Informationen des Prüfungsausschusses Psychologie

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Allgemeines Berufspraktikum I und II (API & APII)

Dauer und Umfang

Das API dauert 4 Wochen in Vollzeit und hat 5 LP, während das APII 6 Wochen in Vollzeit dauert und 8 LP hat. API und APII können in Teilzeit absolviert werden (mit entsprechend längerer Dauer).

Mögliche Einrichtungen

Alle Einrichtungen, die Einblicke in Tätigkeiten des Berufsfelds Psychologie bieten. Einrichtungsbeispiele sind z.B. Unternehmen, Marketing, Forschungseinrichtungen, Verkehrspsychologie etc.

Betreuung

Das Praktikum muss von einer Person mit Master- oder Diplom in Psychologie betreut bzw. unterzeichnet werden. Sofern das nicht der Fall ist (d.h. auch bei der Betreuung durch eine Person mit Bachelor in Psychologie oder Master in einem fachspezifischen Studiengang wie z.B. M.Sc. Wirtschafts- oder Rechtspsychologie) müssen Sie vor Praktikumsantritt eine institutsinterne Betreuung für Ihr Praktikum organisieren.

Hiwi-Job als Berufspraktikum

Hiwi-Jobs mit einschlägiger psychologischer Tätigkeit (d.h. beispielsweise die Hiwi-Jobs am Institut für Psychologie und Pädagogik) können als berufspraktische Einsätze in einem der Module API oder APII angerechnet werden, aber nicht in beiden Modulen. Generell wird für die Anrechnung von Hiwi-Tätigkeiten als Praktikum jedoch eine Äquivalenzbescheinigung des/der jeweiligen Vorgesetzten benötigt. Diese wird ausgestellt, sofern es ausreichend Lernmöglichkeiten und Einblicke in psychologische Tätigkeitsfelder gab. Das entsprechende Formular finden Sie hier. Auch Hiwi-Jobs müssen im Umfang einer Vollzeitbeschäftigung nachgewiesen werden. Da sie in der Regel nur wenige Wochenstunden umfassen, müssen Sie entsprechend ausrechnen, wie viele Monate Beschäftigung Sie nachweisen müssen, um auf die gewünschte Zahl an Wochen in Vollzeitbeschäftigung zu kommen. Beachten Sie zudem, dass innerhalb der jeweiligen Module die Tätigkeiten nicht auf verschiedene Einrichtungen aufgeteilt werden können. Das bedeutet bei der Anrechnung von Hiwi-Tätigkeiten, dass diese 4 Wochen (API) oder 6 Wochen (APII) an derselben Einrichtung absolviert werden müssen, um angerechnet zu werden.

Orientierungspraktikum gemäß PsychThApprO §14

Das Orientierungspraktikum ist laut §14 der Approbationsordnung wie folgt definiert:

„§14 Orientierungspraktikum:
(1) Das Orientierungspraktikum dient dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in allgemeinen Bereichen mit Bezug zur Gesundheits- und Patientenversorgung. Den studierenden Personen sind erste Einblicke in die berufsethischen Prinzipien sowie in die institutionellen, rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der Patientenversorgung zu gewähren. Darüber hinaus sind ihnen die grundlegenden Strukturen der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie strukturelle Maßnahmen zur Patientensicherheit zu zeigen.
(…)
(3) Das Orientierungspraktikum findet in interdisziplinären Einrichtungen der Gesundheitsversorgung oder in anderen Einrichtungen statt, in denen Beratung, Prävention oder Rehabilitation zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit durchgeführt werden und in denen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten, oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- oder Jugendpsychotherapeuten tätig sind.“
(4) Das Orientierungspraktikum wird im Block oder studienbegleitend durchgeführt.
(5) Praktikumstätigkeiten, die vor dem Beginn des Studiums abgeleistet worden sind, können auf Antrag der studierenden Person von den Hochschulen auf das Orientierungspraktikum angerechnet werden, wenn sie den in den Absätzen 1 bis 3 geregelten Anforderungen inhaltlich entsprechen.“

Das bedeutet für Sie:

  • Das Orientierungspraktikum dauert 4 Wochen in Vollzeit und umfasst 5 LP. Es kann auch in Teilzeit absolviert werden (mit entsprechend längerer Dauer).
  • Ihre Praktikumsstelle benötigt einen Bezug zu Gesundheits- und Patientenversorgung (s. § 14 (3)). Einrichtungsbeispiele könnten sein z.B. Beratungsstellen, Behindertenhilfe, Forensik, Kinderschutzbund, Jugendhilfe, Reha etc., aber auch Kliniken und Praxen.
  • Dort müssen (Psychologische) Psychotherapeut*innen und/oder Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen tätig sein (keine institutsinterne Betreuung und keine Betreuung durch ärztliche Psychotherapeut*innen möglich).
  • Hiwi-Tätigkeiten können für dieses Modul NICHT angerechnet werden.

Wichtiger Tipp
Prüfen Sie bei der Vereinbarung des Orientierungspraktikums am besten frühzeitig und ggf. gemeinsam mit der Praktikumsstelle, ob das Praktikum den Vorgaben aus der Approbationsordnung zur Einrichtungsstelle entspricht und dort außerdem Psychologische Psychotherapeut*innen oder Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen tätig sind.

Berufsqualifizierende Tätigkeit I gemäß PsychThApprO §15

Die Berufsqualifizierende Tätigkeit I (BQT-I) ist laut §15 der Approbationsordnung wie folgt definiert:

„§15 Berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie:
(1) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie dient dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in spezifischen Bereichen der psychotherapeutischen Versorgung.
(2) Den studierenden Personen sind während der berufsqualifizierenden Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie grundlegende Einblicke in die institutionellen, rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung zu vermitteln.
(3) Die studierenden Personen sind zu befähigen, 1.die Rahmenbedingungen der und die Aufgabenverteilung in der interdisziplinären Zusammenarbeit zu erkennen und entsprechend der Aufgabenverteilung angemessen mit den verschiedenen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten sowie 2. grundlegende Kompetenzen in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie mit anderen beteiligten Personen oder Berufsgruppen zu entwickeln und anzuwenden.
(…)
(5) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie kann in folgenden Einrichtungen oder Bereichen stattfinden, sofern dort Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten tätig sind:

  1. in Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psychosomatischen oder neuropsychologischen Versorgung,
  2. in Einrichtungen der Prävention oder der Rehabilitation, die mit den in Nummer 1 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  3. in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder
  4. in sonstigen Bereichen der institutionellen Versorgung.

(6) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie wird unter qualifizierter Anleitung durchgeführt. Die Durchführung erfolgt im Block oder studienbegleitend.
(7) Die berufsqualifizierende Tätigkeit I – Einstieg in die Praxis der Psychotherapie darf von einer studierenden Person erst abgeleistet werden, wenn die studierende Person mindestens 60 ECTS-Punkte erworben hat.“

Das bedeutet für Sie:

  • Die BQT-I können Sie erst absolvieren, wenn Sie zu Beginn des Praktikums bereits 60 LP haben. Drucken Sie bitte unbedingt kurz vor Praktikumsbeginn Ihr Transcript of Records (ToR) aus oder speichern Sie es ab. Dieses ToR müssen Sie bei der Beantragung der Anerkennung der BQT-I zwingend vorweisen.
  • Die BQT-I dauert 6 Wochen in Vollzeit und umfasst 8 LP. Die BQT-I kann auch in Teilzeit absolviert werden (mit entsprechend längerer Dauer).
  • Ihre Praktikumsstelle muss eine Einrichtung im Sinne des § 15 (5) sein. Einrichtungsbeispiele könnten sein z.B. Kliniken (Psychosomatik, Psychiatrie, Neurologie, Reha), Psychotherapie-Praxen, Beratungsstellen.
  • Dort müssen (Psychologische) Psychotherapeut*innen und/oder Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen tätig sein, die inhaltlich und qualitätssichernd für die Ausgestaltung und das Monitoring der Praktikumstätigkeit verantwortlich sind (keine institutsinterne Betreuung und keine Betreuung durch ärztliche Psychotherapeut*innen möglich).
  • Hiwi-Tätigkeiten können für dieses Modul NICHT angerechnet werden.

Wichtige Tipps
Prüfen Sie bei der Vereinbarung der BQT-I am besten frühzeitig und ggf. gemeinsam mit der Praktikumsstelle, ob das Praktikum den Vorgaben aus der Approbationsordnung zur Einrichtungsstelle entspricht und dort außerdem (Psychologische) Psychotherapeut*innen oder Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen tätig sind.
Vergewissern Sie sich, dass Sie zu Beginn des Praktikums bereits 60 LP haben. Drucken Sie bitte außerdem unbedingt kurz vor Praktikumsbeginn Ihr Transcript of Records aus oder speichern Sie es unbedingt ab. So können Sie bei der Beantragung der Praktikumsanerkennung der BQT-I nachweisen, dass Sie zum Praktikumsbeginn bereits mind. 60 LP hatten. In seltenen Fällen könnte es vorkommen, dass Sie zwar zu Beginn des Praktikums eine Prüfungsleistung erbracht haben (also faktisch min. 60 LP erreicht haben), diese aber noch nicht im ToR eingetragen ist. Dann speichern Sie das ToR einfach erneut ab, sobald die Prüfungsleistung im ToR verbucht wurde, und reichen Sie dieses aktualisierte ToR UND das ToR zu Praktikumsbeginn bei der Beantragung der Praktikumsanerkennung der BQT-I ein.