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Humboldt-Professorin Dr. Ulla Hahn
Zwischen Lyrik und den Folgen künstlicher Intelligenz

Universität Ulm

Mit Vorträgen der bekannten Lyrikerin, Erzählerin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Ulla Hahn startet das Humboldt-Studienzentrum für Philosophie und Geisteswissenschaften ins neue Jahr. Als Humboldt-Professorin referiert die bedeutende Stimme der deutschen Literatur zunächst am Donnerstag, 17. Januar (19:30 Uhr, Villa Eberhardt), über „Völkerwanderung und die Suche nach neuer Geborgenheit“. Mit einem besonders für die technisch geprägte Universität Ulm relevanten Vortrag über die Folgen der künstlichen Intelligenz wendet sich Ulla Hahn am Freitag, 18. Januar (20:00 Uhr), im Ulmer Stadthaus an ein noch breiteres Publikum.

Ulla Hahn, Jahrgang 1945, wuchs im Arbeitermilieu im Rheinland auf. Nach einer Lehre zur Bürokauffrau absolvierte sie das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte Literaturwissenschaft, Geschichte sowie Soziologie. Im Anschluss an ihre Promotion im Jahr 1978 arbeitete Hahn unter anderem als Literaturredakteurin bei Radio Bremen und begann selbst Lyrik zu verfassen. Bereits für ihr Erstlingswerk „Herz über Kopf“ wurde sie mit dem renommierten Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet.

Neben ihren eigenen Gedichten hat Ulla Hahn mehrere Lyrik-Anthologien herausgegeben, darunter „Stechäpfel – Gedichte von Frauen aus drei Jahrtausenden“ und einen Else Lasker-Schüler-Almanach. Zudem konnte sie sich vor allem mit ihrer autobiographisch gefärbten Romanreihe einen Namen als Schriftstellerin machen. Gleich der erste Band „Das verborgene Wort“ wurde mit dem deutschen Bücherpreis geehrt.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Ulla Hahn ist unter anderem Mitglied der Freien Akademie der Künste an ihrem Wohnort Hamburg und gehört dem PEN Zentrum Deutschland an. 1994 hatte Ulla Hahn die Heidelberger Poetikdozentur inne und 2011 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg. Darüber hinaus hat die Stadt Monheim am Rhein, wo in ihrem Elternhaus das Ulla-Hahn-Haus für die Sprach- und Leseförderung entstanden ist, einen Autorenpreis nach der Schriftstellerin benannt.
Ulla Hahns Werk dreht sich oft um die Themen Sehnsucht, Vergänglichkeit sowie um die Suche nach dem Glück in einer technisierten Welt.

Die Humboldt-Professur wird an prominente Forschende oder Literaten vergeben. Zunächst wurde dieses Aushängeschild des Humboldt-Studienzentrums der Universität Ulm von Unternehmern der Region finanziert. Seit 1997 ist die nach den Gebrüdern Humboldt benannte Professur jedoch in den Landeshaushalt übergegangen. Die Inhaberin oder der Inhaber der Humboldt-Professur behandelt in zwei Vorträgen – im Philosophischen Salon in der Villa Eberhardt sowie im Stadthaus – aktuelle Themen. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

 

Vorträge der Humboldt-Professorin Ulla Hahn im Überblick:

Im Philosophischen Salon:

Donnerstag, 17. Januar
19:30 Uhr

Villa Eberhardt
Heidenheimer Straße 80
89075 Ulm

„,Die Sprache ist das Haus des Seins' (M. Heidegger)
Völkerwanderung und die Suche nach neuer Geborgenheit.“

Im Stadthaus:

Freitag, 18. Januar
20:00 Uhr

Stadthaus Ulm
Münsterplatz 50
89073 Ulm

„Wenn Roboter das Wort führen.
Nachdenken über die Folgen der Künstlichen Intelligenz.“

Alle Interessierten sind zu beiden Vorträgen herzlich eingelade
n!

Text/Medienkontakt : Annika Bingmann

Dr. Ulla Hahn, Humboldt-Professorin im Wintersemester (Foto: Julia Braun)