Unser falsches Leben in einer normopathischen Gesellschaft

Zeit : Mittwoch , 19.9.2018, 10:00 Uhr
Veranstalter : ZAWiW
Ort : Universität Ulm, Gebäudeteil O25, Hörsaal 4/5, Übertragung nach O25, H1 und H2, Albert-Einstein-Allee 11,

Vortrag im Rahmen der Herbstakademie "Teilhabe und Zusammenhalt in der Gesellschaft"

Dozent:
Dr. Hans-Joachim Maaz, Stiftung Beziehungskultur, Halle

Falsches Leben ist die Folge von Selbst-Entfremdungen. Die Entwicklung des Menschen wird erheblich durch die Qualität der frühen Mutter-Vater-Kind-Beziehungen beeinflusst. Die psychoanalytische Praxis lehrt uns typische Mütterlichkeits- und Väterlichkeitsstörungen mit spezifischen Selbstentfremdungen, die zu Erkrankungen oder sozialem Fehlverhalten führen. Massenhafte Selbstentfremdungen sind die Ursache einer gesellschaftlichen Normopathie.
Die gegenwärtige narzisstische Normopathie gefährdet die Demokratie durch eine gnadenlose Wachstumssucht und die Zukunft durch pathologische Auswirkungen auf Klima und Umwelt und durch eine wachsende soziale Spaltung in arm und reich mit den Folgen von Gewalt, Terror, Krieg und Migration. „Beziehungskultur“ ist eine hilfreiche Antwort auf unser falsches Leben und die Krise der Gesellschaft.

Anmeldung erforderlich!
Eintritt € 12,-