Ringvorlesung: Frauenforschung - Gender Studies
Sex und Gender zwischen Biologie und Gesellschaft

Zeit : Montag , 21.10.2019, 18:30 - 20:00 Uhr
Veranstalter : studium generale mit der Gleichstellung und Chancengleichheit der Universität Ulm und des Universitätsklinikums Ulm
Ort : Universität Ulm, O 25, Hörsaal 2

Dozentin: Prof. Dr. Elisabeth Oberzaucher, Department für Verhaltensbiologie, Universität Wien

Der Diskurs um Sex und Gender ist stark ideologisch geprägt. Während eine Seite die Rolle der Biologie sehr stark betont, wird diese von der anderen abgelehnt. Eine Ursachenforschung gestaltet sich schwierig, da Biologie und Kultur eng miteinander verzahnt sind. Dennoch ist es notwendig, die Wurzeln von Geschlechtsdimorphismen zu verstehen, um einer geschlechtergerechten Welt näherzukommen. In diesem Vortrag versuche ich einen Diskurs zwischen Biologie und Kultur zu stimulieren, der in einem informierten, unvoreingenommenen Verständnis der Geschlechter notwendig ist. Nur wenn die Mechanismen, die den beobachtbaren Geschlechterunterschieden zugrundeliegen, bekannt sind, können auf gesellschaftspolitischer Ebene wirksame Maßnahmen zum Erreichen des
Zieles einer geschlechterfairen Gesellschaft erreicht werden.
Basierend auf Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung – sowohl an Menschen als auch an anderen Tieren – diskutiere ich die Adaptivität von Verhalten mit Fokus auf sogenanntes geschlechtstypisches Verhalten. Davon ausgehend diskutiere ich die Notwendigkeiten in technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umsetzungen, um der Vielfalt der menschlichen Verhaltenstendenzen und Bedürfnisse gerecht zu werden.

Ringvorlesung "Frauenforschung - Gender Studies"