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Globalisierung und Nachhaltigkeit

Ulm University

Prof. Othmar Marti: Thema liegt auf der Hand – Rund 1000 Teilnehmer zur Akademie

erwartet

„Globalisierung und Nachhaltigkeit“ ist das zentrale Thema der Frühjahrsakademie, zu dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm in der letzten März-Woche rund 1000 Teilnehmer erwartet. Ähnlich viele wie im Vorjahr also, wobei Professor Othmar Marti als Vorstandssprecher des ZAWiW deutlich macht: „Es muss keinen neuen Teilnehmerrekord geben.“ Den verzeichneten die Organisatoren im Frühjahr 2006, als das fünftägige Weiterbildungsangebot nicht weniger als 1040 Interessierte auf den Uni-Campus lockte. „Damit stoßen wir eigentlich an unsere Grenzen“, sagt der Physik-Professor. Organisatorisch, personell, vor allem aber räumlich. Denn der normale Uni-Betrieb laufe ja weiter, wenngleich der Semesterferien wegen in reduziertem Umfang. Gleichwohl rechnet Marti mit ungebrochenem Interesse an der Akademiewoche, inzwischen der 31. übrigens. Dafür dürfte schon das aktuelle Schwerpunkt-Thema sorgen. „Das liegt doch auf der Hand“, meint Professor Marti und betont: „Globalisierung ist nur dann sinnvoll, wenn sie mit nachhaltiger Entwicklung verbunden ist.“ Eben der Frage, wie Globalisierung und Nachhaltigkeit zusammen passen, soll sich das Vormittagsprogramm besonders intensiv widmen. Einmal mehr mit namhaften Referenten versteht sich. Marti zufolge ermöglicht auch durch die Kooperation mit der Stiftung „Forum für Verantwortung“, deren Gründer und Vorstand Klaus Wiegandt am Eröffnungstag in die Thematik einführen wird. Die soll, wie der ZAWiW-Sprecher ankündigte, bei der Herbstakademie noch einmal aufgegriffen und vertieft werden. Im März werden sich damit neben externen auch drei Ulmer Wissenschaftler beschäftigen: Professor Franz Josef Radermacher („Weltweite Problemlagen: Szenarien und deren Auswirkungen“), Professorin Ina Rösing („Welt-Gesellschaft oder Kultur-Enklave? UNESCO Weltkulturerbe und Andenkultur“) und Professor Werner Tillmetz („Die Rolle der erneuerbare Energien“). Noch brisanter indes die Themen der Gast-Referenten: „Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren?“ fragt sich Professor Klaus Hahlbrock, jetzt emeritiert und ehemals tätig beim Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung. Und Professor Wolfram Mauser von der Ludwig-Maximilian-Universität München erklärt: „Wasser – eine Schlüsselressource wird knapp“. Zu den Vorträgen sollen diesmal wieder Tagesgäste zugelassen werden, verspricht Professor Othmar Marti. Ansonsten müssten Interessenten wie üblich das komplette Angebot buchen. Die hierfür um fünf auf 80 Euro erhöhte Teilnahmegebühr sieht Mitorganisator Erwin Hutterer als „angemessen für dieses Angebot“. In der Tat haben die dazu eingeladenen „Menschen im dritten Lebensalter – und davor“ (ZAWiW-Broschüre) wieder die Qual der Wahl, bei den 47 Arbeitsgruppen ebenso wie bei den 35 so genannten „Mittwochsangeboten“. Mit einer Fülle an Themen und Möglichkeiten, vom Internet über Ernährungs- und Gesundheitsthemen bis zu Medien, Ethik und Kultur. Auch sie fraglos ein wichtiger Faktor für die Beliebtheit der Akademiewochen. Wie das Konzept der Erfolgsgeschichte generell. Nicht „dasitzen und sich berieseln lassen“ sei angesagt, erklärt Professor Marti, „sondern aktives Mitmachen, miteinander arbeiten“.
Info:
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Programm und weitere Informationen unter Tel. 0731/50-23193 oder im Internet unter www.zawiw.de
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Othmar Marti, Vorstandssprecher ZAWiW, Tel. 0731/50-23011
Carmen Stadelhofer, Geschäftsführerin ZAWiW, Tel. 0731/50-23192 oder Erwin Hutterer, Organisation, Tel. 0731/50-23196