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Anerkennung von Praktika im Rahmen des B.Sc. bzw. M.Sc. Psychologie

Anerkennung eines bereits abgeleisteten Praktikums

Zur Anerkennung eines bereits abgeleisteten Praktikums füllen Sie bitte folgendes Formular aus:

Bitte fügen Sie dem Antrag eine durch den/die Betreuer/in unterschriebene Praktikumsbestätigung bei, die Angaben über die Tätigkeitsbeschreibung, die Wochenarbeitszeit und die gesamte Praktikumsdauer enthält. Aus dieser Bestätigung sollte hervorgehen, dass der/die Betreuer/in über einen  Abschluss (mind. Diplom/Master) in Psychologie bzw. eine fachärztliche Ausbildung in Psychiatrie oder Psychosomatik verfügt bzw. approbierte/r Kinder- und Jugendpsychotherapeut/in ist. Praktika bei Betreuer/innen mit fachspezifischen Abschlüssen, wie z.B. M.Sc. Wirtschaftspsychologie, müssen intern betreut werden, s.u.
Gerne können Sie auch nachfolgende Vorlage verwenden: Praktikumsbescheinigung

Bitte beantragen Sie erst die Anerkennung von bereits abgeleisteten Praktika, wenn Sie die gesamte Praktikumszeit abgeleistet haben (d. h. 8 Wochen Vollzeit im Bachelor bzw. 12 Wochen Vollzeit im Master). Falls Sie diese gesamte Zeit in Form von mehreren Teilpraktika abgeleistet haben, füllen Sie das Formular bitte für jedes Teilpraktikum separat aus, und laden Sie diese Anträge direkt nacheinander hoch. 

Praktika können in Teilzeit absolviert werden. Hierbei gilt für Praktika, die bis zum 30. September 2018 absolviert werden, eine zu erbringende Mindestzeit von 280 Arbeitsstunden im Bachelor und 420 Arbeitsstunden im Master. Bei Praktika, die ab dem 01. Oktober 2018 absolviert werden, muss die in dem jeweiligen Unternehmen / der jeweiligen Organisation geltende Wochenarbeitszeit bei Vollzeit-Stellen (z.B. 39,5 Stunden an der Universität Ulm) zugrunde gelegt werden. Aus Ihrer Praktikumsbescheinigung muss neben der Dauer des Praktikums (in Stunden) die in der Praktikumsstelle geltende Wochenarbeitszeit für eine Vollzeitkraft hervorgehen. Wir bitten Sie zudem darzulegen, wie vielen Wochen einer Vollzeittätigkeit Ihre abgeleisteten Stunden in der jeweiligen Organisation entsprechen.


Genehmigung eines Praktikumsvorhabens

Für Praktika, die unter Betreuung durch eine Person mit Hochschulausbildung (mind. Diplom/Master) in der Psychologie oder Psychiatrie abgeleistet werden, ist die Einholung einer Genehmigung vor Antritt des Praktikums NICHT erforderlich. Solche Praktika können ohne Genehmigung anerkannt werden. 

Praktikum ohne Betreuung durch M.Sc./Dipl. Psychologen bzw. Psychiater bzw. bei fachspezifischen Abschlüssen (z.B. M.Sc. Wirtschaftspsychologie):

Studierende haben die Möglichkeit, Praktika an Einrichtungen abzuleisten, in denen sie ohne Betreuung durch eine Person mit universitärer Ausbildung in der Psychologie bzw. Psychiatrie arbeiten (Informationen dazu finden Sie hier).

In diesem Fall kann das betreffende Praktikum nur dann anerkannt werden, wenn sich eine Person aus der Gruppe der Psycholog:innen (mind. M.Sc./Dipl.) am Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm dazu bereit erklärt, die „institutsinterne Betreuung“ des Praktikums zu übernehmen.

Dazu muss das Formular zur Beantragung einer institutsinternen Betreuung von der betreffenden Person unterzeichnet werden, die sich zur internen Betreuung bereit erklärt.

Nach Abschluss des Praktikums muss der/die institutsinterne Betreuer/in zudem das Formular  zur Stellungnahme zum Praktikum unterzeichnen.

Zur Anerkennung des Praktikums sind dann diese Formulare, die Praktikumsbestätigung sowie der Praktikumsbericht ebenso wie die Kurzfassung des Praktikumsberichts beim Prüfungsausschuss einzureichen.


Bescheinigung zur Vorlage bei der Praktikumsstelle

Falls Ihre Praktikumsstelle einen Nachweis darüber benötigt, dass es sich bei dem Praktikum um ein von der Studienordnung vorgeschriebenes Pflichtpraktikum handelt, füllen Sie bitte folgendes Formular aus und legen es dem Prüfungsausschuss zur Unterschrift vor (persönlich über Frau Medenblik, Raum 47.0.212, oder per Mail: pruefungsausschuss.psychologie(at)uni-ulm.de)
 

Richtlinien zur Erstellung eines Praktikumsberichts

Die neuen Richtlinien zur Fassung der Praktikumsberichte (Lang- und Kurzfassung) gelten für Berichte, die ab dem 01.04.2019 abgegeben werden

Zur Anerkennung eines Praktikums ist laut FSPO 2018 §8 (5) die Anfertigung eines Praktikumsberichts erforderlich. Diesbezüglich hat der Prüfungsausschuss Kriterien festgelegt, die in dem Formular „Kriterien für den Praktikumsbericht“ festgehalten sind.

Im Professorium wurde beschlossen, den Studierenden einen Zugriff auf alle Berichte zu ermöglichen, indem auf einer entsprechenden Website Kurzfassungen der Praktikumsberichte (die von den Studierenden zusätzlich zu ihrem regulären Praktikumsbericht erstellt werden müssen) hochgeladen werden („virtueller Praktikumskongress“).

Demnach ist zur Anrechnung der Leistungen im Rahmen des Berufspraktikums die Einreichung eines Praktikumsberichts sowie einer Kurzfassung des Berichts erforderlich. Dieser Kurzbericht muss den Kriterien entsprechen, die dem folgenden Informationsblatt zu entnehmen sind.

 

Berufspraktische Einsätze gemäß Approbationsordnung ab 01.09.2020

Die neuen Richtlinien betreffen Bachelorstudierende mit Studienbeginn im WiSe 20/21, welche sich die Option auf einen Approbationsmaster offenhalten möchten, und Bachelorstudierende mit früherem Studienbeginn, die sich ggf. gemäß der neuen Approbationsregelungen nachqualifizieren möchten (Informationen dazu entnehmen Sie bitte auch der Enzyklopädie, u.a. unter dem Punkt Nachqualifikation gemäß der neuen Approbationsregelungen für Studierende mit Studienbeginn VOR dem WiSe 20/21). Im Rahmen einer Änderung des PsychThG wurde die Psychotherapieausbildung neu geregelt. Diese Regelungen gelten für Studierende, die ab dem 01.09.2020 ihr Studium beginnen und eine Approbation als Psychotherapeut*in erlangen wollen. Diese Gesetzesänderung enthält Vorgaben zu Kenntnissen, die Studierende im Bachelor Psychologie und im Master Klinische Psychologie und Psychotherapie erwerben müssen, um berufsrechtlich anerkannt werden und damit die Approbation erlangen zu können. Davon sind auch die berufspraktischen Einsätze im Studium betroffen, weshalb sich für die Berufspraktika im Vergleich zur bisherigen FSPO 2018 einiges ändern wird. Anders als in der bisherigen FSPO geregelt, sollten Studierende, die sich die Option auf einen Approbationsmaster offenlassen möchten, folgende Punkte beachten:

  1. Das Berufspraktikum im Bachelor wird zukünftig 13 LP umfassen, was insgesamt 10 Wochen Vollzeitpraktikum (oder dementsprechend länger in Teilzeit) entspricht.
  2. Gemäß der Approbationsordnung wird das Praktikum in ein Orientierungspraktikum (5 LP, 4 Wochen) und eine Berufsqualifizierende Tätigkeit I (BQT-I, 8 LP, 6 Wochen) unterteilt.
  3. Die Approbationsordnung regelt, dass beide Praktika durch Psychotherapeut*innen, Psychologische Psychotherapeut*innen oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen betreut werden müssen.
  4. Sie regelt zudem, in welchen Einrichtungen diese Praktika möglich sind. Im Gesetzestext heißt es dazu, dass das Orientierungspraktikum in interdisziplinären Einrichtungen der Gesundheitsversorgung oder in anderen Einrichtungen stattfindet, in denen Beratung, Prävention oder Rehabilitation zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit durchgeführt werden. Die BQT-I findet in folgenden Einrichtungen statt: 1. In Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psychosomatischen oder neuropsychologischen Versorgung, 2. in Einrichtungen der Prävention oder der Rehabilitation, die mit den in Nummer 1 genannten Einrichtungen vergleichbar sind, 3. in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder 4. in sonstigen Bereichen der institutionellen Versorgung.
  5. Die BQT-I darf erst nach Erwerb von 60 LP absolviert werden. Für das Orientierungspraktikum hingegen gibt es keine solche Vorschrift, es darf (bei Erfüllen der genannten Voraussetzungen) auch schon vor Studienbeginn absolviert worden sein.

Formulare und genaue Leitlinien (in Anlehnung an die Approbationsordnung) werden aktuell noch entwickelt und abgestimmt. Zudem wird beispielsweise noch geklärt, wer abschließend darüber entscheidet (bzw. entscheiden kann), ob ein Praktikum im Zweifelsfall die in der Approbationsordnung vorgeschriebenen Kriterien erfüllt. Verbindliche Regelungen wird es mit der zukünftigen FSPO geben. Bis dahin empfehlen wir Ihnen, sofern Sie bereits klinische Praktika machen möchten, sich dabei an den Vorgaben aus der Approbationsordnung zu orientieren.