Ringvorlesung "Erneuerbare Energien"
Wasserkraftnutzung und Gewässerökologie

Zeit : Montag , 4.2.2019, 18:30 Uhr
Veranstalter : studium generale und Institut für Experimentelle Physik
Ort : Universität Ulm, O 25, Hörsaal 3,

Die Ringvorlesung ist eine Kooperationsveranstaltung des studium generale mit dem Institut für Experimentelle Physik der Universität Ulm.

Dozentin: M. Sc. Diana Genius, Ökoenergie-Institut Bayern, Bayerisches Landesamt für Umwelt

Die Wasserkraft wird bereits seit Jahrtausenden durch den Menschen genutzt. Daher zeichnet sich die Technik der Wasserkraftanlagen durch einen hohen Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer aus. Ein weiterer Vorteil bei der Energieerzeugung mithilfe von Wasserkraftanlagen sind die im Vergleich zu fossilen Kraftwerken deutlich geringeren Treibhausgasemissionen. Allerdings ist der Lebensraum Fließgewässer durch zahlreiche anthropogene Faktoren beeinflusst und auch die Wasserkraftnutzung konkurriert mit den Anforderungen der aquatischen Lebewesen – so behindern Stauanlagen die Durchgängigkeit von Gewässern und reduzieren die  Fließgeschwindigkeit. Fische, die stromabwärts wandern, können
sich an den Turbinen oder Rechen der Anlagen verletzen oder sterben.
Im Projekt „Fischökologisches Monitoring an innovativen Wasserkraftanlagen“ erforscht die Technische Universität München, Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie, deshalb seit 2014 im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt, wie Wasserkraftanlagen gewässerökologisch verträglicher werden können. Dabei bewerten die Wissenschaftler vor allem die direkten  Schädigungen von Fischen bei der Passage der Wasserkraftanlage und die gewässerökologischen Veränderungen mithilfe von biologischen, chemischen und physikalischen Parametern, die im Ober- und Unterwasser der Querbauwerke erhoben werden.

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