident Prof. Karl Joachim Ebeling, Wilmuth Lindenthal (Leiter VB-BW, Amt Ulm) und Uni-Präsident Prof. Michael Weber
Die Mannschaft aus Dezernat V, die das Eröffnungsturnier gewonnen hat

Beim anschließenden Kleinfeld-Turnier traten acht gemischte Fußballteams gegeneinande an – darunter studentische Mannschaften wie „Dynamo Tresen“ oder Teams der Polizeidirektion Ulm und aus dem Gebäudemanagement (Dezernat V) der Universitätsverwaltung. Nach vier Stunden konnte sich das Team „Dezernat V“ über einen Pokal und einen gut gefüllten Sportbeutel des Sponsors, der Techniker Krankenkasse, freuen. Am Spielfeldrand standen gesunde Snacks für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung, teils sogar kostenfrei. Wie Dr. Meike Traub vom Hochschulsport versichert, soll auf dem neuen Sportplatz nicht nur Fußball gespielt werden. Auch Angebote wie Boot Camp oder Ultimate Frisbee finden auf der neuen Rasenfläche statt. Weiterhin können Sportteams aus dem universitären Umfeld den Platz mieten.

 

 

 

Text: Annika Bingman
Fotos: Elvira Eberhardt, privat