Weiteres Projekt im Kooperativen Promotionskolleg „Cognitive Computing in Socio-Technical Systems“

Universität Ulm

Im Rahmen des kooperativen Promotionskollegs „Cognitive Computing in Socio-Technical Systems“ der Universität Ulm und der Hochschule Ulm leitet Professor Manfred Reichert ein weiteres Projekt zum Thema "Control of Distributed Production and Logistics Systems Based on Real-time Analysis of Operational Data ". In dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Promotionsprojekt wird Samaneh Sorournejad ab Dezember 2017 als DBIS Doktorandin an dieser Thematik arbeiten. Sie wird in ihrem Dissertationsprojekt gemeinsam von Professor Manfred Reichert (Universität Ulm) und Prof. Sven Völker (Hochschule Ulm) betreut.

Zu den Grundkonzepten von Industrie 4.0 gehört es, kleinteilige Komponenten produktionslogistischer Systeme durch RFID-Transponder zu kennzeichnen und deren Weg entlang der Wertschöpfungskette zu verfolgen (Tracking & Tracing). Dadurch entstehen große Mengen feingranularer Datenströme mit reichhaltigen Zeit- und Bewegungsannotationen. Die Fähigkeit, diese Daten flexibel in entscheidungsrelevantes Wissen zur Steuerung, Adaption und Optimierung von Produktion und Logistik zu wandeln, wird künftig zum kritischen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen und ganzer Unternehmensnetzwerke. Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, wie skalierbare Ansätze der Datenanalyse in Form von Echtzeitverfahren zur dynamischen, situationsabhängigen Rekonfiguration dezentral gesteuerter Produktions- und Logistiksysteme angewandt werden können.

Hintergrund:

Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Kooperative Promotionskolleg „Cognitive Computing in Socio-Technical Systems“ dient der Entwicklung innovativer Konzepte für Kognitive Maschinen und die aufkommende Ära des Cognitive Computing. Diese bilden die methodisch-technologische Grundlage für die Realisierung komplexer Infrastrukturen, in denen Menschen und künstliche Systeme miteinander interagieren und kooperieren, und ermöglichen somit die Schaffung neuartiger sozio-technischer Systeme. Sie erlauben zudem die Realisierung intelligenter Service-Robotik- und Companion-Systeme, ermöglichen ressourceneffektive Logistik- und Produktionssteuerungen und sind für die Umsetzung von Industrie 4.0 Prozessen von entscheidender Bedeutung. Weitere Details finden sich hier.