Informationssystemtechnik - Master of Science (M.Sc.)

Absolventen des Masterstudiums der Informationssystemtechnik an der uulm können eigenständig Probleme im Grenzbereich der klassischen Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik lösen, und Informationssysteme konzipieren, entwerfen und implementieren. Absolventinnen und Absolventen haben ein vertieftes Wissen und Verstehen der ingenieurwissenschaftlichen Techniken der modernen Informationssystemtechnik.

Eckdaten

Art des Studiums

Master of Science (M.Sc.)

Studientyp
  • Vollzeit
Studienplan

Informationen zum Studienplan

Bewerbung

Informationen zur Bewerbung

Studienbeginn
  • nächstes Sommersemester: 01.04.2018
  • nächstes Wintersemester: 01.10.2017
Unterrichtssprache
  • deutsch und englisch
Zulassungsbeschränkungen
  • keine Zulassungsbeschränkung
ECTS credit points

120

Regelstudienzeit (in Semestern)

4

Worum geht es in diesem Studiengang?

Neben den klassischen Lehrveranstaltungen erarbeitet sich der Studierende verschiedene Themengebiete auch in Projektform mit Seminar- und Praktikumsanteilen, um das Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern auch im praktischen Einsatz zu erfahren und lösungsorientiert umzusetzen, und um die Teamfähigkeit zu stärken. Neben den forschungsorientierten Projekten der Universität wird dabei insbesondere eine freiwillige Industriepraxis gefördert.

Studium

  • Studiensituation

    Das Verhältnis von Lehrenden zu Lernenden in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen an der Universität Ulm lässt eine exzellente Betreuung zu.
    Zwischen Studierenden, ProfessorInnen und AssistentInnen besteht ein vertrauensvolles Verhältnis. Das Engagement der Lehrenden wie auch der studentischen TutorInnen aus höheren Semestern ist hoch und auf den Studienerfolg jedes einzelnen Studierenden gerichtet.

    Weitere Vorteile für unsere Studierenden

    Kleine Lehr- und Lerngruppen

    Schwerpunktorientierte Masterausbildung mit hoher Wahlfreiheit

    Mitarbeit in Forschungsprojekten

    Exzellente Hard- und Software Ausstattung der Labore für Forschung und Lehre

    Umfangreiches E-Learning Angebot

    Beteiligung drittmittelstarker Institute an nationalen sowie internationalen Technologie-Forschungsprojekten, und entsprechend hoher Praxisbezug der Lehre

    Industriell und akademisch finanzierte Forschungsprojekte mit Budgets von mehreren Millionen € jährlich Zukunftsweisende Themen in Forschung und Lehre wie:
    ■ Eingebettete und verteilte Systeme
    ■ Informations- und Kommunikationstechnik
    ■ Sichere Informationssysteme
    ■ Mensch-Maschine-Interaktion
    ■ Fahrzeugsysteme

    Hervorragendes industrielles Umfeld mit teils weltmarktführendem Mittelstand, sowie lokal ansässigen Weltkonzernen wie z.B. BMW, Bosch, Airbus, Continental, Daimler, IBM, Liebherr, NSN, Porsche, Siemens oder Zeiss.

  • Studienziele und Inhalte

    Der Masterstudiengang Informationssystemtechnik vertieft die mit dem Bachelorabschluss erworbenen inhaltlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen.

    Durch ein breites, modularisiertes Angebot an Lehrveranstaltungen und Projekten verschiedenster Ausrichtung und seinen flexiblen Aufbau ermöglicht der Studiengang, wahlweise Kompetenzen in einem vertiefenden Schwerpunkt oder breitenorientiert in mehreren Kern-Gebieten aufzubauen. Er erlaubt dadurch sowohl Spezialisten als auch Generalisten, den für sie geeigneten Studienverlauf zu wählen. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen daher über ein breites und detailliertes Verständnis auf dem neusten Stand des Wissens in einem oder mehreren Spezialbereichen.

    Ziel des Masterstudiengangs ist die Ausbildung von InformationssystemtechnikerInnen, die in der Lage sind, wissenschaftliche Methoden selbstständig einzusetzen und diese zu erweitern, um eigenständig Probleme im Grenzbereich der klassischen Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik zu lösen, und Informationssysteme zu konzipieren, zu entwerfen und zu implementieren.

    Neben den klassischen Lehrveranstaltungen erarbeitet sich der Studierende verschiedene Themengebiete auch in Projektform mit Seminar- und Praktikumsanteilen, um das Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern auch im praktischen Einsatz zu erfahren und lösungsorientiert umzusetzen, und um die Teamfähigkeit zu stärken. Neben den forschungsorientierten Projekten der Universität wird dabei insbesondere eine freiwillige Industriepraxis gefördert.

    Die Fähigkeit, sich leicht auf Methoden und Fachsprache zukünftiger Kunden oder Projektpartner in interdisziplinären Forschungsgruppen einzustellen, erwerben die Studenten ergänzend in den wählbaren Schwerpunkten. Dort werden Methoden der Informationssystemtechnik auf andere Wissenschaftsdisziplinen wie der Mathematik, den Naturwissenschaften, oder der Medizin angewendet. Dabei stärken die Studierenden ihre interdisziplinäre Kompetenz.

    Den Abschluss des Studiums bildet die Masterarbeit, in der Studierende eigenständig ein aktuelles Thema aus ihrem Schwerpunktbereich bearbeiten. Hier, wie auch in Projekten oder Hilfskrafttätigkeiten haben Studierende die Möglichkeit, in internationalen Forscherteams der Fachbereiche Ingenieurwissenschaften und Informatik mitzuarbeiten. Ziel ist die Befähigung der Absolventinnen und Absolventen, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten, Forschungsabläufe zu planen und Lösungsstrategien zu entwickeln. 

    Die Abschlüsse entsprechen der Qualifikationsstufe 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens und der Stufe 2 des Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse.

    Kenntnisse: Die AbsolventInnen haben vertiefte und umfangreiche ingenieurwissenschaftliche, mathematische, informatische und naturwissenschaftliche Kenntnisse erworben. Damit sind die Absolventen zu wissenschaftlicher Arbeit und verantwortlichem Handeln bei der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft befähigt. Sie haben ein kritisches Bewusstsein gegenüber neueren Erkenntnissen ihrer Disziplin.

    Fertigkeiten: Die AbsolventInnen sind in der Lage,

    • Probleme wissenschaftlich zu analysieren und zu lösen, auch wenn sie unüblich oder unvollständig definiert sind und konkurrierende Spezifikationen aufweisen,
    • komplexe Problemstellungen aus einem neuen oder in der Entwicklung begriffenen Bereich zu abstrahieren und zu formulieren,
    • innovative Methoden bei der grundlagenorientierten Problemlösung anzuwenden und neue wissenschaftliche Methoden zu entwickeln,
    • Konzepte und Lösungen zu komplexen, zum Teil auch unüblichen Fragestellungen ggf. unter Einbeziehung anderer Diszipline zu entwickeln,
    • neue Werke, Produkte, Prozesse und Methoden zu kreieren und zu entwickeln,
    • ihr wissenschaftliches Urteilsvermögen als Ingenieure oder Informatiker anzuwenden, um mit komplexen und möglicherweise unvollständigen Informationen zu arbeiten, Widersprüche zu erkennen und mit ihnen umzugehen.

    Kompetenzen: Die AbsolventInnen haben die Kompetenz,

    • Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu finden und zu beschaffen,
    • theoretische und experimentelle Untersuchungen zu planen und durchzuführen,
    • Daten kritisch zu bewerten und daraus Schlüsse zu ziehen,
    • die Anwendung von neuen und aufkommenden Technologien zu untersuchen und zu bewerten.

    Die AbsolventInnen sind über ihre Qualifikation aus dem BachelorStudium hinaus in der Lage,

    • Wissen aus verschiedenen Bereichen methodisch zu klassifizieren und systematisch zu kombinieren sowie mit Komplexität umzugehen,
    • sich systematisch und in kurzer Zeit in neue Aufgaben einzuarbeiten,
    • auch nicht technische Auswirkungen der Ingenieurtätigkeit systematisch zu reflektieren und in ihr Handeln verantwortungsbewusst einzubeziehen sowie
    • existierende Methoden kritisch zu hinterfragen und sie bei Bedarf weiter zu entwickeln.

    Die bereits im Bachelor-Studium für die praktische Ingenieurtätigkeit erworbenen allgemeinen Qualifikationen werden innerhalb des Master-Studiengangs ausgebaut.

  • Studienaufbau

    Das Masterstudium Informationssystemtechnik folgt einem modularen Aufbau und ist in 5 Bereichen, sogenannte Modulgruppen, eingeteilt. In diesen Modulgruppen steht jeweils eine Auswahl von Modulen aus dem Gesamtangebot der Lehreinheit Ingenieurwissenschaften, oder aus dem Gesamtangebot der Universität zur Verfügung. Die Modulgruppen sind:

    1.      die Kernmodule
    2.      die Vertiefungsmodule
    3.      die Ergänzungsmodule
    4.      die Praxismodule
    5.      und die forschungsorientierte Masterarbeit

    Als Kernmodule stehen 10 Module zur Auswahl; aus diesen Kernmodulen muss ein Umfang von mindestens 22LP (4 Module) nachgewiesen werden. Im Studiengang Master Informationssystemtechnik werden die Kernmodule ca. hälftig aus der Elektrotechnik und der Informatik bedient, wobei jeweils 2 Module aus jedem Bereich zu wählen sind. Damit ist sichergestellt, dass die Studierenden der Informationssystemtechnik vertiefende Kompetenzen in den grundlegenden Fächern beider Disziplinen erwerben. Im Studiengang Master Informationssystemtechnik bestehen die Kernmodule aus den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen Elektronik, Nachrichtentechnik, Messtechnik, Systemtheorie und Signaltheorie, sowie aus den Bereichen Eingebettete Systeme, Mobile Computing, Rechnernetze und IT-Sicherheit aus der Informatik. Aufbauend auf den in diesen Gebieten erworbenen Grundkompetenzen im Bachelorstudiengang erweitern die Studierenden in einem auswählbaren Teil der Kernmodule ihre Kompetenzen.

    In den Vertiefungsmodulen wird die Spezialisierung in einem Bereich, oder der breite Kompetenzerwerb in vielen Disziplinen ermöglicht. Dabei stehen im Masterstudiengang Informationssystemtechnik alle Mastermodule der Ingenieurwissenschaften und der Informatik zur Auswahl. Dabei muss jeweils mindestens 1/3 der verlangten Leistungspunkte aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik belegt werden.

    Die Ergänzungsmodule erlauben den Studierenden den Erwerb von interdisziplinärer Kompetenz. Hier können Module aus dem gesamten Fächerangebot der Universität Ulm gewählt werden – insbesondere mit dem Fokus auf Kompetenzen in Physik, Mathematik, Wirtschaft, Psychologie, Medizin oder ASQ. Diese Modulgruppe erlaubt insbesondere bei der Schwerpunktbildung einen zielgerichteten Kompetenzerwerb über das eigene Fach hinaus.

    Die Praxismodule erlauben den Erwerb praktischer Kompetenz. Hier wird durch die Festlegung auf ≥10LP das Ziel erreicht, dass die Studierenden in einem Industriepraktikum und einem universitären Projekt, oder in 2 universitären Projekten weiterführende praktische Kompetenz im gewählten Schwerpunkt des Studiengangs erwerben.

    Neben diesem Rahmen für das Masterstudium werden wählbare Schwerpunkte definiert. Diese Schwerpunkte:

    • sind Leitfäden für einen Kompetenzerwerb in einem Forschungsgebiet des gewählten Studiengangs,
    • bieten einen wählbaren Studienrahmen,
    • dienen den Studierenden als Hilfestellung bei der individuellen Studiengestaltung,
    • bestehen aus einer Liste von wählbaren Modulen in den beschriebenen Modulgruppen, die im Studienplan festgelegt sind,
    • sind den Forschungsschwerpunkten angepasst,
    • werden dem Studierenden bei erfolgreichem Absolvieren der erforderlichen Module mit den Studienabschlussdokumenten bestätigt,
    • stellen keine Verpflichtung dar, die beschriebenen Module durchgängig ablegen zu müssen,
    • erlauben damit auch eine Refokussierung bei der Ausrichtung des individuellen Studiums.

    Die Schwerpunkte im Studiengang Master Informationssystemtechnik sind:

    • Integrierte und Eingebettete Systeme
    • Lernverfahren und Mustererkennung
    • Mensch-Maschine Interaktion
    • Sicherheit in Informationssystemen
    • Computational Engineering

    Die Schwerpunkte und deren Modulauswahl sind in den allgemeinen und speziellen Studienplänen definiert.

  • Auslandsaufenthalt

    Die Welt wächst zusammen - das gilt auch und vor allem für die Wissenschaft. Um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden, wird ein Studienaufenthalt an einer ausländischen Hochschule immer wichtiger. Als Studierender an der Uni Ulm haben Sie die Möglichkeit, sich für ein oder zwei Auslandssemester an zahlreichen Universitäten - sowohl europaweit im Rahmen des ERASMUS-Programms als auch an außereuropäischen Unis - zu bewerben.

    Die Universität Ulm bietet über das International Office zahlreiche Wege ins Ausland an und unterhält Austauschabkommen mit über 100 Universitäten in 26 Ländern. Partneruniversitäten der Ingenieurwissenschaften finden sich u.a. in Europa, Kanada, Australien sowie den USA. Auskünfte erteilt das International Office oder der ERASMUS Koordinator der Ingenieurwissenschaften Prof. Carl Krill, Ph.D. carl.krill(at)uni-ulm.de

    Abhängig von Ihren Zielen finden Sie im Folgenden Informationen, die Ihnen weiterhelfen:

    Auslandsstudium

    Auslandspraktikum

    Abschlussarbeit im Ausland

Berufsaussichten

  • Berufsfelder

    Die Universität Ulm ist in ihrem direkten und weiteren Umfeld eingebettet in ein technisch geprägtes, industrielles Umfeld, in dem einmal ein sehr starker, teils Weltmarktführender Mittelstand zu finden ist, aber auch lokal ansässige Weltkonzerne wie z.B. BMW, Bosch, Cassidian, Continental, Daimler, EADS, IBM, Liebherr, NSN, Porsche, Siemens oder Zeiss mit Zentralen und Standorten aufwarten. Diese Unternehmen müssen, um ihre international führende Stellung zu behalten, eine forschungsnahe und innovative Produktentwicklung erhalten, und damit um akademischen Nachwuchs ringen.

    Hierdurch bieten sich den Absolventinnen und Absolventen des forschungsnahen, universitären Masterstudiums in allen angebotenen Vertiefungen und Studienfächern der Ingenieurwissenschaften hervorragende Arbeitsmöglichkeiten - sowohl lokal als auch international. Durch die zahlreichen Forschungskooperationen der Universität Ulm mit diesen und anderen Unternehmen besteht für die Studierenden der Ingenieurwissenschaften zudem die Möglichkeit, im Rahmen von freiwilligen Praktika und Werkstudententätigkeiten Praxiserfahrung zu sammeln und sich in ihren Abschlussarbeiten an der Universität Ulm mit relevanten Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen aus der Praxis zu beschäftigen.

    IngenieurInnen der Informationssystemtechnik überwinden die klassische Fächertrennung der Ingenieurwissenschaften und Informatik. Sie sind damit optimal in allen Bereichen der modernen softwaregestützten Fertigung, des SW/HW Co-Entwurfs, in der Entwicklung echtzeitfähiger eingebetteter Systeme, für die Sicherheit in eingebetteten und Informationssystemen bis hin zur Informations- und Kommunikationstechnik sowie in allen Bereichen der Entwicklung moderner technischer Systeme einsetzbar. Die Anwendungsfelder reichen von der klassischen Softwareentwicklung, der Fahrzeugindustrie, der vernetzten Produktion über die Mobilkommunikation bis zur Medizintechnik. Die breite und methodenorientierte Ausbildung liefert beste Voraussetzungen für eine Einstiegsposition in Forschung und Entwicklung lokaler und internationaler Unternehmen, was auch von der Mehrzahl der Studierenden anstrebt wird. Sie finden ihre Tätigkeiten darüber hinaus in Management, Produktionsoptimierung, Applikation und Vertrieb.

    Dem Angebot an gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge steht dabei zurzeit eine vielfach höhere Nachfrage gegenüber.
    Master-Absolventinnen und -Absolventen mit ihrer wissenschaftlich breiten, methodenorientierten Ausbildung an der Universität Ulm sind auch optimal vorbereitet für Tätigkeiten in der Forschung und für eine Promotion. Damit bildet der Masterabschluss auch die Basis für wissenschaftliche Laufbahnen an Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstituten, wie z. B. Fraunhofer- oder Max-Planck-Instituten.

Kontakt

Prof. Dr. Robert Fischer

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Prof. Dr. Robert Fischer
Prodekane
Universität Ulm
Dekanat der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie
Albert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm