Informationen zu den Nachqualifizierungsangeboten

Gesprächsführung und Beobachtungsverfahren

  • Möglichkeit der Nachqualifizierung (nur bei freien Restplätzen!) letztmalig durch Teilnahme an der Übung zu Gesprächsführung und Beobachtungsverfahren der FSPO 2021 (Teil des Moduls Psychologische Diagnostik) im SoSe 23
  • Bitte beachten: Es gilt Anwesenheitspflicht! (entspricht auch dem Leistungsnachweis im Rahmen der Nachqualifizierung)

Grundlagen der Medizin und Pharmakologie

  • Möglichkeit der Nachqualifizierung durch Teilnahme an der Vorlesung "Grundlagen der Medizin und Pharmakologie" der FSPO 2021 (Modul im nicht-psychologischen Wahlpflichtfach Medizin), welche jeweils im Wintersemester angeboten wird

Berufsethik und -recht

  • letztmalige Möglichkeit der Nachqualifizierung durch Bestehen eines unbenoteten Leistungsnachweises (keine Anwesenheitspflicht, Anwesenheit wird jedoch empfohlen) zum regulären Vorlesungsangebot der FSPO 2021 (Teil des Moduls Psychologische Diagnostik) im SoSe 23 (Informationen zum Leistungsnachweis folgen)

(Nachqualifizierungs-)Praktika gemäß der Approbationsordnung

Hier sehen Sie die wichtigsten Punkte für appobationsordnungskonforme Praktika auf einen Blick:

  • Gemäß der Approbationsordnung (ApprO) umfasst das Praktikum 13 LP, was insgesamt 10 Wochen Vollzeitpraktikum (oder dementsprechend länger in Teilzeit) bzw. 390h entspricht.
  • Gemäß der ApprO ist das Praktikum ("berufspraktische Einsätze") in ein Orientierungspraktikum (OP, 5 LP, 4 Wochen, mind. 150h) und eine Berufsqualifizierende Tätigkeit I (BQT-I, 8 LP, 6 Wochen, mind. 240h) unterteilt.
  • Die ApprO regelt, dass in den Einrichtungsstellen beider Praktika approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen oder (Psychologische!) Psychotherapeut*innen tätig sein müssen (keine ärztlichen PT/KJPT).
  • Für die BQT-I gilt darüber hinaus, dass das Praktikum unter qualifizierter Anleitung stattfinden muss, d.h. mit Betreuung durch approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen oder (Psychologische!) Psychotherapeut*innen (keine ärztlichen PT/KJPT), und erst ab mind. 60 LP absolviert werden darf.
  • Die ApprO macht Vorschriften dazu, in welchen Einrichtungen diese Praktika möglich sind (siehe unten). Eine Übersicht über Praktikumsstellen gemäß der Approbationsordnung finden Sie hier (nur aus dem Uni-Netz bzw. über VPN erreichbar).
  • Voraussetzung ist, dass dort approbierte PT/KJPT arbeiten. Nach aktuellem Wissensstand bezieht sich das auf eine Approbation in Deutschland, d.h. Auslandspraktika erfüllen i.d.R. nicht die Kriterien für Praktika gemäß OP/BQT-I, da dort i.d.R. keine in Deutschland approbierten PT/KJPT arbeiten.

Besonderheiten bei Praktika im Rahmen der Nachqualifizierung:

  • Bitte achten Sie darauf, dass die in der ApprO beschriebenen Kriterien wie (Gesamt-)Dauer (mind. 150h OP, mind. 240h BQT-I), Einrichtungsart, Betreuungsmöglichkeit, Anwesenheit eines bzw. einer (psychologischen) PT oder Kinder- und Jugendlichen-PT, 60 LP für BQT-I etc. erfüllt sind.
  • Für die Anerkennung im Rahmen der Nachqualifizierung spielt es - sofern die Kriterien gemäß der ApprO erfüllt sind - keine Rolle, ob es sich bei dem Praktikum um ein reguläres FSPO-18-Praktikum handelt, welches Sie z. B. um 2 Wochen verlängern, oder um ein zusätzlich absolviertes Praktikum (z. B. weil Ihr FSPO-18-Praktikum die Voraussetzungen gemäß ApprO nicht erfüllt)
  • Anders als bei regulären Praktika benötigen Sie für Nachqualifizierungspraktika keinen Praktikumsbericht (bitte beachten: Wenn Sie Ihr Praktikum nicht ausschließlich für die Nachqualifizierung, sondern auch als reguläres FSPO-18-Praktikum benötigen, müssen dafür natürlich weiterhin die FSPO-18-Regelungen wie der Praktikumsbericht etc. erfüllt sein)
  • Sofern Ihre Praktikumseinrichtung die Voraussetzungen von OP UND BQT-I erfüllt, können Sie Ihr Praktikum (Gesamtdauer 10 Wochen) innerhalb einer Einrichtung absolvieren (Anm.: Sind die BQT-I-Kriterien erfüllt, sind es die OP-Kriterien ebenfalls; umgekehrt ist dies nicht immer der Fall).
  • Hiwi-Tätigkeiten können nicht als ApprO-konforme Praktika anerkannt werden.

Praktikumsbescheinigungen für Nachqualifizierungspraktika:

Bitte verwenden Sie für die Bescheinigung Ihrer Praktika durch die Einrichtungsstellen Praktikumsbescheinigungen, aus denen die Kriterien gemäß der Approbationsordnung für OP bzw. BQT-I hervorgehen. Dafür können Sie die hier zur Verfügung gestellten Vorlagen für OP und BQT-I nutzen. Alternativ können Sie auch die Praktikumsbescheinigung der FSPO 2021 nutzen, die sich nahezu nur im Titel ("gültig für") von der hier zur Verfügung gestellten Vorlage unterscheidet und ebenfalls alle gemäß ApprO erforderlichen Kriterien abfragt.

Wichtig: Haben Sie Ihr Praktikum aufgeteilt (z. B. 2 Wochen OP in Einrichtung A, 2 Wochen OP in Einrichtung B und 6 Wochen BQT-I in Einrichtung C), lassen Sie sich bitte von allen Einrichtungen die jeweils passende Bescheinigung ausstellen. Haben Sie OP und BQT-I am Stück innerhalb einer Einrichtung absolviert, lassen Sie sich bitte dennoch für die ersten 4 Wochen eine OP-Bescheinigung und für die weiteren 6 Wochen eine BQT-I-Bescheinigung ausstellen. Haben Sie beispielsweise ein 8-wöchiges Praktikum absolviert, welches inhaltlich die Kriterien von OP und BQT-I erfüllt, und die fehlenden 2 Wochen in einer anderen Einrichtung, dann lassen Sie sich bitte für das 8-wöchige Praktikum anteilig eine OP- und eine BQT-Bescheinigung und für die weiteren 2 Wochen ebenfalls eine passende Bescheinigung ausstellen.

Möchten Sie Ihr Praktikum sowohl regulär für die FSPO 18 als auch zusätzlich für die Nachqualifizierung anerkennen lassen, reichen Sie bitte für die reguläre "FSPO-18-Antragstellung" (hier) die reguläre FSPO-18-Praktikumsbescheinigung ein und lassen Sie sich aber am besten zusätzlich auch die Praktikumsbescheinigung der Nachqualifizierung ausfüllen, anhand derer wir dann beim (von der FSPO 18-Antragsstellung getrennten) Antrag auf Überpüfung der Nachqualifizierungskriterien die Kriterien gemäß ApprO überprüfen können.

Bescheinigung über ein "Pflichtpraktikum" (im Rahmen der Nachqualifizierung):

Falls Ihre Praktikumsstelle einen Nachweis darüber benötigt, dass es sich bei dem Praktikum um ein "Pflichtpraktikum" handelt, füllen Sie bitte folgendes Formular aus und legen es dem Prüfungsausschuss zur Unterschrift vor (per Mail: pruefungsausschuss.psychologie(at)uni-ulm.de, am besten im CC an veronika.kern(at)uni-ulm.de inkl. einer kurzen Infomation zu Ihrer Praktikumsstelle).

Antrag auf Überprüfung von Nachqualifizierungspraktika:

Haben Sie Ihr Praktikum im Rahmen der Nachqualifizierung absolviert, können Sie hier einen Antrag auf Überprüfung Ihrer Nachqualifizierungspraktika stellen. Nach kurzer Bearbeitungszeit erhalten Sie von uns eine Bestätigung per Mail, dass Ihre Praktika den Approbationsordnungskriterien entsprechen. Durch diese Vorab-Prüfung kann Ihr Antrag auf Bescheinigung all ihrer absolvierten Nachqualifizierungen (s. nächster Punkt) dann schneller bearbeitet werden.

Haben Sie auch alle anderen gemäß ApprO erforderlichen Inhalte absolviert, können Sie hier einen Antrag auf Anerkennung Ihrer Leistungen inkl. Nachqualifizierungen stellen. Sofern Sie den Antrag auf Überprüfung der Nachqualifizierungspraktika (s. vorheriger Punkt) bereits getrennt gestellt haben, müssen Sie hier dann keine weiteren Praktikumsunterlagen einreichen, da uns die Nachweise Ihrer Praktika inkl. der Approbationsordnungskonformität dann bereits vorliegen. Alternativ können Sie hier auch Ihre Praktikumsbescheinigung(en) einreichen, insofern Sie von der vorherigen Überprüfung nicht Gebrauch gemacht haben. Beachten Sie, dass in diesem zweiten Fall mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen ist. Wir kontrollieren Ihre eingereichten Unterlagen und geben Ihnen eine Rückmeldung zur Nachqualifizierung bzw. bescheinigen Ihnen diese (siehe auch Informationen hier).

Bei Rückfragen können Sie sich an Veronika Kern (veronika.kern(at)uni-ulm.de) wenden.

Übersicht über Praktikumsstellen gemäß der Approbationsordnung

Hier haben wir Ihnen eine Übersicht über Praktikumsstellen gemäß der Approbationsordnung zusammengestellt (nur aus dem Uni-Netz bzw. über VPN erreichbar). Die in dieser Liste enthaltenen Praktikumseinrichtungen wurden durch den Fachbereich Psychologie der Universität Ulm sowie durch das Landesprüfungsamt Baden-Württemberg geprüft und sollten die Kriterien der Approbationsordnung für das Orientierungspraktikum und/oder die BQT-I erfüllen. Das bedeutet, diese Liste kann Ihnen u.a. auch als Anhaltspunkt für die Anerkennung bereits abgeleisteter Praktika bzw. Ideengeber auf der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen dienen.

Auszug aus der Approbationsordnung zu den Kriterien der berufspraktischen Einsätze:

"§14 Orientierungspraktikum:
(1) Das Orientierungspraktikum dient dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in allgemeinen Bereichen mit Bezug zur Gesundheits- und Patientenversorgung. Den studierenden Personen sind erste Einblicke in die berufsethischen Prinzipien sowie in die institutionellen, rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der Patientenversorgung zu gewähren. Darüber hinaus sind ihnen die grundlegenden Strukturen der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie strukturelle Maßnahmen zur Patientensicherheit zu zeigen.
(…)
(3) Das Orientierungspraktikum findet in interdisziplinären Einrichtungen der Gesundheitsversorgung oder in anderen Einrichtungen statt, in denen Beratung, Prävention oder Rehabilitation zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit durchgeführt werden und in denen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten, oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- oder Jugendpsychotherapeuten tätig sind.
(4) Das Orientierungspraktikum wird im Block oder studienbegleitend durchgeführt.
(5) Praktikumstätigkeiten, die vor dem Beginn des Studiums abgeleistet worden sind, können auf Antrag der studierenden Person von den Hochschulen auf das Orientierungspraktikum angerechnet werden, wenn sie den in den Absätzen 1 bis 3 geregelten Anforderungen inhaltlich entsprechen."

"§15 Berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie:
(1) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie dient dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in spezifischen Bereichen der psychotherapeutischen Versorgung.
(2) Den studierenden Personen sind während der berufsqualifizierenden Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie grundlegende Einblicke in die institutionellen, rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung zu vermitteln.
(3) Die studierenden Personen sind zu befähigen, 1.die Rahmenbedingungen der und die Aufgabenverteilung in der interdisziplinären Zusammenarbeit zu erkennen und entsprechend der Aufgabenverteilung angemessen mit den verschiedenen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten sowie 2. grundlegende Kompetenzen in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie mit anderen beteiligten Personen oder Berufsgruppen zu entwickeln und anzuwenden.
(…)
(5) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie kann in folgenden Einrichtungen oder Bereichen stattfinden, sofern dort Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten tätig sind:

  1. in Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psychosomatischen oder neuropsychologischen Versorgung,
  2. in Einrichtungen der Prävention oder der Rehabilitation, die mit den in Nummer 1 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  3. in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder
  4. in sonstigen Bereichen der institutionellen Versorgung.

(6) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie wird unter qualifizierter Anleitung durchgeführt. Die Durchführung erfolgt im Block oder studienbegleitend.
(7) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie darf von einer studierenden Person erst abgeleistet werden, wenn die studierende Person mindestens 60 ECTS-Punkte erworben hat.“

 

Bei Unsicherheiten und Rückfragen wenden Sie sich bitte an veronika.kern(at)uni-ulm.de